Die Verkürzung des SmackDown-Formats von drei auf zwei Stunden, über die wir bereits Ende April unter Verweis auf einen ersten Bodyslam-Bericht informiert hatten, hat jetzt eine deutlich konkretere Form angenommen. In der jüngsten Folge von „Wrestling Observer Radio” haben Bryan Alvarez und Dave Meltzer sowohl den genauen Zeitpunkt des Übergangs als auch den vertraglichen Rahmen offengelegt. Damit verfestigt sich das zuvor als wahrscheinliches Szenario geltende.
Konkreter Übergangszeitpunkt steht im Raum
Meltzer machte auf Wrestling Observer Radio deutlich, dass die Verkürzung entweder in der letzten Juni-Woche oder in der ersten Juli-Woche 2026 erfolgen wird. Als wahrscheinlich nennt er die erste Juli-Woche, was sich auch mit dem Muster aus dem Vorjahr deckt. Damals war SmackDown am 4. Juli 2025 zum Zwei-Stunden-Format zurückgekehrt.
Damit ist die Phase der dreistündigen Ausgaben absehbar zu Ende. Bis voraussichtlich Ende Juni läuft SmackDown weiterhin in der längeren Variante, ehe ab Juli der gewohnte Zwei-Stunden-Rhythmus zurückkehrt.
Halbjahres-Struktur ist Vertragsgegenstand
Den eigentlich neuen Aspekt liefert Meltzer mit Blick auf die Laufzeit. Demnach handelt es sich nicht um eine punktuelle Maßnahme, sondern um eine fest in den USA-Network-Deal eingearbeitete Struktur. Von Januar bis Ende Juni läuft SmackDown jährlich drei Stunden, von Juli bis Dezember dann zwei Stunden. Diese Aufteilung soll laut Meltzer voraussichtlich für die kommenden vier Jahre gelten und damit die gesamte Restlaufzeit des aktuellen TV-Vertrags abdecken.
Damit ist klar, dass die wechselnden Sendezeiten kein einmaliges Programmierungs-Experiment sind, sondern langfristig zum festen Bestandteil des SmackDown-Sendekalenders gehören. Für Fans bedeutet das, dass auch die Jahre 2027, 2028 und 2029 nach dem gleichen Muster organisiert werden dürften, mit Drei-Stunden-Phase in der ersten und Zwei-Stunden-Phase in der zweiten Jahreshälfte.
Was die Verkürzung für das Roster bedeutet
Eine bemerkenswerte Einordnung lieferte Bryan Alvarez im „Wrestling Observer Radio”. Seiner Meinung nach stellt das wechselnde Format eine echte Herausforderung für die Roster-Planung dar. Die WWE habe den SmackDown-Roster aktuell für die Drei-Stunden-Variante aufgestellt, müsse die Struktur nun aber innerhalb weniger Wochen für den kürzeren Rahmen anpassen. Anfang 2027 stehe die nächste Umstellung an, da dann erneut auf drei Stunden hochgefahren werde.
Genau diese Logik liefert auch eine zusätzliche Lesart für die Entlassungswelle vom 24. April. Mehrere Insider, vermuten, dass die Cuts mit Blick auf das verkürzte Format getroffen wurden. Eine offizielle Bestätigung dieser Verbindung gibt es nicht, doch die zeitliche Nähe zwischen den Personalentscheidungen und der bevorstehenden Format-Umstellung ist auffällig genug, um die These plausibel zu machen.
Programm-Begleitung durch USA Network
Auch das ergänzende Programmangebot des Senders fügt sich in das Gesamtbild. Wrestling Attitude weist darauf hin, dass die Verkürzung zeitlich mit der zweiten Staffel von „Everything on the Menu“ featuring Braun Strowman zusammenfällt, deren Premiere im Frühsommer erwartet wird. Damit kann USA Network die wegfallende Stunde mit begleitenden Inhalten füllen, ohne den eigenen Wrestling-Programmblock am Freitagabend zu schwächen.
International bleibt SmackDown weiterhin über Netflix in zahlreichen Märkten verfügbar. In Deutschland, Österreich und der Schweiz wird die Show live bei Bild+ und im Free-TV auf ProSieben MAXX ausgestrahlt.
Vorschau auf SmackDown vom 1. Mai aus Tulsa
Während der Format-Wechsel erst Anfang Juli greift, läuft SmackDown bis dahin in gewohnter Drei-Stunden-Länge weiter. Die nächste Ausgabe am 1. Mai wird live aus dem BOK Center in Tulsa, Oklahoma, übertragen. Im Mittelpunkt steht die weitere Vorbereitung auf Backlash am 9. Mai in Tampa, ehe am 8. Mai die letzte Folge vor dem Premium Live Event ausgestrahlt wird.
Schon die Show der vergangenen Woche hatte mehrere weitreichende Akzente gesetzt. Tiffany Stratton sicherte sich die United States Women’s Championship, die Gruppierung Fatal Influence um Jacy Jayne, Fallon Henley und Lainey Reid feierte ein beeindruckendes Debüt und Jacob Fatu setzte sich im Main Event gegen einen Angriff der Usos und Roman Reigns durch. Damit bleiben die Spannungen bestehen, was die Vorfreude auf das Reigns vs. Fatu Match bei Backlash zusätzlich steigert.
Highlights der Show
Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit steht das SmackDown-Debüt von Ricky Saints, der sich am 28. April emotional von NXT verabschiedete und nun als fester Bestandteil der blauen Marke einsteigt.
Außerdem wird Cody Rhodes die Show eröffnen und Jacob Fatu kehrt zurück. Zudem wurde ein hochkarätiges Singles Match zwischen Charlotte Flair und Jacy Jayne angekündigt. Es ordnet sich in die laufende Fatal-Influence-Storyline ein, die nach dem Debüt der Gruppierung in der Vorwoche zu einem der heißesten Themen der SmackDown Women’s Division geworden ist. Weitere Höhepunkte sind Auftritte von Drew McIntyre, Cody Rhodes, Jade Cargill, Tiffany Stratton und Randy Orton.
Wir berichten von der Show ab 02:00 Uhr im Live Ticker.
Smackdown ist so irrelevant und schlecht, das es für den Zuschauer am Bildschirm überhaupt keinen Unterschied macht, ob das Produkt 2 oder 3 Stunden geht.
Fände es allerdings lustig, wenn man dann ab Januar wieder einige Wrestler released. Nur um sie dann ein halbes Jahr später wieder zu entlassen.