Jim Ross über Vince McMahons Zukunft und seine eigene AEW-Rückkehr

Jim Ross und Vince McMahon halten sich im Backstagebereich auf
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Jim Ross hat sich in einer neuen Ausgabe seines Podcasts „Grilling JR“ gleich zu mehreren aktuellen Themen geäußert. Der WWE Hall of Famer sprach über die Zukunft von Vince McMahon außerhalb von WWE, kritisierte die aus seiner Sicht einseitige Berichterstattung vieler Wrestling-Medien und gab zudem ein persönliches Update zu einer möglichen Rückkehr an das AEW-Kommentatorenpult.

Ross rechnet mit einer Wrestling-Rückkehr von Vince McMahon

Nach Einschätzung von Jim Ross wird Vince McMahon der Wrestlingbranche langfristig nicht vollständig den Rücken kehren. Ein dauerhaftes Leben im Ruhestand passe seiner Ansicht nach weder zu McMahons Persönlichkeit noch zu dessen jahrzehntelanger Verbindung mit dem Geschäft.

Ross betonte allerdings, dass er keine konkreten Informationen über McMahons Zukunft besitze. Er gehe lediglich davon aus, dass der frühere WWE-Chairman irgendwann erneut eine Aufgabe finden könnte, bei der er seine umfassende Erfahrung in der Wrestlingbranche einsetzen könne.

Eine Zusammenarbeit mit AEW hält Ross dagegen für äußerst unwahrscheinlich. McMahon würde seiner Vermutung nach eher ein eigenes Projekt verfolgen, statt sich einer bestehenden Promotion unter der Leitung eines anderen Unternehmers anzuschließen. Auch aufseiten von AEW-Präsident Tony Khan könne sich Ross eine solche Zusammenarbeit kaum vorstellen.

Nicht völlig ausschließen wollte der langjährige WWE-Kommentator hingegen, dass McMahon eine bestehende Wrestlingliga übernehmen oder ein neues Unternehmen aufbauen könnte. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel würden nach Einschätzung von Ross kein Hindernis darstellen. Dennoch machte er deutlich, dass es sich dabei ausschließlich um Spekulationen handele.

McMahon gründete nach seinem Ausscheiden bei WWE die Investmentgesellschaft 14TH & I, die sich auf Projekte aus den Bereichen Sport, Medien und Unterhaltung konzentrieren soll. Bislang gibt es jedoch keine bestätigten Hinweise darauf, dass das Unternehmen den Aufbau oder Kauf einer Wrestlingpromotion plant.

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Auch eine Rückkehr McMahons zu WWE ist derzeit nicht bestätigt. Zuletzt wurde lediglich darüber spekuliert, ob er eines Tages eine begrenzte oder repräsentative Rolle übernehmen könnte.

Jim Ross kritisiert die starke Konzentration auf WWE

Deutliche Worte fand Ross auch für Teile der Wrestling-Medien. Seiner Ansicht nach konzentrieren sich zahlreiche Formate inzwischen beinahe ausschließlich auf WWE, während andere bedeutende Promotions nicht im gleichen Umfang berücksichtigt würden.

Als Beispiel nannte Ross eine Ausgabe von „Busted Open Radio“, bei der sich ein Großteil der Diskussion um WWE gedreht habe. Er könne nicht nachvollziehen, weshalb andere relevante Entwicklungen aus der Wrestlingbranche dabei kaum eine Rolle gespielt hätten.

Ross stellte klar, dass er aufgrund seiner Tätigkeit bei AEW selbst nicht vollständig unvoreingenommen sei. Tony Khan habe ihn besonders während seiner gesundheitlichen Probleme hervorragend unterstützt. Trotzdem sei die Branche seiner Ansicht nach längst größer als nur ein einzelnes Unternehmen.

Promotions wie AEW hätten sich eine umfangreichere Berichterstattung verdient. Die zusätzliche Verfügbarkeit der Shows über HBO Max habe das Produkt leichter zugänglich gemacht und könne dazu beitragen, weitere Zuschauer zu erreichen. Ross sieht AEW trotz bestehender Herausforderungen weiterhin auf einem positiven Weg.

Zugleich erwartet der erfahrene Kommentator, dass sich die Konkurrenz zwischen WWE und AEW in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird. Er könne sich vorstellen, dass WWE die Vertragssituationen mehrerer AEW-Talente genau beobachte und bei auslaufenden Verträgen aktiv werde. Auch hierbei nannte Ross weder konkrete Namen noch berichtete er von laufenden Verhandlungen.

AEW All In 2026 als mögliches Rückkehrziel

Trotz der anstehenden Gehirnoperation (wir berichteten) denkt Ross bereits über eine Rückkehr zu AEW nach. Er wird am Sonntag bei AEW Redemption in Montreal nicht am Kommentatorenpult sitzen. Sein persönliches Ziel ist es jedoch, möglicherweise bereits wenige Wochen später wieder für die Promotion tätig zu sein.

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Ross hat dabei besonders AEW All In 2026 im Blick. Die Großveranstaltung findet am Sonntag, dem 30. August 2026, im Londoner Wembley Stadium statt.

Die Reise nach Großbritannien sei für Ross aufgrund der direkten Flugverbindung grundsätzlich gut zu bewältigen. Ob er tatsächlich bei All In eingesetzt werden kann, hängt jedoch vom Verlauf der Operation, seiner anschließenden Genesung und der medizinischen Freigabe ab.

Eine offizielle Bestätigung für seinen Auftritt liegt daher noch nicht vor. Ross bezeichnete die Veranstaltung lediglich als sein derzeitiges Wunschziel. Zuvor plant er außerdem einen Auftritt bei der WrestleCon in Minneapolis, bei der auch sein früherer Kommentatorenpartner Jerry „The King“ Lawler angekündigt ist.

Ross erklärte, dass ihm Treffen mit Wrestlingfans weiterhin viel Freude bereiteten und sich positiv auf seinen psychischen Zustand auswirkten. Gleichzeitig wolle er darauf achten, seinen Kalender nicht zu stark zu füllen und seinem Körper ausreichend Zeit zur Erholung zu geben.

AEW-Vertrag läuft im August aus

Unklar ist weiterhin, wie es nach dem Sommer vertraglich zwischen Jim Ross und AEW weitergeht. Sein aktueller Vertrag läuft im August 2026 aus. Eine erneute Verlängerung wurde bislang weder von Ross noch von AEW offiziell bekannt gegeben.

Der bisherige Vertrag sah vor allem Auftritte bei Pay-per-Views und ausgewählten Großveranstaltungen vor. Ross äußerte sich wiederholt positiv über Tony Khan und dessen Unterstützung während seiner gesundheitlichen Probleme. Konkrete Gespräche über seine Zukunft bei AEW bestätigte er jedoch nicht.

1 Kommentar

  1. Zitat aus dem Artikel:
    Deutliche Worte fand Ross auch für Teile der Wrestling-Medien. Seiner Ansicht nach konzentrieren sich zahlreiche Formate inzwischen beinahe ausschließlich auf WWE, während andere bedeutende Promotions nicht im gleichen Umfang berücksichtigt würden > Zitat ende. Jim Ross hat mit dieser Aussage vollkommen Recht, diese kann man für die Berichterstattung in Deutschland 1:1 übernehmen – Leider!!

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