WWE geht erneut gezielt auf Konfrontationskurs: Worlds Collide trifft direkt auf AEW All Out

Das Bild zeigt die Logos von WWE Worlds Collide und AEW All Out in einer dramatisch geteilten Arena-Kulisse mit blau-roter Lichtstimmung und einem zentralen Energieeffekt, der den direkten Konkurrenzkampf beider Events symbolisiert
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Am 26. September richtet sich der Blick der Wrestling-Welt auf zwei große Veranstaltungen im Großraum Chicago. Dass die WWE und die AEW ihre Shows nicht nur am selben Tag, sondern auch in unmittelbarer geografischer Nähe veranstalten, könnte dabei weniger zufällig sein, als es zunächst den Anschein hat.

WWE soll Worlds Collide bewusst zeitgleich mit AEW All Out starten

Die WWE Worlds Collide Veranstaltung findet am 26. September in der Allstate Arena in Rosemont, Illinois, statt und soll um 20 Uhr Ortszeit (bei uns um 2 Uhr nachts) beginnen. Zur gleichen Zeit soll in der nur rund 30 Minuten entfernten NOW Arena in Hoffman Estates der AEW-Pay-per-View „All Out” stattfinden. Laut WrestleVotes hat die WWE diese Startzeit bewusst gewählt, um mit der Konkurrenzveranstaltung um die Aufmerksamkeit der Wrestling-Fans zu kämpfen.

Besonders interessant ist dabei das unterschiedliche Geschäftsmodell: Worlds Collide wird kostenlos über YouTube ausgestrahlt, während Fans für AEW All Out einen kostenpflichtigen Pay-per-View-Zugang benötigen.

Der direkte Konkurrenzkampf zeichnete sich bereits im Sommer ab

Dass WWE und AEW am selben Tag im selben Großraum auftreten, sorgte schon bei der Terminankündigung für Reaktionen. AEW hatte All Out zunächst für den 26. September in Hoffman Estates angekündigt. Wenige Tage später folgte WWE mit Worlds Collide in Rosemont, wodurch schnell der Eindruck entstand, dass es sich um gezieltes Gegenprogramm handeln könnte.

Tony Khan äußerte sich im Juli ebenfalls zu dieser Situation und machte deutlich, dass er aggressive Terminsetzungen durch Konkurrenten inzwischen einkalkuliere. Gleichzeitig erklärte der AEW-Präsident, dass man den Wettbewerb akzeptiere.

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Worlds Collide bekommt mit CM Punk zusätzliche Aufmerksamkeit

Bei Worlds Collide setzt die WWE auf eine Kombination aus WWE-, NXT- und AAA-Talenten. Eine vollständige Matchcard wurde bislang noch nicht veröffentlicht, allerdings wurde CM Punk inzwischen offiziell für die Veranstaltung beworben. Damit steht einer der größten Namen der WWE ausgerechnet bei der Show im Mittelpunkt, die parallel zu einem der wichtigsten Pay-per-Views von AEW des Jahres läuft.

Für Punk selbst wurde bisher jedoch kein Match bestätigt. Die WWE hat jedoch bereits mit seiner Vergangenheit gespielt und eine mögliche Rückkehr der Maske angedeutet, die Punk während seiner Zeit in der Straight-Edge-Society im Jahr 2010 trug. Schon zuvor hatte Punk selbst Interesse daran erkennen lassen, bei Worlds Collide möglicherweise erneut auf dieses Element seiner früheren WWE-Darstellung zurückzugreifen.

Auch die Matchcard für Worlds Collide nimmt langsam Gestalt an

Während WWE bei den konkreten Begegnungen noch zurückhaltend ist, zeichnet sich zumindest ein weiteres Championship-Programm ab. Bei TripleMania soll in einem Fatal 4-Way Match eine Herausforderin auf den AAA Reina de Reinas Championship ermittelt werden. Die Siegerin ist für ein Titelmatch bei Worlds Collide vorgesehen, wobei zunächst auch die aktuelle Titelverteidigung der Championesse abgewartet werden muss.

Damit bleibt WWE aktuell noch einiges an Raum, um die Card in den kommenden Wochen aufzuwerten. Gerade vor dem Hintergrund der direkten Konkurrenz mit All Out dürfte interessant werden, welche weiteren Namen für die kostenlose YouTube-Veranstaltung angekündigt werden und ob WWE zusätzliche Überraschungen für den Abend bereithält.

AEW setzt bei All Out bereits auf mehrere große Matches

Die AEW ist bei ihrer eigenen Matchcard schon deutlich weiter. Für „All Out” wurde unter anderem das Match Will Ospreay gegen Jon Moxley um die AEW World Championship angekündigt. Hinzu kommen weitere große Begegnungen, darunter ein Ladder Tag Team Match. Damit verfügt AEW bereits früh über eine Card, die den Pay-per-View als eine der wichtigsten Shows des Herbstes positionieren soll.

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Auch außerhalb der Arena versucht AEW, den Veranstaltungstag aufzuwerten. So ist vor All Out in unmittelbarer Nähe der NOW Arena eine kostenlose Block Party mit Live-Musik, Fragerunden, Fotomöglichkeiten und weiteren Aktivitäten für Fans geplant. Damit setzen beide Unternehmen nicht ausschließlich auf die Matches, sondern versuchen, ein größeres Erlebnis rund um ihre Veranstaltungen zu schaffen.

WWE könnte mit dem kostenlosen Stream einen besonderen Vorteil besitzen

Die vielleicht interessanteste Ausgangslage entsteht jedoch durch die kostenlose Verfügbarkeit von Worlds Collide. Wrestling-Fans müssen sich am 26. September nicht nur zwischen zwei Shows, sondern auch zwischen einem frei zugänglichen WWE-Stream und einem kostenpflichtigen AEW-Pay-per-View entscheiden, die beide zeitgleich stattfinden.

Ob WWE All Out demzufolge tatsächlich messbar Zuschauer oder Käufe kosten wird, lässt sich im Vorfeld nicht beurteilen. Der direkte Vergleich dürfte jedoch mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt werden. Sollte WrestleVotes mit der Information über die bewusst gewählte Startzeit richtig liegen, wäre Worlds Collide eines der deutlichsten Beispiele für das direkte Gegenprogramm zwischen WWE und AEW in diesem Jahr.

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