Alex Windsor über Will Ospreays riskante Seite: Warum sie bei einer AEW-Idee auf ein Machtwort hoffte

Alex Windsor und Will Ospreay posieren eng nebeneinander vor einer farbenfrohen Blumenwand. Der AEW-Wrestler legt dabei seinen Arm um seine Frau und beide blicken in die Kamera

Alex Windsor und Will Ospreay stehen vor einem besonderen Tag. Beide treten bei „AEW All In” im Londoner Wembley-Stadion an und könnten die größte Show des Jahres mit Championship-Gold verlassen.

Der Weg dorthin war jedoch alles andere als selbstverständlich. Windsor sprach nun über schwierige Phasen ihrer gemeinsamen Karriere, ihre Sorgen wegen Ospreays riskanter Aktionen und darüber, welche Rolle ihr Ehemann dabei spielte, dass sie selbst dem Wrestling erhalten blieb.

Will Ospreay hielt Alex Windsor vom Karriereende ab

Im Gespräch mit SHAK Wrestling blickte Windsor auf eine Phase zurück, in der sie ernsthaft daran zweifelte, noch einmal in den Ring zurückzukehren. Mehrere Verletzungen hatten ihre Karriere immer wieder zurückgeworfen und schließlich stellte sich für sie die Frage, ob sie den mühsamen Weg einer weiteren Rückkehr noch einmal auf sich nehmen wollte.

Ospreay gehörte damals zu den Menschen, die sie davon überzeugten, nicht aufzugeben. Windsor schreibt ihm einen großen Anteil daran zu, dass sie ihrer Wrestling-Karriere eine weitere Chance gab und sich zurückkämpfte. Noch einige Jahre zuvor habe sie selbst nicht gewusst, ob sie jemals wieder wrestlen würde.

Inzwischen steht Windsor bei AEW unter Vertrag und tritt im Wembley Stadium um die AEW Women’s World Tag Team Championship an. Gemeinsam mit Jamie Hayter fordert sie als Brawling Birds die Championessen Megan Bayne und Lena Kross von Divine Dominion heraus. Angesichts ihrer damaligen Zweifel wirke diese Entwicklung für Windsor noch immer surreal.

Später musste Windsor Ospreay durch seine eigene schwere Verletzung begleiten

Später kehrten sich die Rollen um. Als Ospreays Nackenprobleme immer schwerwiegender wurden, musste Windsor ihren Partner durch eine Phase begleiten, in der plötzlich seine eigene Wrestling-Karriere auf dem Spiel stand.

Besonders eindrücklich erinnerte sie sich an eine Autofahrt durch ihre Nachbarschaft. Ospreay saß am Steuer, als ein Schmerz plötzlich bis in seine Hand ausstrahlte. Für Windsor war dies der Moment, in dem ihr klar wurde, dass es sich nicht um gewöhnliche Beschwerden handelte, die nach einigen Tagen wieder verschwinden würden.

Da Ospreay zu diesem Zeitpunkt weder trainierte noch zuvor ein Match bestritten hatte, löste die Situation bei ihr Alarm aus. Selbst bei einer alltäglichen Tätigkeit hatte er erhebliche Beschwerden, wodurch Windsor erkannte, dass die Verletzung deutlich ernster sein musste als zunächst angenommen.

Siehe auch  Chris Jericho denkt bei AEW um: Seine Rolle hat sich grundlegend verändert

Die ersten Wochen der Genesung belasteten Ospreay besonders

Auch die Zeit nach der Nackenoperation beschreibt Windsor als schwierig. In den ersten Wochen durfte Ospreay kaum etwas heben und war im Alltag stark eingeschränkt. Für jemanden, dessen Berufsleben auf körperlicher Leistungsfähigkeit basiert, sei dies besonders frustrierend gewesen.

Windsor versuchte zunächst, ihm die Fortschritte während der Rehabilitation vor Augen zu führen. Mit jeder Woche sei er seinem nächsten medizinischen Meilenstein nähergekommen. Gleichzeitig habe sie gelernt, dass Ospreay nicht immer Aufmunterung oder einen Lösungsvorschlag gebraucht habe.

Manchmal habe sie ihn einfach seinen Frust aussprechen lassen. Windsor kennt diese Situation aus eigener Erfahrung, da sie selbst eine Kreuzbandrekonstruktion und eine Meniskusoperation hinter sich hat. Daher wusste sie, wie belastend das Gefühl sein kann, selbst alltägliche Dinge plötzlich nicht mehr alleine bewältigen zu können.

Ospreay bezeichnet Windsor als wichtigen Rückhalt während seiner Reha

Auch Ospreay selbst hat zuletzt hervorgehoben, wie bedeutend Windsors Unterstützung während dieser Zeit für ihn war. Gerade ihre eigenen Erfahrungen mit schweren Verletzungen hätten dazu geführt, dass sie seine Situation besser verstehen konnte als viele andere Menschen.

Während Ospreay zuvor über Jahre hinweg ständig für Wrestling-Veranstaltungen unterwegs gewesen war, änderten sich während seiner Genesungsphase die Rollen. Windsor setzte ihre eigene Karriere fort, während Ospreay zu Hause an seiner Rückkehr arbeitete. Die gemeinsame Erfahrung scheint ihre Beziehung auch auf professioneller Ebene noch einmal verändert zu haben.

Umso bemerkenswerter ist es, dass Windsor Ospreys Bereitschaft, im Ring außergewöhnliche Risiken einzugehen, keineswegs immer gelassen betrachtet.

Windsor hoffte bei Ospreays Käfig-Spot auf ein Machtwort von AEW

Als Beispiel nannte sie Ospreays Steel Cage Match gegen Kyle Fletcher bei AEW Revolution 2025. Bereits vor der Veranstaltung hatte Ospreay ihr erzählt, dass beide einen Spanish Fly von der Spitze des Käfigs planten. Windsors unmittelbare Reaktion fiel wenig begeistert aus, da sie sich fragte, warum jemand ein derartiges Risiko freiwillig eingehen würde.

Besonders aufmerksam wurde sie, als Ospreay ihr berichtete, dass auch Christopher Daniels Zweifel geäußert habe, ob er und Fletcher den Spot körperlich sicher durchführen könnten. Windsor hoffte daraufhin, dass ein Verantwortlicher bei AEW die Idee möglicherweise noch stoppen würde. Ihr war bewusst, dass ihre eigenen Einwände als Partnerin wenig überraschend waren, doch die Bedenken eines erfahrenen Agents betrachtete sie als deutlich gewichtiger.

Siehe auch  Samantha Irvins Sperrfrist endet bald: Weitere Details zu ihrem WWE-Vertrag enthüllt

Ospreay teilte ihr anschließend allerdings nicht mit, ob der Spot tatsächlich gestrichen worden war. Da Windsor nicht bei der Show anwesend war, verfolgte sie das Match gemeinsam mit Freunden. Als Ospreay und Fletcher schließlich auf den Käfig kletterten und sich entsprechend positionierten, erkannte sie sofort, dass ihre Befürchtung Realität werden würde.

Alex Windsor hat es aufgegeben, Ospreay solche Ideen auszureden

Windsor erinnerte sich daran, dass sie eigentlich nicht hinsehen wollte, gleichzeitig aber unbedingt verfolgen musste, ob beide sicher landen würden. Ospreay und Fletcher führten den spektakulären Spanish Fly schließlich tatsächlich aus und konnten das Match fortsetzen.

Die Erfahrung führte bei Windsor zu einer ernüchternden Erkenntnis. Sie sei noch nie besonders erfolgreich darin gewesen, Ospreay gefährliche Wrestling-Ideen auszureden, und habe inzwischen weitgehend aufgehört, es überhaupt zu versuchen. Sobald er von einem außergewöhnlichen Spot überzeugt sei, lasse er sich offenbar nur schwer davon abbringen.

Windsor glaubt, dass Ospreay seinen großen Wembley-Moment verdient hat

Trotz dieser Sorgen sprach Windsor ausgesprochen positiv darüber, was Ospreays heutige Position für sie bedeutet. Ihrer Ansicht nach hat er sich seinen großen Moment im Wembley-Stadion verdient, nicht nur aufgrund seiner Leistungen im Ring, sondern auch wegen seiner Unterstützung für andere Menschen im Wrestling.

Windsor glaubt sogar, dass Ospreay selbst teilweise unterschätzt, wie viele Wrestler und Fans hinter ihm stehen. Er habe in seiner Karriere immer wieder anderen geholfen und investiere sehr viel Energie in die Menschen um ihn herum. Alleine wenn sie ihn über die Bedeutung von Wembley sprechen höre, werde sie deshalb emotional.