WWE wollte John Cena entlassen: Wie knapp seine Karriere wirklich vor dem Ende stand

John Cena wirkt nachdenklich und sehr emotional
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John Cena wurde zu einem der größten Stars der WWE-Geschichte. Dabei stand seine Karriere zu Beginn offenbar kurz vor dem Aus. Im Podcast „Conan O’Brien Needs A Friend“ erinnerte sich der 49-Jährige daran, wie ernsthaft WWE über seine Entlassung nachdachte und welcher ungewöhnliche Moment schließlich den entscheidenden Wendepunkt brachte.

Cena stand tatsächlich auf WWEs Entlassungsliste

Cena gab 2002 sein offizielles WWE Main Roster Debüt gegen Kurt Angle. Seine erste Darstellung als ehrgeiziger Nachwuchswrestler brachte ihm zwar Aufmerksamkeit ein, doch innerhalb des Unternehmens entwickelte sich daraus zunächst keine klare Richtung. Rückblickend beschreibt Cena diese Phase wesentlich dramatischer, als es sein späterer Aufstieg vermuten lässt. Ihm sei ausdrücklich mitgeteilt worden, dass sein Name auf einer Liste für kommende Entlassungen stehe.

Es handelte sich demnach nicht lediglich um seine persönliche Befürchtung, seinen Arbeitsplatz verlieren zu können. Cena wusste konkret, dass WWE darüber nachdachte, sich von ihm zu trennen. Zu dieser Zeit habe das Unternehmen Talenten, deren Zukunft gefährdet war, teilweise bereits einige Monate vor möglichen Entlassungen entsprechende Hinweise gegeben.

Für Cena entstand dadurch enormer Druck. Er musste innerhalb vergleichsweise kurzer Zeit einen Weg finden, sich von anderen Wrestlern abzuheben. Das eigentliche Problem sah er rückblickend weniger in seinen Fähigkeiten im Ring als vielmehr darin, dass ihm eine klar erkennbare Persönlichkeit fehlte.

Eine Busfahrt brachte die entscheidende Idee

Die Lösung entstand ausgerechnet außerhalb einer WWE-Arena. Während einer gemeinsamen Busfahrt begannen mehrere Wrestler im hinteren Teil des Fahrzeugs zu rappen und einander mit improvisierten Texten herauszufordern. Cena beteiligte sich an der Runde und zeigte dabei eine Fähigkeit, die im WWE-TV bis dahin praktisch keine Rolle gespielt hatte.

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Ein Mitglied des damaligen Kreativteams bekam mit, was Cena machte, und erkannte darin offenbar Potenzial. Er wurde gefragt, ob er auch vor laufenden Kameras improvisieren und rappen könne. Cena erklärte sich dazu bereit.

Aus dieser zunächst beiläufigen Situation entwickelte sich schrittweise eine komplett neue Darstellung. Cena begann, seine Promos in Rapform vorzutragen, und erhielt zunehmend Möglichkeiten, den Charakter im Fernsehen auszubauen. Damit entstand die Grundlage für jene Figur, die schließlich als „Doctor of Thuganomics“ bekannt wurde.

Der „Doctor of Thuganomics“ rettete Cenas Karriere

Für Cena war diese Veränderung entscheidend, weil er erstmals etwas präsentierte, das sich deutlich von den übrigen Talenten im WWE-Kader unterschied. Seine Rap-Promos waren provokant, häufig humorvoll und ließen sich unmittelbar an Gegner, Städte oder aktuelle Storylines anpassen. Statt eines vergleichsweise austauschbaren Nachwuchs-Wrestlers besaß Cena plötzlich eine Figur, die vom Publikum schnell erkannt werden konnte.

Der Erfolg stellte sich dennoch nicht über Nacht ein. Cena erinnerte daran, dass die WWE ihn nach seinen ersten Rap-Auftritten keineswegs sofort als zukünftigen Main-Event-Star betrachtete. Er bekam weiterhin vergleichsweise kleine Chancen und musste versuchen, jede einzelne davon bestmöglich zu nutzen.

Gerade darin sieht er heute einen wichtigen Bestandteil seiner Entwicklung. Er wartete nicht darauf, dass ihm die WWE von selbst eine große Rolle übertrug. Vielmehr versuchte er, aus wenigen Minuten Fernsehzeit oder kurzen Auftritten etwas zu machen, das beim Publikum hängen blieb.

Mit zunehmender Resonanz erhielt er weitere Gelegenheiten. Der Charakter wurde größer, Cena gewann mehr Matches und rückte Schritt für Schritt in wichtigere Storylines vor. Nur wenige Jahre nachdem seine Entlassung noch eine realistische Möglichkeit gewesen war, gehörte er bereits zu den zentralen Stars von WWE.

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Cena sieht Parallelen zwischen Wrestling und Comedy

Im Gespräch mit Conan O’Brien erklärte Cena auch, welche grundsätzliche Erkenntnis er aus dieser Entwicklung mitgenommen hat. Für ihn bestehen deutliche Gemeinsamkeiten zwischen erfolgreichen Wrestlern und Comedians. Beide müssten zunächst herausfinden, wer sie eigentlich seien und weshalb ein Publikum ihnen Aufmerksamkeit schenken sollte. Eine erkennbare Persönlichkeit allein reiche jedoch langfristig nicht aus.

Wer über Jahre erfolgreich bleiben wolle, könne nicht ständig exakt dasselbe präsentieren. Die grundlegende Identität müsse erhalten bleiben, während sich die Art der Darstellung weiterentwickele. Cenas eigene WWE-Karriere liefert dafür ein passendes Beispiel.

Der „Doctor of Thuganomics“ war zunächst der Charakter, der seine Karriere rettete und ihm erstmals eine starke Verbindung zum Publikum verschaffte. Später entwickelte Cena daraus jedoch eine deutlich andere Figur. Er wurde zum langfristigen Topstar, Familienliebling und schließlich zu einem der prominentesten Repräsentanten von WWE.

Die ursprüngliche Persönlichkeit verschwand dabei nicht vollständig. Humor, Schlagfertigkeit und die Fähigkeit, unmittelbar auf ein Publikum zu reagieren, blieben zentrale Bestandteile seiner Auftritte.

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