Eric Bischoff hält Tony Khans positive Worte über eine mögliche Neuordnung bei AEWs Medienpartner für nachvollziehbar. Im Podcast „83 Weeks“ erklärte der frühere WCW-Verantwortliche jedoch, weshalb er darin erst den Beginn einer schwierigeren Aufgabe sieht. Entscheidend sei aus seiner Sicht, mit welchem Plan AEW künftig vor neuen Entscheidungsträgern auftrete.
Lob für Khans öffentliche Haltung
Bischoff bezog sich auf Khans zustimmende Äußerungen zu einer möglichen Verbindung von Paramount und Warner Bros. Discovery. Dass der AEW-Chef den potenziellen neuen Verantwortlichen offen begegnet, nannte er geschäftlich klug. Ein öffentliches Zeichen der Zusammenarbeit könne den ersten Kontakt erleichtern. Als Angriff auf Khan wollte Bischoff seine Bemerkung ausdrücklich nicht verstanden wissen.
Er unterschied dabei zwischen einer guten Erklärung nach außen und den Fragen, die später in Besprechungen über AEWs Zukunft gestellt werden könnten. Eine Fusion oder Veränderung bei einem Medienunternehmen führt nicht automatisch zu einem neuen Vertrag und sagt für sich genommen noch nichts über den Wert einzelner Programme aus.
Khans Äußerung wertete Bischoff als sinnvollen ersten Schritt gegenüber Menschen, die künftig Einfluss auf das Programm haben könnten. Danach müsse AEW jedoch mehr vorlegen als Begeisterung über die neue Konstellation. Bischoff trennte seine Anerkennung für die Kommunikation ausdrücklich von seinem Urteil über die wirtschaftliche Lage der Promotion.
Bischoff fragt nach Umsatz und Wachstum
Bischoff argumentierte, AEW stehe aufgrund der finanziellen Rückendeckung durch die Khan-Familie nicht unter demselben unmittelbaren wirtschaftlichen Druck wie manche andere Wrestling-Promotion. Dabei handelte es sich um seine persönliche Einschätzung, denn Einblicke in die vollständigen Geschäftszahlen von AEW legte er nicht vor. Aus seiner Sicht könnten sich neue Medienverantwortliche dennoch verstärkt die Frage stellen, welchen wirtschaftlichen Wert die Shows tatsächlich liefern.
Fernsehquoten allein seien dann nicht der einzige Maßstab. Bischoff glaubt, dass die Verantwortlichen vor allem auf die Einnahmen und die überzeugende Entwicklung der Marke schauen. Die öffentlich sichtbaren Zahlen vermittelten ihm nicht den Eindruck eines ausreichenden Wachstums, so Bischoff. Zugleich räumte er ein, dass Außenstehende nicht sämtliche Geschäftsbereiche beurteilen können. Es sei möglich, dass sich andere Teile des Unternehmens besser entwickelten, als es die Einschaltquoten oder Ticketverkäufe erkennen ließen. Auch hierbei stützte sich Bischoff ausschließlich auf das, was von außen erkennbar ist.
Ein Plan für die nächsten drei Jahre
Auf die Frage von Moderator Conrad Thompson, was er Khan raten würde, nannte Bischoff eine konkrete Vorbereitung. AEW solle einen glaubwürdigen Plan ausarbeiten, wie die Marke in den nächsten drei Jahren wachsen könne. Khan dürfe nach seiner Meinung nicht erst warten, bis ihm neue Verantwortliche kritische Fragen stellten. Besser sei, das eigene Konzept frühzeitig zu entwickeln und selbst das Gespräch zu suchen.
Dieser Plan müsse über die bestehende Online-Fangemeinde hinausgehen. Bischoff kritisierte, dass AEW zwar einen engagierten Teil des Publikums zufriedenstellen könne, für langfristiges Wachstum aber neue Zuschauer benötige.
Besonders wenig überzeugend fände er nach eigener Aussage ein Konzept, das nur darauf beruhe, in Internetdiskussionen Zustimmung zu bekommen. Dort lasse sich Aufmerksamkeit erzielen, ohne dass daraus zwangsläufig ein größeres Publikum für die wöchentlichen Shows werde. AEW müsse möglichen Partnern erklären können, warum ein anderer Weg mehr Menschen erreichen sollte als bisher.
Auch der erzählerischen Gestaltung gab Bischoff großes Gewicht. Khan solle Menschen einbeziehen, die aus seiner Sicht überzeugende Wrestling Storylines entwickeln könnten. In diesem Punkt wurde seine Kritik persönlich: Bischoff sagte, er halte Khans Verständnis von Storytelling für unzureichend.
Wieder die übliche AEW hat kein gutes Storyline Telling Platte von Bischoff. Frei nachdem Motto, wenn man oft genug etwas wiederholt muss es irgendwann war werden, auch wenn man am Thema vorbei redet.