„Der Plan war klar vorgegeben“: Royce Keys spricht über sein WWE-Debüt und die Bloodline-Connection

Royce Keys steht auf der Stage und ist bereit

Royce Keys, zuvor aktiv als Powerhouse Hobbs bei AEW, hat sich in einem ausführlichen Gespräch mit Joey Karni bei „Unseen“ zu seinem ungewöhnlichen Karrierestart bei der WWE geäußert. Anders als zahlreiche Neuzugänge, die zunächst über NXT eingeführt werden, wechselte Keys direkt in das Main Roster. Auf die Frage, ob dieser Weg von Anfang an so geplant gewesen sei, antwortete er knapp und souverän: „Der Plan war ausgelegt. Ich muss nur alles umsetzen, was sie für mich vorsehen.“

Mit dieser Aussage bestätigt Keys, dass das Unternehmen seinen Werdegang vorab strukturiert hatte. Sein Job sei es, das vorgesehene Konzept exekutiv abzuarbeiten. Diese Haltung passt zu einem Wrestler, der bereits bei AEW als TNT Champion einen festen Platz hatte und dort zu den körperlich beeindruckendsten Persönlichkeiten der Promotion zählte.

Royal-Rumble-Debüt mit historischem Anspruch

Sein WWE-Debüt feierte Keys am 31. Januar 2026 im Men’s Royal Rumble Match. Im Karni-Interview reflektierte er, was es ihm bedeutet habe, ausgerechnet bei diesem Premium Live Event zu starten. Er habe an die Namen gedacht, die vor ihm an gleicher Stelle standen, und gleichzeitig versucht, einen eigenen Pfad zu zeichnen. Sein Auftritt im Royal Rumble Match sei nun Teil der Geschichte, von dort aus gehe es nur weiter nach vorn.

Trotz dieses prominenten Einstiegs verschwand Keys anschließend mehrere Wochen lang von der Bildfläche. Spekulationen rund um seine TV-Abwesenheit nahmen schnell Fahrt auf, weil das Unternehmen ihn nicht offen einsetzte und keine offizielle Storyline für ihn ankündigte.

Dark Matches auf eigenen Wunsch

In einem ergänzenden Interview mit Bill Pritchard von WrestleZone räumte Keys mit der Vorstellung auf, er habe sich in dieser Phase ausgeruht: „Ich war seit dem Royal Rumble aktiv. Es gab keine Pause, kein Sitzen zu Hause.“ Tatsächlich habe er Woche für Woche Dark Matches auf Raw und SmackDown bestritten, mit dem ausdrücklichen Ziel, sich an das WWE-System zu gewöhnen.

Diese Dark-Match-Phase sei nicht von der WWE auferlegt, sondern auf seinen eigenen Wunsch hin organisiert worden. Es sei seine Bitte gewesen, vor dem offiziellen TV-Debüt im Stillen Erfahrungen zu sammeln. Bekannte Dark-Match-Gegner waren unter anderem Nathan Frazer und Alex Shelley.

Stephanie-McMahon-Podcast als Zwischenstation

Sichtbar war Keys während seiner TV-Pause vor allem durch einen Auftritt im Podcast „What’s Your Story?“ mit Stephanie McMahon. Dort sprach er erstmals breit über seinen Aufwachs in East Palo Alto und die persönlichen Erfahrungen, die ihn geprägt haben. Im Joey-Karni-Interview erklärte er, dass er als Royce Keys erstmals die ganze Bandbreite seiner Geschichte erzählen könne. Bei seiner früheren Identität als Powerhouse Hobbs habe dieses Gefühl gefehlt.

Genau dieser persönliche Aspekt sei für ihn der größte Unterschied zwischen seinen beiden Karriere-Phasen. Er wolle vor allem für jüngere Zuschauer eine Inspirationsquelle sein, deren Wurzeln ähnlich seien wie seine eigenen.

SmackDown-Debüt in der Bay Area

Sein offizielles SmackDown-Debüt feierte Keys am 10. April 2026. Bemerkenswert war der Austragungsort, denn die Show fand in der Bay Area statt, rund 20 Minuten von Keys‘ Heimatort East Palo Alto entfernt. Er habe großen Wert darauf gelegt, sein erstes TV-Match in dieser Region zu bestreiten und vor seinen Leuten anzutreten.

Sportlich verlief der Abend nach Plan. Keys besiegte Berto in seinem Debüt-Match. Im Anschluss wurde er von Cathy Kelly Backstage interviewt und unmittelbar danach von Solo Sikoa konfrontiert, der ihn bei SmackDown willkommen hieß und sich für gemeinsame Schritte offen zeigte.

Pikantes Detail: Bloodline-Verbindung zu Jacob Fatu

Diese Solo-Sikoa-Begegnung gewinnt zusätzlich an Brisanz durch ein Detail aus dem Karni-Interview. Auf die Frage nach möglichen Allianzen verriet Keys, dass er bereits eine länger zurückreichende Verbindung zu Jacob Fatu pflege und auch die Usos sowie Solo Sikoa schon länger kenne. Damit ist eine Storyline, die Keys künftig in Richtung der Bloodline-Familie oder der gegnerischen MFTs führt, deutlich realistischer geworden.

Andre The Giant Memorial Battle Royal als Höhepunkt

Nur eine Woche nach seinem SmackDown-Debüt setzte Keys das nächste Ausrufezeichen. Am 17. April, der finalen Show vor WrestleMania 42, gewann er die Andre the Giant Memorial Battle Royal und sicherte sich damit den prestigeträchtigen Pokal. Damit etablierte sich Keys binnen weniger Tage als zentrale neue Figur im SmackDown-Roster und nutzte die WrestleMania-Woche für maximale Sichtbarkeit.

Aus AEW-Sicht ist diese Entwicklung eine bemerkenswerte Wendung. Powerhouse Hobbs hatte sich in Jacksonville über Jahre entwickelt, ohne den endgültigen Sprung in die Top-Riege zu schaffen. Bei der WWE könnte ihm dieser Sprung deutlich schneller gelingen.

Eigene Zielsetzung: „Letzter Mann im Ring“

Auf die Frage nach seinen weiteren Plänen ließ Keys keinen Zweifel an seiner Erwartungshaltung. Er wolle weiterhin alles nehmen, was er sich nehmen wolle, und am Ende stets der letzte Mann im Ring mit der erhobenen Hand sein. Dieser Anspruch passt zu einem Akteur, der sportlich und körperlich kaum Einschränkungen kennt und nun erstmals in einem System arbeitet, das ihn von Beginn an mit großer Aufmerksamkeit ausstattet.

Siehe auch: Royce Keys über sein geheimes Royal Rumble-Debüt und seine WWE-Pläne

3 Kommentare

  1. Der Typ hat für mich persönlich, mehr zu bieten als dieser Oba Femi. Warum hat man eigentlich nicht Hobbs für die Rolle von Femi genommen?

      • Was genau hat Femi zu bieten, Sein getanze zum Ring? Hobbs sieht im Vergleich zu Femi auch noch besser, brutaler aus, dem würde man sofort abnehmen, dass er durch das Roster pflügen könnte

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