Beim „AEW x NJPW Forbidden Door“ am vergangenen Sonntag im SAP Center in San Jose präsentierte AEW erstmals ein völlig neues Steel-Cage-Konzept. Der neue Käfig trägt den Namen „Death’s Door“ und umschließt den Ring kreisförmig. Im Gegensatz zu klassischen Steel Cages verfügt die Konstruktion jedoch über kein Dach. Optisch erinnert der Käfig an „The Steel Asylum“, der Anfang der 2010er Jahre bei TNA Wrestling zum Einsatz kam. Allerdings bietet „Death’s Door“ deutlich mehr Platz und Bewegungsfreiheit zwischen Ring und Käfigwand.
Wird „Death’s Door“ künftig jedes Jahr eingesetzt?
Nach Informationen aus der aktuellen Ausgabe von „Wrestling Observer Radio“ könnte der neue Käfig künftig ein fester Bestandteil von „AEW x NJPW Forbidden Door“ werden. Dave Meltzer erklärte, dass „Death’s Door“ künftig jährlich bei der Veranstaltung zum Einsatz kommen könnte. Offiziell bestätigt wurde dies von AEW-Präsident Tony Khan allerdings noch nicht. Khan verriet lediglich, dass die Idee für den neuen Käfig von AEW-Co-Executive-Producer Mike Mansury stammt.
AEW sichert sich die Markenrechte
Dass AEW langfristige Pläne mit dem neuen Match-Konzept verfolgt, zeigt auch ein weiterer Schritt hinter den Kulissen. Bereits am 29. Juni reichte die Promotion beim US-Patent- und Markenamt einen Antrag auf die Markenrechte für den Namen „Death’s Door“ ein.
Die Anmeldung umfasst Wrestling-Matches sowie die Produktion und Ausstrahlung von Wrestling-Veranstaltungen. Bei Forbidden Door wurde der Name erstmals offiziell verwendet, als Ringsprecher Justin Roberts das Match unter dieser Bezeichnung ankündigte.
Das erste „Death’s Door“-Match zwischen Team Briscoe und Team DCMJF dauerte mehr als 30 Minuten und bot zahlreiche spektakuläre Aktionen.
Mehrere Verletzungen veränderten die ursprünglichen Pläne
Dave Meltzer und Bryan Alvarez berichteten außerdem, dass die Card von Forbidden Door ursprünglich deutlich anders geplant gewesen sei. So sollte der ehemalige IWGP Heavyweight Champion Callum Newman eigentlich den AEW Continental Champion Jon Moxley herausfordern. Nachdem sich Newman Anfang Juni bei seiner Niederlage gegen Yota Tsuji bei „Dominion“ die Schulter ausgekugelt hatte, musste AEW die Pläne kurzfristig ändern. Stattdessen verteidigte Moxley seinen Titel erfolgreich gegen Bandido.
Auch IWGP Global Heavyweight Champion Shota Umino war von den Änderungen betroffen. Ursprünglich sollte er seinen Titel gegen Gabe Kidd verteidigen. Da Kidd aufgrund anhaltender Visa-Probleme jedoch nicht in die USA einreisen konnte, sprang kurzfristig PAC als Gegner ein. Umino konnte seinen Titel erfolgreich verteidigen. Das ursprünglich geplante Match gegen Gabe Kidd soll nun am 6. Juli bei „NJPW Road to G1 Climax – Night 6″ in Tokio nachgeholt werden.
Ebenfalls nicht eingesetzt werden konnte Tomohiro Ishii. Offiziell fiel er wegen einer Nackenverletzung aus, die bereits vor einigen Wochen in den TV-Shows thematisiert worden war. Nach Einschätzung von Dave Meltzer war Ishii ursprünglich für das 12-Man Tag Team Steel Cage Match vorgesehen. Seinen Platz übernahm schließlich Konosuke Takeshita.
Auch das Owen Hart Cup Tournament musste angepasst werden
Nicht nur die Männerdivision war von kurzfristigen Änderungen betroffen. Auch beim Owen Hart Cup der Frauen musste AEW die ursprünglichen Pläne mehrfach überarbeiten. STARDOM-Wrestlerin Sareee sollte ursprünglich am Turnier teilnehmen, erhielt wegen einer Nackenverletzung jedoch keine medizinische Freigabe. Für sie rückte Maya World ins Teilnehmerfeld nach.
Nach Angaben von Dave Meltzer war ursprünglich ein Finale zwischen Sareee und der damaligen TBS Championesse Willow Nightingale vorgesehen. Doch auch Nightingale fiel verletzungsbedingt aus. Eine Schulterverletzung, die sie sich bei ihrer Titelverteidigung gegen Red Velvet zugezogen hatte, zwang sie bereits im Mai dazu, sowohl das Turnier als auch ihren TBS Championship aufzugeben. Ihren Platz im Finale übernahm schließlich Mercedes Moné.
Meltzer berichtete außerdem, dass AEW ursprünglich geplant hatte, Thekla bei „AEW All In: London“ gegen Willow Nightingale um die AEW Women’s World Championship antreten zu lassen. Durch die zahlreichen Änderungen gewann schließlich Mercedes Moné zum zweiten Mal in Folge den Owen Hart Cup und sicherte sich stattdessen das Titelmatch gegen Thekla im August in London.
AEW Dynamite knüpft direkt an Forbidden Door an
Die Ereignisse von Forbidden Door werden bereits am heutigen Mittwoch, dem 1. Juli 2026, bei AEW Dynamite fortgesetzt. Die Show findet in der Viejas Arena in San Diego statt und dient gleichzeitig als Aufzeichnung für AEW Collision.
Direkt zu Beginn der Veranstaltung trifft AEW World Champion MJF auf Mark Briscoe. Dieses Titelmatch erhielt Briscoe durch den Sieg seines Teams im „Death’s Door“-Match bei Forbidden Door. Es ist bereits das dritte Einzelduell der beiden innerhalb von rund zehn Monaten. Aktuell steht es in ihrer direkten Bilanz 1:1.
Zwei Matches offiziell für Dynamite bestätigt
AEW World Championship
MJF (c) vs. Mark Briscoe
TBS Championship – Survival of the Fittest
Maika vs. Harley Cameron vs. Hikaru Shida vs. Persephone vs. Kris Statlander vs. Queen Aminata
AEW Dynamite in voller Länge
Hier gibt es AEW Dynamite aus der Vorwoche in voller Länge und mit deutschem Kommentar

Ich bin nicht so ein Freund von Käfigmatches… das Konstrukt ist zum zuschauen einfach nur ein Hindernis und bietet für das Match selbst selten einen echten Mehrwert.
Bei Hell in a Cell war das Konzept zu mindest jenes das es kein Rein und kein Raus gab (theoretisch) und eine intensive Fehde hier ihren absoluten Höhenpunkt und eben auch das Ende finden sollte… Das hat meistens funktioniert und oft genug für denkwürdige Matches gesorgt.
Ansonsten ist dies bei Käfigmatches eher selten der Fall… die meisten sind schnell wieder vergessen.
Also das Match bei Forbidden Door anfing fand ich den Käfig erst interessant, doch dann schnell nicht mehr. Drauf klettern und runter springen ist extrem gefährlich bei dieser Konstruktion… ein springen vom Rand aus in den Ring ist eigentlich nicht durchführbar weil das Risiko nicht weit genug zu springen viel zu hoch ist und man dann in den Seilen hängen bleibt oder schlimmeres… Neben den Ring springen geht auch nur wenn ne Menschentraube denjenigen auffängt, womit der Spot dann auch schon lahm ist… so gesehen bei Forbidden Door. War ein öder Spot. Ansonsten lässt sich mit dem Käfig genauso wenig anfangen wie mit jedem anderen… Da werden dann Leute mal dagegen geworfen, aber jedes schleudern gegen die normale Ringabsperrung ist heftiger.
Und dadurch das er offen ist, kann natürlich auch jeder raus oder rein klettern… womit es also auch nicht dem Konzept dient eingriffe von außen zu verhindern.
Alles in allem sieht der große Runde käfig nett aus… und das wars dann auch.
Käfig-Matches sind sinnlos geworden. Sie sollten ja Eingriffe verhindern und Fehden abschließen. Heute wirft man einfach random Midcard Leute rein und kein Mensch blickt mehr durch was grad passiert.