Gunther erklärt seine besondere WWE-Rolle und verzichtet bewusst auf Catchphrases

Gunther führt ein Gespräch
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Im Rahmen seiner Promo-Tour für WWE Clash in Italy hat Gunther dem italienischen Medienformat Rompipallone ein Interview gegeben, das einen seltenen Einblick in seine Selbstwahrnehmung bei WWE bietet. Dabei geht es nicht nur um seinen ungewöhnlichen Karriereweg, sondern auch um eine direkte inhaltliche Abgrenzung gegenüber Cody Rhodes kurz vor dem Aufeinandertreffen in Turin.

Ein Werdegang abseits der Norm

Gefragt, ob er sich nach mehreren Jahren im Main Roster eher als Veteran oder eher im Stil der jüngsten NXT-Generationen sehe, gab Gunther eine überraschend ehrliche Antwort. Er habe keine typische WWE-Karriere, erklärte er. Den Großteil seiner Zeit sei er für viele nicht auf dem Radar gewesen, was ihm bei WWE letztlich geholfen habe. Als er ins System gekommen sei, habe er bereits gewusst, wer er als Wrestler sei. Er habe sich selbst bereits gefunden, bevor er überhaupt in der WWE angekommen sei.

Das unterscheidet ihn deutlich von vielen anderen Talenten, die wichtige Erfahrungen und ihre Entwicklung erst später innerhalb des WWE-Systems sammeln konnten. Gunther brachte bereits vor seinem Wechsel ins Main Roster ein hohes Maß an Erfahrung, Präsenz und Verständnis für das Wrestling-Geschäft mit. Genau dieser Vorsprung machte sich schnell bemerkbar.

Seit seinem Debüt im Main Roster im Jahr 2022 hat er sich als einer der dominierendsten und konstantesten Stars der gesamten WWE etabliert. Mit langen und erfolgreichen Regentschaften als Intercontinental Champion und später als World Heavyweight Champion baute er eine beeindruckende Erfolgsbilanz auf und festigte seinen Ruf als einer der wichtigsten Wrestler seiner Generation.

Tipps für den Nachwuchs? Schwierig

Genau deshalb falle es ihm manchmal schwer, jüngeren Talenten Ratschläge zu geben, wie sie im WWE-System vorankommen könnten, räumte Gunther ein. Seine eigene Reise sei sehr speziell gewesen. Es sei aber auch etwas, in das man mit der Zeit hineinwachse. Trotzdem sehe er klare Unterschiede zu anderen Karrierewegen im Unternehmen.

Manchmal fühle er sich klar dazugehörig, manchmal aber noch ein bisschen wie ein Außenseiter, erklärte er offen. Er betonte jedoch, dass er diese Position nicht als Nachteil empfinde. Es sei eine sehr interessante Lage, in der er sich befinde, und er genieße es genau so, wie es ist.

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„Ich bin der Mann ohne Catchphrases“

Eine weitere Aussage in demselben Interview hat besonders viel Aufmerksamkeit in den US-Medien gefunden. Gunther wurde gefragt, welchen Gegenpol er zu Cody Rhodes‘ aktuellem Motto „Easy to find, hard to beat“ setzen würde.

Seine Antwort war unmissverständlich: Er sei der Mann ohne Catchphrases. Dafür gebe es einen Grund. Das überlasse er Leuten wie Cody Rhodes, die sich coole, eingängige Namen geben könnten, die sich leicht auf T-Shirts drucken ließen und von der Marketingabteilung problemlos genutzt werden könnten. Das interessiere ihn nicht. Ihn interessiere, was im Ring passiere. Das sei seine Nummer eins.

Eine Aussage mit Ansage vor Turin

Die Formulierung ist dabei bewusst gewählt. Während Cody Rhodes als Champion die eigene Marke aktiv gestaltet und mit eingängigen Phrasen auch außerhalb der Wrestling-Welt Reichweite aufbaut, definiert Gunther seinen Wert ausschließlich über das, was im Ring passiert.

Das ist keine Zurückhaltung, sondern eine klare Positionierung, die zu dem Bild passt, das Gunther seit seinem Main-Roster-Debüt konsequent pflegt: keine Gimmicks, keine Slogans, nur Wrestling. Am 31. Mai trifft er in der Inalpi Arena in Turin in einem Match um die Undisputed WWE Championship auf Cody Rhodes.

WWE Clash in Italy: Matchcard & Startzeiten

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