Brock Lesnar gibt seinen Rücktritt vom professionellen Wrestling bekannt

Brock Lesnar steht im Ring und blickt ins Publikum
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Brock Lesnar hat seine außergewöhnliche Laufbahn im professionellen Wrestling offiziell beendet. Wenige Tage nach seiner Niederlage gegen Oba Femi beim WWE SummerSlam bestätigte der frühere WWE und UFC Champion, dass er nicht mehr in den Ring zurückkehren werde.

In einer Videobotschaft für „The Pat McAfee Show“ erklärte Lesnar, sein Hell in a Cell Match vom vergangenen Samstag sei sein letztes Wrestling Match gewesen. Damit räumte der 49-Jährige die Zweifel aus, die nach seinem emotionalen Abschied bei WrestleMania 42 und der überraschenden Rückkehr wenige Wochen später geblieben waren.

Lesnar blickt auf einen emotionalen letzten Auftritt zurück

Lesnar beschrieb den SummerSlam als einen besonders emotionalen Tag und bedankte sich bei allen Menschen, die ihn während seiner sportlichen Laufbahn begleitet hatten. Bereits nach seiner ersten Niederlage gegen Oba Femi bei WrestleMania 42 habe er das Gefühl gehabt, den körperlichen Anforderungen eines weiteren Matches möglicherweise nicht mehr gewachsen zu sein.

Damals legte Lesnar seine Handschuhe und Stiefel im Ring ab und umarmte seinen langjährigen Wegbegleiter Paul Heyman. Die Szene wurde weithin als Rücktritt verstanden. Lesnar entschied sich dennoch zu einer Rückkehr, weil er nach eigener Einschätzung noch genügend Kraft für ein weiteres Kapitel seiner Karriere besaß. Dieses Kapitel sei mit dem SummerSlam nun endgültig abgeschlossen.

Brock Lesnar richtet den Fokus künftig auf seine Familie

Nach dem Ende seiner Wrestlingkarriere möchte Lesnar den nächsten Abschnitt seines Lebens vor allem abseits des Rampenlichts verbringen. Der frühere WWE Champion erklärte, künftig mehr Zeit mit seiner Familie verbringen und seine Kinder bei ihren eigenen sportlichen Zielen unterstützen zu wollen.

Besonders stolz sprach Lesnar über seine Tochter Mya, die im Kugelstoßen aktiv ist und eine Teilnahme an den Olympischen Spielen 2028 anstrebt. Auch seine beiden Söhne wolle er auf ihrem Weg im Eishockey begleiten, solange dies möglich sei.

Darüber hinaus kündigte Lesnar an, wieder mehr Zeit in der Natur verbringen zu wollen. Nach fast drei Jahrzehnten im professionellen Wrestling und zahlreichen Erfolgen in WWE sowie UFC möchte der ehemalige Champion nun die Möglichkeit nutzen, das Leben außerhalb des Sports gemeinsam mit seiner Familie zu genießen.

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Die Rivalität mit Oba Femi endet nach drei Matches

Den letzten Abschnitt seiner WWE-Karriere verbrachte Lesnar vollständig in einer Rivalität mit Oba Femi. Der aufstrebende WWE-Star setzte sich zunächst bei WrestleMania 42 gegen den früheren Universal Champion durch. Lesnar kehrte später zurück, attackierte seinen Rivalen bei Raw und gewann das Rematch bei Clash in Italy.

Die Entscheidung fiel am Samstag, dem 1. August 2026, im U.S. Bank Stadium in Minneapolis. Lesnar und Femi trafen dort innerhalb von Hell in a Cell aufeinander. Für Lesnar war es eine besondere Konstellation, da er seine beiden vorherigen Matches innerhalb der Konstruktion gegen The Undertaker gewonnen hatte. Femi besiegte ihn jedoch und entschied die Rivalität damit mit 2:1 Siegen für sich.

Nach dem Match holte Lesnar seinen Gegner zurück in den Ring, umarmte ihn und hob dessen Arm. Dabei stellte er Femi als Gegenwart und Zukunft des Geschäfts heraus, während er sich selbst der Vergangenheit zuordnete. Die Szene wirkte bereits wie eine bewusste Übergabe an den jüngeren Wrestler.

WWE bereitete den Abschied bereits bei Raw vor

WWE behandelte Lesnars Niederlage schon vor dessen persönlicher Bestätigung wie das Ende einer Ära. Die Company verschob sein Profil erneut in den Alumni-Bereich und strahlte während der Raw-Ausgabe vom 3. August ein Karrierevideo aus. Darin wurde auf die wichtigsten Stationen seiner langen und außergewöhnlichen Laufbahn zurückgeblickt – siehe hier.

Roman Reigns würdigte seinen langjährigen Rivalen als einen der größten Wrestler aller Zeiten. Besonders hob er die sportliche Glaubwürdigkeit hervor, die Lesnar durch seine Erfolge im Amateurwrestling und bei UFC zu WWE gebracht habe. Reigns erinnerte zudem daran, wie viel er aus der gemeinsamen Arbeit und den zahlreichen bedeutenden Matches gegen Lesnar gelernt habe.

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Auch Oba Femi griff den Abschied bei Raw auf. Rückblickend betrachtete er Lesnars Comeback nach WrestleMania nicht mehr als Ausdruck von Missgunst, sondern als letzten Test. Nach seinem entscheidenden Sieg könne Lesnar nun zur Ruhe kommen, während für Femi der nächste Abschnitt seiner eigenen Karriere beginne.

Triple H wollte sich zunächst nicht endgültig festlegen

Unmittelbar nach dem SummerSlam hatte Triple H eine abschließende Aussage über Lesnars Zukunft noch vermieden. Der Chief Content Officer verwies auf die eindeutige Symbolik des Moments, erinnerte aber zugleich daran, dass Lesnar bereits nach WrestleMania wie ein zurückgetretener Wrestler gewirkt hatte und kurze Zeit später dennoch zurückkehrte.

Triple H stellte lediglich fest, dass Lesnar gewöhnlich seine Entscheidungen selbst treffe. Damit blieb zu diesem Zeitpunkt theoretisch die Möglichkeit eines weiteren Comebacks bestehen. Mit seiner persönlichen Erklärung hat Lesnar diese Tür nun selbst geschlossen. Frühere Berichte über ein mögliches zusätzliches Match entsprechen deshalb nicht mehr dem aktuellen Stand.

Eine Karriere zwischen WWE, UFC und Amateurwrestling

Lesnar hinterlässt eine Laufbahn, die weit über WWE hinausreichte. Er gewann als Student die NCAA Division I Championship, wurde innerhalb weniger Monate nach seinem WWE-Debüt erstmals WWE Champion und errang später auch die UFC Heavyweight Championship. Nach fast zehnjähriger Abwesenheit kehrte er 2012 zu WWE zurück und beendete zwei Jahre später die ungeschlagene WrestleMania-Serie des Undertakers.

Insgesamt gewann Lesnar siebenmal die WWE Championship und dreimal die Universal Championship. Hinzu kamen zwei Siege im Royal Rumble Match sowie der King of the Ring Sieg im Jahr 2002. Sein letzter WWE-Abschnitt diente vor allem dazu, Oba Femi als einen der bedeutendsten Stars der kommenden Generation zu etablieren.

Nach mehreren vermeintlichen Abschieden stammt die endgültige Botschaft dieses Mal von Lesnar selbst. Sein Match gegen Femi beim SummerSlam bleibt damit der Schlusspunkt einer Karriere, die professionelles Wrestling und Mixed Martial Arts auf eine Weise miteinander verband, die nur wenigen Athleten gelungen ist.

6 Kommentare

  1. Nein, es ist noch nicht vorbei. Er wird sicher beim Royal Rumble zurückkehren und dann einen letzten Run bei WrestleMania starten. Die Saudis zahlen dafür.

  2. Vor allem macht mich stutzig an der ganzen Sache, dass man das nicht schon beim Summerslam gebracht hat. Und er hat es ja schon einmal gefaked, damit die Überraschung umso größer ist bei seinem Return. Ein Rücktritt, einfach so bekanntzugeben, wirkt ja auch völlig verschenkt und unwürdig.

    • Beim letzten Rücktritt, der eigentlich echt war, hat er gemerkt das er noch ein Match in sich hat. Deswegen ist er zurückgekommen. Dieses Match hat bestritten und jetzt Offiziell von sich aus seine Karriere beendet.

  3. Wenn das Brock Lesnars letztes Match gewesen ist, ist es Brock Lesnars letztes Match gewesen. War es nicht sein letztes Match, dann eben nicht. Genauso interessant: In Frankfurt ist eine Bockwurst geplatzt.

  4. Ich finde das es besser wäre wenn er bei RAW zum Ring gekommen wäre und persönlich dem Publikum in der Arena das Ende seiner Karriere verkündet hätte. Per Videobotschaft finde ich das sehr billig.

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