AJ Styles hinterfragt WWEs SummerSlam-Strategie: Ein Punkt bereitet ihm Sorgen

AJ Styles befindet sich sichtlich angespannt im Backstagebereich
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AJ Styles ist noch nicht davon überzeugt, dass die Ausweitung des SummerSlam auf zwei Abende automatisch als großer Erfolg angesehen werden kann. Der WWE-Veteran erkennt zwar an, dass die Veranstaltung an beiden Tagen deutlich mehr Zuschauer anzieht als eine gewöhnliche Arenashow.

Gleichzeitig fragt er sich jedoch, ob die bisherigen Ticketverkäufe den Erwartungen entsprechen, die WWE an eine zweitägige Großveranstaltung in einem Stadion stellt.

Styles bewertet die bisherigen Ticketzahlen zwiespältig

Im „The Phenomenally Retro Podcast“ wurde Styles mit den damaligen Ticketzahlen für den SummerSlam konfrontiert. Zum Zeitpunkt der Aufzeichnung waren für beide Veranstaltungstage jeweils ungefähr 22.000 Tickets verteilt worden.

Styles stellte klar, dass eine solche Zuschauerzahl keineswegs als Misserfolg bezeichnet werden könne. Mehr als 20.000 Besucher an zwei aufeinanderfolgenden Tagen seien beachtlich und lägen deutlich über der Kapazität vieler Hallen, in denen WWE normalerweise ihre wöchentlichen Shows und kleinere Premium Live Events veranstaltet.

Für Styles stellt sich dennoch die Frage, welches Ziel WWE mit dem zweitägigen Stadionformat verfolgt. Soll vor allem ein ausverkauftes und entsprechend beeindruckendes Stadion präsentiert werden, könnten die bisherigen Zahlen als enttäuschend gelten. Gehe es dagegen in erster Linie darum, mit zwei Veranstaltungstagen insgesamt möglichst hohe Einnahmen zu erzielen, könne die Bewertung deutlich positiver ausfallen.

Styles geht davon aus, dass WWE mit dem SummerSlam auch ohne einen vollständigen Ausverkauf Geld verdienen wird. Allein die finanziellen Einnahmen beantworteten für ihn jedoch noch nicht die Frage, ob die Ausweitung auf zwei Tage auch langfristig als Erfolg angesehen werden könne.

Hohe Ticketpreise könnten den Verkauf gebremst haben

Als möglichen Grund für den zunächst verhaltenen Ticketverkauf nannte Styles die hohen Preise. WWE sei in den vergangenen Jahren nicht dafür bekannt gewesen, Tickets für seine größten Veranstaltungen besonders günstig anzubieten. Selbst Sitzplätze in den oberen Bereichen eines Stadions könnten für viele Fans noch immer eine erhebliche finanzielle Belastung darstellen.

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Styles würde es deshalb bevorzugen, die günstigsten Plätze zu niedrigeren Preisen anzubieten. Anstatt große Bereiche des Stadions leerstehen zu lassen, könnte die WWE die Preise für Sitzplätze, die weit vom Ring entfernt sind, stark reduzieren und dadurch zusätzliche Zuschauer ins Stadion bringen.

Eine vollere Kulisse würde nach Ansicht von Styles nicht nur optisch besser wirken. Mehr Fans könnten auch für eine lautere Atmosphäre sorgen und damit die Wirkung der Veranstaltung für das Fernsehpublikum verbessern. Für ihn wäre es daher sinnvoller, bestimmte Plätze sehr günstig zu verkaufen, als an höheren Preisen festzuhalten und dafür größere freie Bereiche in Kauf zu nehmen.

WWE reagierte mit einer kurzfristigen Rabattaktion

Wenig später führte WWE tatsächlich eine neue Preisaktion für den SummerSlam ein. Minnesota-Vikings-Star Justin Jefferson kündigte während des Saturday Night’s Main Event an, dass ausgewählte Tickets mit dem Aktionscode „JJETS“ für einen begrenzten Zeitraum bereits ab 25 US-Dollar erhältlich seien.

Die Aktion zeigte offenbar Wirkung. WrestleTix meldete zunächst einen Anstieg auf 27.275 verteilte Tickets für den ersten Abend am Samstag, dem 1. August. Bereits einen Tag später folgte jedoch ein weiteres deutliches Plus: Am 21. Juli lag die Schätzung für den Samstag bei 29.170 verteilten Tickets. Damit kamen innerhalb von fünf Tagen mehr als 6.000 Tickets hinzu.

Auch für den zweiten Abend am Sonntag, dem 2. August, legte der Absatz deutlich zu. WrestleTix meldete am 20. Juli zunächst 26.811 verteilte Tickets. Inzwischen liegt die Zahl Berichten zufolge bei etwas mehr als 27.000. Ein genauerer aktueller WrestleTix-Wert wurde öffentlich zuletzt jedoch nicht ausgewiesen.

Parallel dazu passte WWE die Stadionkonfiguration an die gestiegene Nachfrage an. Für den Samstag war der U.S. Bank Stadium zuletzt auf 31.704 Plätze eingerichtet, für den Sonntag auf 31.425. Sollten sich die Verkäufe in den letzten Tagen vor der Veranstaltung weiter positiv entwickeln, könnten zusätzliche Bereiche freigegeben werden.

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Damit ist der SummerSlam zwar weiterhin nicht ausverkauft, der Abstand zur derzeit freigegebenen Kapazität hat sich jedoch deutlich verringert. Besonders der Samstag profitierte erheblich von der kurzfristigen Preisaktion.

Die Entwicklung passt zugleich zu AJ Styles’ Einschätzung, dass WWE in den letzten Wochen vor der Veranstaltung noch einen spürbaren Anstieg bei den Ticketverkäufen erreichen könnte. Seine Empfehlung, besonders die günstigeren Plätze preislich attraktiver zu gestalten, wurde durch die Rabattaktion zumindest teilweise umgesetzt.

Nicht jede WWE-Großveranstaltung benötigt zwei Abende

Styles äußerte außerdem grundsätzliche Zweifel daran, ob WWE neben WrestleMania weitere Premium Live Events dauerhaft auf zwei Tage verteilen sollte. WrestleMania habe sich inzwischen als vollständiges Veranstaltungswochenende etabliert. Daraus folge für ihn jedoch nicht automatisch, dass dasselbe Format auch bei jeder anderen großen WWE-Show funktionieren müsse.

Der SummerSlam könnte deshalb als wichtiger Test für die Zukunft dienen. Sollte WWE mit beiden Abenden hohe Einnahmen erzielen und genügend Zuschauer in das Stadion bringen, könnte die Company das Konzept möglicherweise auch auf weitere Großveranstaltungen ausweiten.

Styles selbst bevorzugt weiterhin Shows, die innerhalb eines Abends abgeschlossen werden. Aus seiner Sicht muss sich erst noch zeigen, ob ein zweitägiger SummerSlam den Fans und WWE tatsächlich einen ausreichenden Mehrwert bietet oder ob das Format hauptsächlich dazu dient, zusätzliche Tickets, mehr Übertragungsstunden und weitere Veranstaltungspakete zu verkaufen.

Der SummerSlam 2026 findet am Samstag, dem 1. August, und Sonntag, dem 2. August, im U.S. Bank Stadium in Minneapolis statt. Es ist der zweite SummerSlam, den WWE auf zwei Abende verteilt. Trotz der deutlichen Verbesserung bei den Ticketzahlen bleibt weiterhin offen, nach welchen Maßstäben die Company das Stadionwochenende am Ende als Erfolg bewerten wird.

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