Adam Copeland und John Cena prägten über Jahre hinweg eine der bekanntesten Rivalitäten ihrer WWE-Generation. Als Cena 2025 seine Abschiedstour absolvierte, hofften deshalb viele Fans auf ein letztes Aufeinandertreffen der beiden früheren Erzrivalen. Dazu kam es bekanntlich nicht.
Copeland hat nun genauer eingeordnet, wie er selbst auf diese verpasste Gelegenheit blickt und welche Rolle AEW dabei aus seiner Sicht gespielt hätte.
Adam Copeland blickt auf die verpasste Cena-Gelegenheit zurück
Im Gespräch mit Ariel Helwani wurde Copeland auf John Cenas Abschiedstour 2025 angesprochen. Die gemeinsame Vergangenheit der beiden machte eine letzte Begegnung für viele Wrestling-Fans zu einem naheliegenden Wunsch, schließlich gehörten Edge und Cena insbesondere Mitte der 2000er-Jahre zu den wichtigsten Gegenspielern bei WWE.
Copeland machte deutlich, dass er die Bedeutung dieser Verbindung versteht. Beide standen sich während ihrer gemeinsamen WWE-Zeit mehrfach in großen Titelmatches gegenüber und entwickelten eine Rivalität, die bis heute eng mit ihren jeweiligen Karrieren verbunden wird.
Während Cenas Abschiedsjahr war Copeland allerdings längst bei All Elite Wrestling unter Vertrag. Damit hätte ein erneutes Match eine Zusammenarbeit zwischen WWE und AEW erfordert, die letztlich nicht zustande kam.
Tony Khan hätte einer Zusammenarbeit laut Copeland wohl zugestimmt
Copeland glaubt allerdings nicht, dass AEW-Präsident Tony Khan grundsätzlich ein Hindernis dargestellt hätte. Seiner Einschätzung nach hätte Khan verstanden, welchen Stellenwert ein letztes Aufeinandertreffen von Edge und John Cena für viele Fans hätte.
Der frühere WWE-Star geht deshalb davon aus, dass Khan einem einmaligen Auftritt einer besonderen Zusammenarbeit grundsätzlich offen gegenübergestanden hätte. Copeland verwies dabei auf Khans großes Interesse an der Wrestling-Geschichte und dessen Verständnis dafür, welche Paarungen für bestimmte Generationen eine besondere Bedeutung besitzen.
WWE nahm offenbar nie Kontakt mit AEW auf
Ein älteres Interview mit Tony Khan liefert zu diesem Punkt eine entscheidende Ergänzung. Bereits im November 2025 wurde der AEW-Präsident von Ariel Helwani gefragt, ob WWE im Verlauf von Cenas Abschiedstour Kontakt wegen Adam Copeland aufgenommen habe. Khan stellte damals klar, dass es keine entsprechende Anfrage gegeben habe. WWE habe AEW weder wegen eines möglichen Auftritts Copelands noch wegen eines Matches zwischen Edge und Cena kontaktiert.
Damit lässt sich die Situation deutlich eingrenzen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass AEW ein geplantes Match blockierte oder Tony Khan eine konkrete Anfrage ablehnte. Ebenso wenig ist bekannt, dass WWE bereits kreative Pläne entwickelt hatte, die später verworfen wurden. Was bleibt, ist eine nicht genutzte Möglichkeit, von der Copeland heute glaubt, dass AEW ihr vermutlich offen gegenübergestanden hätte.
Edge gegen John Cena prägte eine ganze WWE-Ära
Dass diese Frage selbst Jahre später noch gestellt wird, hängt mit der Bedeutung ihrer gemeinsamen Geschichte zusammen. Edge und Cena standen insbesondere 2006 im Mittelpunkt mehrerer großer WWE-Momente.
Edge löste bei New Year’s Revolution erstmals den Money in the Bank Vertrag ein und nahm Cena unmittelbar nach dessen Elimination Chamber Match die WWE Championship ab. Damit begann eine Rivalität, die sich über mehrere Monate erstreckte und unter anderem zum TLC Match bei Unforgiven in Toronto führte.
Auch in späteren Jahren kreuzten sich ihre Wege immer wieder. Die Rivalität wurde dadurch zu einem festen Bestandteil beider Karrieren, obwohl sie längst nicht während ihrer gesamten WWE-Zeit unmittelbar miteinander verbunden waren.
Gerade deshalb erschien ein letztes Treffen während Cenas Abschiedstour für viele Beobachter reizvoll. Es hätte eine der bekanntesten Rivalitäten seiner Karriere noch einmal aufgegriffen, ohne zwingend eine längere Storyline zu benötigen.
Copelands Wechsel zu AEW machte die Situation komplizierter
Als Cena seine Abschiedstour absolvierte, hatte Copeland seine eigene WWE-Laufbahn bereits abgeschlossen. Nach dem Ende seines Vertrages im Jahr 2023 wechselte er zu AEW und debütierte im Oktober desselben Jahres bei WrestleDream.
Copeland hat inzwischen mehrfach erklärt, dass dieser Wechsel für ihn weit mehr als nur ein Wechsel zwischen zwei Promotions war. Ohne AEW hätte er seine Karriere nach eigener Einschätzung vermutlich wesentlich früher beendet. Gleichzeitig möchte er seine aktive Laufbahn heute auch bei All Elite Wrestling abschließen.
Damit unterscheidet sich seine Situation grundlegend von ehemaligen WWE-Stars, die lediglich für einen einzelnen Abschiedsauftritt zurückkehren könnten. Copeland ist weiterhin ein aktiver Bestandteil eines konkurrierenden Unternehmens und übernimmt dort eine wichtige Rolle im TV.