Chelsea Green startet zweite Karriere abseits von WWE: Eine Wrestling-Gewohnheit wird dabei zum Problem

Chelsea Green hält ein WWE Mikrofon in der rechten Hand
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Chelsea Green ist längst nicht mehr ausschließlich im Wrestling aktiv. Parallel zu ihrer WWE-Karriere versucht sich die frühere Women’s United States Championesse zunehmend als Schauspielerin und hat inzwischen mehrere Film- und Fernsehprojekte umgesetzt.

Im Gespräch mit Kat Siggers bei „Spotlight“ sprach Green ausführlich darüber, wie ernst sie diesen zweiten Karriereweg inzwischen verfolgt, warum ihr ausgerechnet ihre jahrelange Wrestling-Erfahrung vor der Kamera gleichzeitig hilft und Probleme bereitet und weshalb sie sich trotz erster Erfolge noch immer manchmal fragt, ob sie überhaupt an ein Filmset gehört.

„Blue Ridge“-Rolle wurde speziell für Chelsea Green entwickelt

Eine besondere Bedeutung hat für Green ihre Rolle als Shelby Hughes in der zweiten Staffel von „Blue Ridge“, die für sie einen wichtigen Schritt in Richtung Schauspielkarriere darstellt. Die Figur wurde nach Greens Angaben von Gary Wheeler, mit dem sie bereits bei einem Weihnachtsfilm zusammengearbeitet hatte, speziell mit ihr im Hinterkopf entwickelt. Shelby ist eine selbstbewusste Frau, die sich in einem von Männern dominierten Umfeld behaupten muss.

Green erkennt darin Parallelen zu ihrer eigenen Wrestlingkarriere, in der sie sich ebenfalls über Jahre in einer traditionell männlich geprägten Branche durchsetzen musste. Die zweite Staffel von „Blue Ridge“ startete am 19. Juli 2026. Green bezeichnete die Produktion bereits zuvor als ihren eigentlichen Einstieg in die Welt des episodischen Fernsehens.

Wrestling hilft Green beim Schauspiel – sorgt aber auch für ein ungewöhnliches Problem

Ihre Wrestling-Vergangenheit bringt Green am Filmset einen Vorteil, den klassische Schauspieler nicht zwangsläufig besitzen: Sie ist es gewohnt, spontan auf unerwartete Situationen zu reagieren.

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Bei WWE Live TV kann schließlich nicht jede Sekunde exakt vorhergesehen werden. Kleine Fehler, verpasste Abläufe oder ungeplante Reaktionen müssen sofort aufgefangen werden. Für Green ist Improvisation deshalb ein selbstverständlicher Bestandteil ihrer Arbeit. Genau diese Erfahrung kommt ihr mittlerweile auch beim Schauspiel zugute.

Allerdings hat die Sache eine Kehrseite. Im Wrestling sei Green daran gewöhnt, den Sinn einer Aussage zu vermitteln, ohne jede einzelne Formulierung zwangsläufig exakt wiedergeben zu müssen. Am Filmset gelten andere Regeln. Dort soll ein geschriebener Dialog häufig wortgetreu umgesetzt werden.

Green ertappt sich offenbar immer wieder dabei, Drehbuchzeilen unbewusst zu paraphrasieren. Ihr Schauspielcoach hält diese Angewohnheit für amüsant. Solange Inhalt und Emotion der Szene erhalten bleiben, hat sich daraus bislang jedoch kein größeres Problem entwickelt.

Chelsea Green nimmt inzwischen wöchentlich Schauspielunterricht

Dass Green ihre Schauspielambitionen ernst nimmt, zeigt ihr regelmäßiger Unterricht im Class Act Studio in Orlando. Dort lernt sie nicht nur Dialoge, sondern beschäftigt sich auch mit der emotionalen Motivation hinter einzelnen Szenen.

Bei „Blue Ridge“ erlebte sie dabei einen wichtigen Entwicklungsschritt. In einer emotionalen Szene mit erfahrenen Schauspielern war Green zunächst unsicher, ob sie die nötigen Gefühle glaubwürdig vermitteln könne.

Während der Aufnahme entwickelte sich die Szene jedoch natürlicher als erwartet. Für Green war dies ein Moment, in dem sie erstmals stärker spürte, auch außerhalb des Wrestlingrings wirklich in einer Rolle aufgehen zu können.

Imposter-Syndrom begleitet Green in ihre zweite Karriere

Trotz ihrer bisherigen Erfahrungen fehlt Green als Schauspielerin noch das Selbstvertrauen, das sie sich im Wrestling über Jahre aufgebaut hat. Im Interview sprach sie offen über das sogenannte Imposter-Syndrom.

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Bei Drehbüchern und Vorsprechen bereite sie sich deshalb besonders intensiv vor, analysiere Szenen, stelle Fragen und versuche, Hinweise schnell umzusetzen. Völlig neu seien diese Zweifel für sie nicht. Ähnliche Gefühle habe sie bereits zu Beginn ihrer Wrestlingkarriere erlebt. Nun befinde sie sich nach vielen Jahren im Ring in einer neuen Branche erneut am Anfang.

Besonders das unterstützende Umfeld bei „Blue Ridge“ habe ihr dabei geholfen. Green zeigte sich dankbar dafür, dass erfahrene Kollegen und Mitarbeiter ihr Fragen beantworten und sie beim Einstieg in die Schauspielwelt unterstützen.

Nach „Blue Ridge“ folgte für Green bereits der erste Horrorfilm

Mit „Red Wedding“ drehte Chelsea Green ihren ersten Horrorfilm. Das Projekt von Josh Stolberg, der unter anderem mit dem „Saw“-Franchise verbunden ist, befindet sich inzwischen in der Postproduktion. Zum Cast gehören auch Rory Culkin und „Terrifier“-Darstellerin Lauren LaVera.

Für Green bedeuteten die Dreharbeiten eine weitere neue Erfahrung. Teilweise arbeitete sie nachts am Set und reiste anschließend direkt zu WWE SmackDown. Obwohl sie selbst kein großer Horror-Fan ist, bezeichnete sie die Produktion als wertvolle Lernerfahrung.

1 Kommentar

  1. Schauspielunterricht, vielleicht nicht wöchentlich, aber doch regelmäßig, sollte für Wrestler*innen ganz normaler Bestandteil ihres Trainings sein. Leider fehlt es in der Hinsicht bei vielen komplett. Nicht nur bei WWE.

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