Brock Lesnar meldete sich vor seinem Abschied beim Undertaker: Paul Heyman ordnet den Abschied ein

Brock Lesnar und Undertaker stehen im Ring und liefern sich einen Staredown
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Der Abschied von Brock Lesnar beschäftigt WWE auch Wochen nach SummerSlam weiter. In einer neuen Ausgabe von „Six Feet Under“ sprechen der Undertaker und Paul Heyman ungewöhnlich offen über Lesnars letzte Tage als aktiver Wrestler, seine Bedeutung für das Geschäft und einen persönlichen Moment, der bislang nicht öffentlich bekannt war.

Der Undertaker erhielt einen persönlichen Anruf von Brock Lesnar

Der Undertaker enthüllte in seinem Podcast „Six Feet Under“, dass Brock Lesnar rund um sein letztes WWE-Match noch einmal persönlich Kontakt zu ihm aufgenommen habe. Über den Inhalt wollte er nicht ins Detail gehen, betonte jedoch, wie viel ihm dieser Anruf bedeutet habe.

Für den Undertaker habe sich damit gewissermaßen ein Kreis geschlossen. Beide verbindet eine lange gemeinsame Geschichte. Bereits Anfang der 2000er-Jahre half der Undertaker dabei, den damals jungen Lesnar als glaubwürdigen Main Event Star zu etablieren.

Der Kontakt zum Ende von Lesnars Karriere habe ihm zudem erneut gezeigt, dass Lesnar das Wrestling Geschäft und dessen Traditionen deutlich stärker schätze, als ihm teilweise nachgesagt werde.

Der Undertaker widerspricht einem verbreiteten Bild von Lesnar

Lesnar wurde während seiner Karriere häufig als Wrestler wahrgenommen, der vor allem möglichst wenige Termine absolvieren und dabei möglichst viel verdienen wollte. Der Undertaker hält dieses Bild jedoch für zu oberflächlich. Seiner Einschätzung nach habe Lesnar das Wrestling-Geschäft tatsächlich geliebt und sehr genau verstanden, wie es funktioniere. Gerade der persönliche Anruf habe für ihn bestätigt, dass Lesnar die Traditionen hinter den Kulissen kannte und respektierte.

Der Undertaker zeigte sich deshalb auch nachdenklich über dessen Abschied. Mit Lesnar verschwinde ein weiterer Wrestler aus dem aktiven Geschehen, der noch eine Generation erlebt habe, in der bestimmte ungeschriebene Regeln und Formen des gegenseitigen Respekts besonders stark verankert gewesen seien.

Paul Heyman spricht über einen ungeschriebenen Ehrenkodex

Paul Heyman griff diesen Gedanken auf und erklärte, weshalb er den Kontakt zwischen Lesnar und dem Undertaker für besonders wichtig hielt. Im Wrestling gebe es einen ungeschriebenen Ehrenkodex. Selbst zwei Menschen, die sich persönlich nicht besonders nahe stünden, müssten sich im Ring vollständig darauf verlassen können, dass der andere sie schütze. Genau daraus entstehe eine besondere Form von Respekt, die auch nach vielen Jahren noch bestehen könne.

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Für Heyman gehörte ein solcher Anruf deshalb zu den Dingen, die am Ende einer Karriere einfach stattfinden müssten. Der Moment sei für ihn weniger eine öffentliche Geste als vielmehr Ausdruck einer Tradition gewesen, die Lesnar selbst offenbar sehr ernst genommen habe.

Heyman sieht eine direkte Verbindung zwischen Undertaker und Oba Femi

Besonders interessant wurde das Gespräch, als Heyman eine Parallele zwischen mehreren Wrestling-Generationen zog. Anfang der 2000er-Jahre half der Undertaker dem aufstrebenden Brock Lesnar dabei, sich endgültig im WWE-Main-Event zu etablieren. Ihre Rivalität gipfelte unter anderem im Hell in a Cell Match bei No Mercy 2002.

Mehr als zwei Jahrzehnte später übernahm Lesnar laut Heyman eine ähnliche Rolle für Oba Femi. Bei SummerSlam bestritt Lesnar ausgerechnet in einem Hell in a Cell Match sein letztes Match gegen Femi und hob nach seiner Niederlage dessen Arm.

Für Heyman schloss sich damit ein bemerkenswerter Kreis: Der Undertaker half Lesnar beim Aufstieg, Lesnar beendete später dessen WrestleMania-Serie und unterstützte am Ende seiner eigenen Karriere wiederum Oba Femi.

Das Ende der WrestleMania-Serie bleibt für Heyman ein Jahrhundertmoment

Auch WrestleMania 30 spielte im Gespräch eine große Rolle. Lesnars Sieg über den Undertaker beendete damals dessen legendäre WrestleMania-Serie und gehört bis heute zu den überraschendsten Momenten der WWE-Geschichte. Heyman bezeichnete diesen Augenblick als einen der prägendsten Momente seiner Generation.

Für ihn war dabei weniger der eigentliche Matchverlauf entscheidend als der Moment des Three-Counts, die eingeblendete Bilanz von 21:1 und die Reaktion des fassungslosen Publikums. Trotz seiner Erfolge bei der NCAA, dem Gewinn der UFC Heavyweight Championship, zahlreicher WWE-Titel und großer Matches bei WrestleMania bleibe aus Heymans Sicht das Ende der Streak der einzelne Wrestling-Moment, der am stärksten mit Lesnars Vermächtnis verbunden sei.

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Heyman wusste diesmal früh dass Lesnar wirklich aufhören wollte

Heyman sprach zudem ausführlich über Lesnars Entscheidung, seine Karriere zu beenden. Im Laufe der Jahre habe Lesnar ihm immer wieder erklärt, dass der jeweilige Vertrag sein letzter sein werde. Heyman betonte, dass Lesnar das in diesen Momenten ernst gemeint habe. Je näher das tatsächliche Vertragsende rückte, habe er sich allerdings häufig doch noch von einem weiteren Deal überzeugen lassen.

Dieses Mal habe sich die Situation anders angefühlt. Lesnar sei immer ein Realist gewesen und habe selbst erkannt, dass der Zeitpunkt gekommen sei. Diese Einschätzung passt auch zu einem Bericht aus dem Wrestling Observer. Demnach soll bereits länger vorgesehen gewesen sein, dass Lesnars Laufbahn nach dem SummerSlam 2026 endet. Sein vorheriger großer Abschiedsmoment nach WrestleMania 42 war demzufolge noch nicht als endgültiges Karriereende geplant.

Lesnar bestätigte seinen Rücktritt kurz nach SummerSlam selbst

Wenige Tage nach SummerSlam erklärte Lesnar in der „Pat McAfee Show“ öffentlich, dass er sein letztes Match bestritten habe. Er bezeichnete die Situation als emotional und machte deutlich, dass seine aktive Zeit im Ring beendet sei. Damit bestätigte er erstmals selbst, was hinter den Kulissen offenbar schon länger vorbereitet worden war – siehe hier. Für Heyman war diese Erklärung letztlich nur die öffentliche Bestätigung dessen, was er zuvor bereits gespürt hatte.

Trotz Rücktritt bleibt WrestleMania 43 ein Thema

Vollständig abgeschlossen scheint das Thema Brock Lesnar bei WWE dennoch nicht zu sein. WrestleVotes berichtete zuletzt, dass mehrere hochrangige WWE-Verantwortliche trotz seines Rücktritts mit einer Beteiligung Lesnars an WrestleMania 43 in Saudi-Arabien rechnen sollen. Ob damit tatsächlich ein weiteres Match gemeint ist, bleibt allerdings offen.

Eine Quelle hielt einen weiteren großen Auftritt für möglich. Sollte Lesnar tatsächlich nicht mehr wrestlen, könnte stattdessen auch eine Rolle rund um die WWE Hall of Fame infrage kommen. Offiziell bestätigt ist bislang keine dieser Möglichkeiten.

1 Kommentar

  1. Ich dachte zwar erst, es ging im Gespräch um die Frage, ob Lesnar den Tombstone Piledriver nutzen darf (vielleicht war das auch dabei), aber respektiert haben sich beide wohl immer sehr

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