Cody Rhodes hat sich in seinem Podcast „What Do You Wanna Talk About?“ deutlich hinter Triple H und dessen kreative Arbeit bei WWE gestellt. Das ist besonders interessant, weil Triple Hs Booking zuletzt immer stärker kritisiert wurde, unter anderem von Ex-WWE-Writer Vince Russo.
Cody Rhodes lobt Triple Hs Umgang mit den WWE-Talenten
In seinem Podcast erklärte Rhodes, dass sich Triple Hs kreativer Stil stark von früheren WWE-Verantwortlichen wie Vince McMahon unterscheide.
Laut Rhodes gibt Triple H den Wrestlern deutlich mehr Freiheit, eigene Ideen einzubringen und ihre Charaktere selbst mitzugestalten. Die Talente würden aktiv an ihren Storylines mitarbeiten, statt nur feste Vorgaben zu erhalten. Rhodes beschrieb, dass er seine Geschichten und seinen Charakter zunächst selbst entwickle. Anschließend helfe das WWE-Team dabei, die Ideen weiter auszuarbeiten, anzupassen und für das TV-Produkt umzusetzen.
Genau das sei einer der Gründe, warum er die heutige WWE so schätze. Für ihn nehme WWE talentierte Wrestler und helfe ihnen dabei, ihre Stärken besser herauszuarbeiten und ihren Charakter weiterzuentwickeln. Rhodes machte deutlich, dass Triple H dabei einen ganz anderen Führungsstil habe als Vince McMahon oder andere Booker in der Vergangenheit.
Triple H setzt laut Rhodes stärker auf Zusammenarbeit
Besonders hob Cody Rhodes hervor, dass Triple H viel stärker auf Zusammenarbeit mit den Talenten setze. Er erklärte, dass Triple H Wrestler oft dazu ermutige, neue Ideen auszuprobieren und gemeinsam herauszufinden, was am besten funktioniere. Statt starrer Vorgaben entstehe dadurch eher ein kreativer Austausch zwischen Management und Talenten.
Rhodes verglich diesen Ansatz mit einer kreativen „Sandbox“, in der Wrestler experimentieren und ihren Charakter weiterentwickeln könnten. Für ihn sei genau das der größte Unterschied zum früheren WWE-System unter Vince McMahon, bei dem kreative Entscheidungen oft stärker von oben vorgegeben worden seien.
Vince Russo greift Triple H öffentlich an
Die Aussagen von Cody Rhodes stehen im direkten Gegensatz zur Kritik von Vince Russo. Der ehemalige WWE-Writer hatte Triple H zuletzt in seinem Podcast „Writing with Russo“ scharf angegriffen. Russo behauptete, Triple H habe seine Position hauptsächlich wegen seiner Ehe mit Stephanie McMahon erhalten. Außerdem warf er ihm vor, kein erfolgreicher Creative-Chef zu sein und keine neuen großen Stars aufzubauen.
Russo ist der Meinung, dass Triple H eher für Rollen wie Produzent oder NXT-Verantwortlicher geeignet wäre. Den Posten als oberster kreativer Kopf hätte seiner Meinung nach eher Shane McMahon verdient. Zudem erklärte Russo, dass er WWE wegen der aktuellen kreativen Ausrichtung kaum noch verfolge. Auch MVP hatte Triple H zuletzt öffentlich kritisiert und ihm vorgeworfen, keine echten neuen Main-Event-Stars zu schaffen – wir berichteten.
Cody Rhodes gilt selbst als wichtiges Beispiel für Triple Hs System
Dass Cody Rhodes Triple H öffentlich verteidigt, überrascht allerdings nicht. Seit Triple H die kreative Kontrolle bei WWE übernommen hat, gehört Rhodes zu den größten Stars des Unternehmens.
Unter Triple H gewann Rhodes zweimal den Royal Rumble und entwickelte sich endgültig zum Main-Event-Star der WWE. Auch sein komplettes „American Nightmare“-Konzept wurde vollständig in die WWE-Shows integriert.
Deshalb sehen viele Fans gerade Rhodes selbst als eines der stärksten Argumente dafür, dass Triple Hs kreativer Ansatz funktionieren kann. Trotzdem bleibt die Diskussion über WWEs aktuelle kreative Ausrichtung unter Fans und Experten weiterhin umstritten.

Wie überhaupt nicht überraschend, dass Rhodes HHH verteidigt… Würde ich auch machen, wenn ich der Liebling vom Boss wäre und alles vorne und hinten rein gestopft bekäme.