Darby Allins Regentschaft als AEW World Champion mag nur vergleichsweise kurz gewesen sein, intern sorgt sein Titelrun jedoch offenbar weiterhin für Gesprächsstoff. Hinter den Kulissen sollen die vergangenen Wochen bei einigen Verantwortlichen und Talenten einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Gleichzeitig gibt es jedoch unterschiedliche Ansichten darüber, wie Allin als Champion präsentiert wurde und welche Rolle seine Regentschaft langfristig für AEW spielen könnte.
Anfängliche Skepsis hinter den Kulissen
Laut Sean Ross Sapp von Fightful Select gab es innerhalb von AEW vor dem Titelgewinn im April durchaus skeptische Stimmen. Einige hätten bezweifelt, ob Allin die richtige Wahl für den obersten Belt sei, insbesondere weil MJFs zweite Regentschaft zum Zeitpunkt des Titelwechsels als sehr stark eingeschätzt wurde. Der schnelle Übergang habe intern nicht bei allen sofort Zustimmung gefunden.
Fightful hatte die kreativen Pläne für Allins Titelrun bereits im April vorab berichtet. Schon damals sei die Reaktion intern gemischt gewesen. Nach dem Ende von Allins Regentschaft sollen jedoch mehrere dieser ursprünglichen Zweifler ihre Meinung geändert haben. Demnach habe Allin großen Respekt dafür erhalten, dass er alles dafür tat, seine Regentschaft besonders wirken zu lassen. Besonders seine Leistungen im Ring seien intern sehr positiv aufgenommen worden.
39 Tage und sieben Verteidigungen als Antwort
Allin gewann den AEW World Championship Belt am 15. April bei Dynamite von MJF, verlor ihn jedoch am 24. Mai bei Double or Nothing in einem „Title vs. Hair“-Match an MJF, der damit zum dritten Mal AEW World Champion wurde. In den 39 Tagen dazwischen verteidigte Allin den Titel sieben Mal erfolgreich gegen Tommaso Ciampa, Brody King, Kevin Knight, PAC, Sammy Guevara und Mike Bailey sowie schließlich in der Fehde gegen MJF.
Er verteidigte ihn während seiner Regentschaft in jeder einzelnen Dynamite-Ausgabe. Die Zahl von sieben Titelverteidigungen in 39 Tagen entspricht der Zahl von MJFs vierter und Jon Moxleys vierter Regentschaft. Nur Moxleys erste Regentschaft 2020 mit neun Titelverteidigungen und MJFs 406-tägige Regentschaft 2022/23 mit zehn Titelverteidigungen waren länger.
AEW-Präsident Tony Khan bezeichnete Allins Regentschaft auf der Post-DoN-Pressekonferenz als eine der größten World-Title-Regentschaften in der Geschichte des Unternehmens.
MJF dementiert Unterstützung des Titelruns
Ein besonderes Detail aus dem Fightful-Bericht betrifft MJF. Den Quellen von Fightful Select zufolge hat MJF Allins Titelregentschaft bereits seit längerer Zeit unterstützt. Nach dem schnellen Titelverlust MJFs wurde im Netz vereinzelt spekuliert, er könne wegen des Bookings verärgert sein oder AEW sogar verlassen. Dafür gibt es laut Fightful jedoch keine Anzeichen. Vielmehr habe MJF den Plan mitgetragen.
Der neue Champion selbst reagierte innerhalb der Storyline erwartungsgemäß anders auf die Diskussionen. MJF kommentierte die Berichte auf X mit einem knappen „This is false” und markierte dabei sogar die Community-Notes-Accounts der Plattform.
Unabhängig davon scheint Allins kurzer Titelrun intern jedoch deutlich mehr Eindruck hinterlassen zu haben, als viele zunächst erwartet hatten. Besonders mit Blick auf seine ungewöhnliche Ausgangslage wird das innerhalb der Wrestling-Welt als bemerkenswert angesehen.

Die Art wie man Darby den Titel gab war beknackt… es ist nicht so sehr das Problem gewesen das es bei Dynamite war. Ab und zu muss auch mal der größte Titel bei Dynamite wechseln das gehört sich so.
Aber doch nicht auf diese Art in 1 Minute.
Umso beknackter war es dann nach etwas mehr als einem Monat Darby den Titel wieder abzunehmen und zurück an MJF zu geben. Das erweckt den Eindruck als hätte man da einen Fehler gemacht.
Darby war für mich nie Championship Matrerial, also jedenfalls nicht für den wichtigsten Titel. Aber er ist ne wichtige Säule bei AEW also ist es ok ihn mal mit diesem Titel zu belohnen. Doch dann hätte man es auch richtig machen sollen, nach einem richtigen Match und das er den Titel länger hält. Beides tat man nicht und so ist der Titelrun echt fürs Klo gewesen.
Das man mit Darby als Champ nicht All-In Headlinen will ist nachvollziehbar… aber bis dahin sinds noch 3 Monate. Es hätte daher durchaus gepasst ihn noch 2 Monate länger den Titel behalten zu lassen.
Wie auch immer, wie gesagt, ich sehe ihn eh nicht im Mainevent. Lasst ihn wieder das tun worin er wirklich gut ist, special Fehden mit besonderen Matches wo er seine verrückten Dinge tun kann und hin und wieder auf Jagd um einen der Midcard Titel schicken. Da ist er besser aufgehoben und dort sehe ich ihn eigentlich auch ganz gern.
Wie willst du Darby glaubhaft noch zwei Monate als Champion darstellen? Hätte er den Titel nur gegen Midcarder verteidigen sollen? So toll Allen ist, aber er ist kein glaubhafter World Champ, genauso wenig wie Rey Mysterio damals.