Neue Details zu Randy Ortons WWE-Vertrag: Warum das Unternehmen auf eine Klausel verzichtete

Randy Orton macht eine Ansage

Randy Orton gehört seit mehr als zwei Jahrzehnten zu den wichtigsten Namen bei WWE und befindet sich auch heute noch fest in den langfristigen Planungen des Unternehmens. Neue Aussagen von Sean Ross Sapp liefern nun zusätzliche Hintergründe dazu, wie bewusst WWE vor zwei Jahren mit seiner Vertragssituation umging.

WWE regelte Randy Ortons Zukunft ungewöhnlich früh

Sean Ross Sapp sprach in einer aktuellen Fragerunde von Fightful Select ausführlicher darüber, wie WWE im Jahr 2024 mit auslaufenden Verträgen umging. Während bei einigen Talenten Verhandlungen erst sehr spät aufgenommen wurden (siehe hier), soll Randy Ortons Situation bewusst deutlich früher geklärt worden sein.

Nach Sapps Angaben gehörte Orton zu den Wrestlern, deren neuer Vertrag bereits mehrere Monate vor dem Ende der vorherigen Vereinbarung abgeschlossen wurde. Orton selbst bestätigte anschließend, dass er einen neuen Fünfjahresvertrag unterschrieben hatte. Der Deal bindet den 14-maligen World Champion bis Ende 2029 an WWE.

Dabei hätte das Unternehmen offenbar auch einen anderen Weg einschlagen können. Ortons vorheriger Vertrag stammte aus dem Jahr 2019 und war ursprünglich ebenfalls auf fünf Jahre ausgelegt. Aufgrund seiner langen verletzungsbedingten Auszeit hätte WWE theoretisch versuchen können, zusätzliche Zeit an diese Vereinbarung anzuhängen.

Die lange Verletzungspause hätte zum Vertragsfaktor werden können

Orton fiel nach einer schweren Rückenverletzung rund 18 Monate aus. Sein letztes Match vor der Pause bestritt er im Mai 2022, ehe er sich mehreren medizinischen Behandlungen unterziehen musste und lange unklar war, ob er überhaupt noch einmal in den Ring zurückkehren könnte.

Schließlich feierte er im November 2023 bei der „Survivor Series” sein Comeback. Zu dieser Zeit wurde berichtet, dass die WWE aufgrund der langen Ausfallzeit die Möglichkeit geprüft haben könnte, sogenannte „Injury Time” an Ortons bestehenden Vertrag anzuhängen. Das hätte bedeutet, dass er einen Teil der verpassten Monate zu den Konditionen seines alten Vertrags nachholen müsste. Letztlich kam es jedoch nicht dazu.

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Sapp erklärte nun, dass WWE stattdessen großen Wert darauf gelegt habe, Orton zufriedenzustellen und ihn langfristig im Unternehmen zu halten. Seine Einschätzung lautet, dass es für die Beziehung zwischen beiden Seiten wenig produktiv gewesen wäre, Orton nach seiner langen Verletzung auf einer Vertragsklausel festzuhalten und ihm zusätzliche Monate zu den Konditionen von 2019 aufzuerlegen.

WWE wollte offenbar keinen unnötigen Konflikt riskieren

Sapp machte deutlich, dass die Verantwortlichen Orton als einen Wrestler betrachteten, den man keinesfalls wegen einer technischen Vertragsfrage verärgern wollte. Seiner Einschätzung nach hätte es bei Orton verständlicherweise für Unmut sorgen können, wenn WWE ihm nach seiner Genesung erklärt hätte, er müsse aufgrund seiner Verletzung weiterhin unter dem alten Vertrag arbeiten.

Stattdessen wurde anerkannt, dass Orton seine fünf Jahre unter der vorherigen Vereinbarung absolviert hatte und einen neuen Vertrag verdient habe. Dabei spielte offenbar nicht nur Ortons Stellung innerhalb des Unternehmens eine Rolle. Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bei WWE hatten sich seit seiner Vertragsunterzeichnung 2019 erheblich verändert.

Die finanziellen Bedingungen hatten sich seit 2019 deutlich verändert

Bereits bei den ersten Berichten über Ortons Vertragsverlängerung wurde darauf hingewiesen, dass ein neuer Vertrag die veränderte Situation im Wrestling-Geschäft besser widerspiegeln sollte. Zwischen 2019 und 2024 stiegen die Einnahmen von WWE erheblich. Gleichzeitig veränderten sich unter anderem die Medienrechte, internationale Veranstaltungen, Sponsoring-Möglichkeiten und die gesamte finanzielle Struktur nach der Gründung von TKO. Auch die Bedingungen, unter denen Topstars neue Verträge abschlossen, hatten sich entsprechend verändert.

Sapp erklärte deshalb, dass es für WWE wenig sinnvoll gewesen wäre, Orton zusätzliche Zeit unter einem fünf Jahre alten Vertrag aufzuzwingen, während sich das Gehaltsniveau für Spitzenstars inzwischen deutlich weiterentwickelt hatte. Stattdessen entschied sich WWE für einen komplett neuen Fünfjahresvertrag.

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Orton selbst bestätigte später seine langfristige Bindung

Randy Orton bestätigte nach Bekanntwerden der Verlängerung persönlich, dass seine neue Vereinbarung eine Laufzeit von fünf Jahren besitzt. Damit steht der WWE-Veteran nach aktuellem Stand bis Ende 2029 unter Vertrag. Eine langfristige Zukunft im Unternehmen war für ihn zu diesem Zeitpunkt offenbar ohnehin kein Problem.

Orton erklärte später mehrfach, dass er seine Karriere so lange fortsetzen wolle, wie sein Körper dies zulasse. Inzwischen hat er zudem angedeutet, dass er sich nach dem Ende seines aktuellen Vollzeitvertrages auch einen reduzierten Zeitplan nach dem Vorbild des Undertakers vorstellen könnte.