CM Punk ist neuer Undisputed WWE Champion. In der RAW-Ausgabe vom 6. Juli 2026 in seiner Heimatstadt Chicago besiegte er Sami Zayn im Main Event und beendete dessen Titelregentschaft bereits nach neun Tagen. Die Entscheidung sorgte unmittelbar nach der Show für heftige Reaktionen unter Fans und Wrestling-Experten.
Ein historischer Titelgewinn mit kurzem Ende
Sami Zayn hatte sich erst neun Tage zuvor bei Night of Champions erstmals in seiner Karriere die Undisputed WWE Championship gesichert. In einem Triple Threat Match setzte er sich gegen Cody Rhodes und GUNTHER durch und krönte damit seine mehr als 13-jährige Laufbahn im WWE-Hauptkader.
Viele Fans sahen in diesem Titelgewinn den verdienten Höhepunkt seiner Karriere. Umso größer fiel nun die Enttäuschung aus, als Zayn den Titel bereits bei seiner ersten Titelverteidigung wieder verlor. In den sozialen Medien äußerten zahlreiche Fans ihren Unmut.
Viele kritisierten, dass Zayn nach jahrelanger harter Arbeit nur eine Regentschaft von neun Tagen erhalten habe. Andere stellten grundsätzlich infrage, warum WWE ihm den Titel überhaupt gegeben habe, wenn dieser nur eine Woche später wieder den Besitzer wechseln sollte.
GUNTHER verhinderte das geplante Titelmatch
Eigentlich sollte Sami Zayn seinen Titel bei RAW gegen Cody Rhodes verteidigen. Dazu kam es jedoch nicht. Bereits im Eröffnungssegment griff GUNTHER Rhodes im Backstagebereich an, beförderte ihn mit einer Powerbomb durch einen Tisch und trat anschließend die Tür von Zayns Wagen gegen dessen Kopf. Rhodes wurde daraufhin für nicht kampffähig erklärt.
RAW General Manager Adam Pearce bestand dennoch darauf, dass die Titelverteidigung stattfinden müsse. SmackDown General Manager Nick Aldis, der trotz seiner Suspendierung vor Ort erschien, präsentierte schließlich den Ersatzgegner: CM Punk. Für Punk war es zugleich der erste WWE-TV-Auftritt seit der RAW-Ausgabe nach WrestleMania 42.
CM Punk nutzt seine Chance
CM Punk wurde vor heimischem Publikum in der ausverkauften Allstate Arena überwältigend empfangen. Gemeinsam mit Sami Zayn lieferte er sich ein über 20 Minuten langes Main Event auf höchstem Niveau.
Zayn überraschte seinen Gegner unter anderem mit dessen eigenem „Go To Sleep” und machte mehrfach deutlich, dass er der amtierende Champion ist. Die Entscheidung fiel erst in der Schlussphase. Zayn verfehlte seinen Helluva Kick, Punk konterte mit einem eigenen und beendete das Match anschließend mit dem Go to Sleep zum entscheidenden Three Count.
Nach dem Titelgewinn feierte Punk ausgelassen mit den Fans in Chicago. Zum Abschluss richtete er noch eine persönliche Botschaft an seine Ehefrau AJ Lee, die er in die Kamera hielt. Einige US-Quellen bezeichneten die Begegnung anschließend als möglichen Kandidaten für das beste RAW-Match des Jahres.
Sean Ross Sapp: Titelwechsel war lange geplant
Wie Sean Ross Sapp in der Post-RAW-Ausgabe von Fightful erklärte, kam der schnelle Titelwechsel für WWE intern offenbar keineswegs überraschend. Nach seinen Informationen stand bereits seit längerer Zeit fest, dass Sami Zayn die Undisputed WWE Championship an CM Punk verlieren sollte, sobald dieser ins WWE-Fernsehen zurückkehren würde.
Demnach habe WWE schon im Vorfeld gewusst, wann Punk sein Comeback feiern würde. Zayns Titelgewinn bei Night of Champions sei zwar als großer Moment für den Publikumsliebling gedacht gewesen, seine Regentschaft sei jedoch nie als langfristig geplant gewesen. Stattdessen habe der Titelwechsel in Chicago den Startschuss für die nächste Phase der Storyline rund um CM Punk bilden sollen.
Fans und Experten üben deutliche Kritik
Die kurze Titelregentschaft von Sami Zayn stößt nicht nur bei den Fans auf Kritik. Auch Wrestling Observer Herausgeber Dave Meltzer bezeichnete eine Regentschaft von lediglich neun Tagen als unglückliche Entscheidung. Selbst wenn Zayn von Beginn an nur als Übergangschampion vorgesehen gewesen sei, werde eine derart kurze Titelregentschaft von vielen Fans als respektlos empfunden.
Auch Forbes sieht den Titelwechsel kritisch. Zwar wertete das Magazin CM Punks Titelgewinn als bedeutenden Moment und als Zeichen für frischen Wind im Main Event, gleichzeitig sei Zayns überraschender Sieg bei Night of Champions bei den Fans außergewöhnlich gut angekommen. Dass WWE diese Begeisterung bereits nach wenigen Tagen wieder beendet habe, sei für viele Anhänger nur schwer nachvollziehbar.
Großer Moment für CM Punk, offene Fragen für Sami Zayn
Für CM Punk war der Abend ein ganz besonderer Meilenstein. Mit dem Sieg gewann er erstmals die Undisputed WWE Championship und sicherte sich gleichzeitig seinen insgesamt achten World Title.
Zum Abschluss der Show verließ Punk mit dem Titel durch die Zuschauerränge die Arena – eine bewusste Anspielung auf seinen legendären WWE-Titelgewinn gegen John Cena bei Money in the Bank 2011, der sich nahezu auf den Tag genau zum 15. Mal jährte.
Während CM Punk seinen emotionalen Moment in Chicago feiern konnte, richtet sich der Blick nun auf Sami Zayn. Nach einer Regentschaft von nur neun Tagen stellt sich für viele Fans die Frage, welche Rolle WWE für den Publikumsliebling als Nächstes vorgesehen hat.

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