Jade Cargill sorgt derzeit gleich aus mehreren Gründen für Gesprächsstoff. Während die WWE-Wrestlerin mit einem humorvollen Beitrag auf X viele Fans zum Schmunzeln brachte, geriet sie nahezu zeitgleich durch die öffentliche Kritik einer Kollegin an ihrer Ring-Technik in die Schlagzeilen.
Jade Cargill macht sich über ihre eigenen Kayfabe-Regeln lustig
Wer Jade Cargills bisherige Haltung zu Faninteraktionen kennt, dürfte über ihren jüngsten Beitrag auf X überrascht gewesen sein. Erst im Mai hatte sie in einem Interview erklärt, weshalb sie in der Öffentlichkeit nur selten Autogramme gibt.
Als Heel sei es ihr wichtig, dass die Fans sie als Bösewicht wahrnehmen und möglichst ablehnend reagieren. Würden Fans sie persönlich kennenlernen und merken, wie sympathisch sie tatsächlich sei, könne das ihrer Rolle schaden.
Selbst William Regal und ihr Ehemann hätten ihr geraten, häufiger Autogramme zu schreiben. Cargill blieb jedoch bei ihrer Überzeugung und erklärte, sie wolle ihren Heel-Charakter auch außerhalb des Rings konsequent aufrechterhalten.
Umso überraschender fiel nun ihr neuer Beitrag auf X aus. Dort schrieb Cargill augenzwinkernd, dass sie weiblichen Fans gerne auf der Brust Autogramme geben würde. Eine Anhängerin, die sie bereits bei WWE Night of Champions getroffen hatte, fragte daraufhin, ob das beim nächsten Treffen möglich sei. Cargill reagierte sofort und antwortete mit einem deutlichen: „Ja, bitte.“
Ob es tatsächlich dazu kommen wird, bleibt abzuwarten. Der Beitrag war jedoch offensichtlich humorvoll gemeint und sorgte schnell für zahlreiche Reaktionen. Besonders auffällig ist dabei die Ironie, dass ausgerechnet Cargill, die ihren Heel-Charakter bislang auch abseits des Rings konsequent schützen wollte, mit einem solchen Scherz ihre eigenen Kayfabe-Regeln auf die Schippe nimmt.
Piper Niven übt deutliche Kritik an Cargills Ring-Technik
Während Cargill mit ihrem X-Beitrag für Unterhaltung sorgte, meldete sich auch Piper Niven zu Wort – allerdings mit deutlich ernsteren Tönen. Die derzeit verletzte Schottin veröffentlichte kürzlich auf X einen Beitrag, in dem sie die technische Ausführung einer Aktion von Cargill in einem Match analysierte und kritisierte.
Nach Nivens Einschätzung habe Cargill das Gewicht ihrer Gegnerin bei einer Aktion nicht korrekt auf den eigenen Oberkörper verlagert. Dadurch habe sie die Kontrolle über den Move verloren, was letztlich zu einem Doppelsturz geführt habe. Dabei sei der Kopf der Gegnerin auf der Ringmatte aufgeschlagen.
Zum Abschluss ihres Beitrags formulierte Niven noch eine sarkastische Bemerkung. Sinngemäß sagte sie, dass manche Wrestler offenbar vor allem darauf achten würden, selbst gut auszusehen – egal, ob der Gegner dabei unnötig ein Risiko eingeht.
Der Beitrag wurde kurze Zeit später wieder gelöscht. Mehrere Wrestling-Portale hatten den Inhalt jedoch bereits dokumentiert und darüber berichtet. Piper Niven und Jade Cargill standen sich zuletzt bereits im Ring gegenüber, weshalb ihre Aussagen zusätzliche Aufmerksamkeit erhielten.
Gleichzeitig ist Niven dafür bekannt, auf Social Media regelmäßig technische Aspekte von Matches offen und ohne große Zurückhaltung zu kommentieren. Ob ihre Kritik in diesem Fall ausschließlich fachlicher Natur war oder auch persönliche Hintergründe eine Rolle spielten, lässt sich anhand des inzwischen gelöschten Beitrags jedoch nicht eindeutig beurteilen.

Live ist bekanntlich was zählt – in Oberhausen zuletzt war Jade Cargill eine der auffälligsten Performerinnen, neben dem Gunther vs Dragunov Match. Ähnliches erlebte ich mal bei Sheamus, der mich im TV nie sobderlich interessierte. Mikroanalysen im Internet von ehemaligen Kollegen finde ich seltsam. Das wirkt pedantisch und konträr zum Wrestling-Spirit.