Kurz vor „AEW Forbidden Door“ hat AEW-Präsident Tony Khan im Interview mit „107.7 The Bone“ ausführlich über die aktuelle Entwicklung seiner Promotion gesprochen. Dabei reagierte er erstmals auf ein bemerkenswertes Lob von Paul Heyman, sprach über die Herausforderungen bei der Organisation von „Forbidden Door” und erklärte, warum das Crossover-Event seiner Ansicht nach in Zukunft noch größer werden könnte.
Tony Khan reagiert auf das Lob von Paul Heyman
Für Aufsehen hatte zuletzt ein Interview von Paul Heyman mit Chris Van Vliet gesorgt. Darin bezeichnete der WWE Hall of Famer Tony Khan als „Wolf jenseits des Flusses mit einem milliardenschweren Scheckbuch“ und sprach gleichzeitig anerkennend über AEW – wir berichteten.
Im Gespräch mit 107.7 The Bone erklärte Khan nun, dass ihm diese Worte nicht entgangen seien. Er freue sich sehr über das Lob, da Heyman für ihn bereits lange vor der Gründung von AEW zu den einflussreichsten Persönlichkeiten im Wrestling gehört habe. Den Vergleich mit einem Wolf nehme er deshalb gerne an und werte ihn als großes Kompliment.
AEW sieht sich auf dem richtigen Weg
Khan nutzte das Interview außerdem, um auf die Entwicklung von AEW seit der Gründung im Jahr 2019 zurückzublicken. Besonders stolz zeigte er sich darauf, dass AEW Dynamite inzwischen die am längsten laufende Wrestling-Prime-Time-Show in der Geschichte der Fernsehsender TBS und TNT ist.
Das habe für ihn eine besondere Bedeutung, weil Wrestling auf TBS bereits seit 1971 und auf TNT seit 1995 ausgestrahlt werde. Keine andere Wrestling Show habe dort in der Primetime länger Bestand gehabt als Dynamite. Sieben Jahre nach dem Start befinde sich AEW deshalb in einer starken Position. Gleichzeitig zeigte sich Khan überzeugt, dass die Qualität der Shows aktuell so hoch sei wie nie zuvor.
Als persönliches Highlight nannte er Double or Nothing 2026 in New York. Aus seiner Sicht sei dies die beste Veranstaltung gewesen, die AEW bislang produziert habe. Nach seinen Worten werde diese Einschätzung auch von vielen Mitarbeitern und Talenten innerhalb der Promotion geteilt.
Forbidden Door bleibt eine organisatorische Herausforderung
Khan sprach auch ausführlich über die Vorbereitung von Forbidden Door. Die größte Herausforderung dabei sei die Organisation hinter den Kulissen. Vor allem die Visa- und Einreisebestimmungen würden die Planungen regelmäßig erschweren.
Immer wieder komme es vor, dass Wrestler für das Event vorgesehen seien, aufgrund fehlender oder noch nicht genehmigter Arbeitserlaubnisse jedoch nicht in den USA auftreten könnten. Gleichzeitig müssten die kreativen Vorstellungen aller beteiligten Promotions miteinander abgestimmt werden. Jede Promotion habe eigene Pläne für ihre Talente, weshalb intensive Absprachen notwendig seien, um am Ende eine Card zusammenzustellen, mit der alle Beteiligten zufrieden seien.
Forbidden Door könnte künftig weiter wachsen
Trotz des hohen organisatorischen Aufwands sieht Khan in Forbidden Door eines der wichtigsten Konzepte von AEW. Er machte deutlich, dass das Event seiner Meinung nach noch längst nicht sein volles Potenzial erreicht habe.
Aus einer ursprünglich gemeinsamen Veranstaltung von AEW und NJPW sei inzwischen ein internationales Großevent geworden, an dem inzwischen auch CMLL aus Mexiko und Stardom aus Japan beteiligt sind. Khan schloss nicht aus, dass sich künftig weitere Promotions und zusätzliche Wrestler anschließen könnten. Die internationale Zusammenarbeit sei für ihn einer der größten Vorteile und zugleich eines der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale von AEW.
Das aktuelle AEW-Roster macht Khan optimistisch
Abschließend verwies Khan auf mehrere Wrestler, die aus seiner Sicht beispielhaft für die positive Entwicklung der Promotion stehen. Er nannte unter anderem Darby Allin, Kevin Knight und Andrade als Beispiele dafür, wie erfolgreich sich AEW-Talente in den vergangenen Monaten entwickelt hätten.
Für Khan ist das ein weiterer Beleg dafür, dass sich AEW derzeit in einer sehr guten Phase befindet. Er zeigte sich überzeugt, dass die Promotion aktuell einige der stärksten Shows ihrer Geschichte produziert und dass die Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist.

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