WWE sichert sich offenbar besondere Rechte bei TNA – Londoner SmackDown vor schwierigem Abend

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Zwei aktuelle Entwicklungen sorgen derzeit für Gesprächsstoff: Zum einen wurden neue Details zur Zusammenarbeit zwischen WWE und TNA bekannt, die offenbar deutlich weiter reichen als bisher angenommen. Zum anderen bleibt der Ticketverkauf für die kommende SmackDown-Ausgabe in London bislang deutlich hinter den Erwartungen zurück.

WWE besitzt offenbar besondere Rechte bei TNA

Dave Meltzer erklärte im Wrestling Observer Radio, dass die aktuelle Zusammenarbeit zwischen WWE und TNA offenbar weit über ein normales Working Agreement hinausgeht. Laut Meltzer enthält der Vertrag eine Kaufoption, die WWE unter bestimmten Bedingungen ermöglichen würde, TNA zu einem festgelegten Preis zu übernehmen.

Zusätzlich soll WWE ein sogenanntes Vorkaufsrecht besitzen. Das bedeutet: Sollte ein anderer Interessent versuchen, TNA zu kaufen, hätte WWE die Möglichkeit, dieses Angebot zu überbieten und selbst einzusteigen. Dadurch hätte WWE praktisch Einfluss darauf, wer TNA übernehmen darf.

Meltzer betonte allerdings gleichzeitig, dass diese Klauseln nicht automatisch bedeuten, dass ein Verkauf bereits geplant sei. Er verglich die Situation mit früheren WWE-Kooperationen mit europäischen und britischen Independent-Promotions. Auch dort habe WWE teilweise ähnliche Rechte gehabt, ohne sie später tatsächlich zu nutzen.

Laut einer WWE-internen Quelle sei das Ziel der aktuellen Vereinbarung vor allem, TNA als stabile und starke Nummer zwei auf dem US-Markt zu erhalten.

Deal soll offenbar auch AEW ausbremsen

Hinter der Zusammenarbeit steckt laut Meltzer außerdem eine größere strategische Idee. Demnach möchte WWE TNA gezielt auf internationalen TV-Märkten stärken. Vor allem dort, wo WWE früher selbst ausgestrahlt wurde, bevor der Wechsel zu Netflix erfolgte. Dadurch solle verhindert werden, dass AEW international weiter wächst und zusätzliche TV-Partner gewinnt.

Im Zusammenhang mit dem Vorkaufsrecht kursierten zuletzt außerdem Gerüchte über mögliches Interesse von Lorenzo Fertitta. Fertitta war früher Miteigentümer der UFC. Mit dem vertraglich abgesicherten Vorkaufsrecht könnte WWE einen möglichen Verkauf an andere Interessenten allerdings blockieren.

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Laut Meltzer liegt die endgültige Entscheidung über einen möglichen Kauf letztlich bei WWE-Präsident Nick Khan. Gleichzeitig warnte Meltzer davor, dass Kooperationen mit WWE für kleinere Promotions langfristig kompliziert werden könnten.

Kurzfristig profitierten diese Promotions zwar von der Aufmerksamkeit und Reichweite der WWE. Wenn die Zusammenarbeit jedoch irgendwann ende, müssten viele kleinere Promotions ihr eigenes Roster oft wieder neu aufbauen.

Schwacher Vorverkauf für SmackDown in London

Parallel dazu sorgt aktuell auch der Ticketverkauf für die kommende SmackDown-Ausgabe am 23. Juni in London für Aufmerksamkeit. Die Show findet in der O2 Arena statt.

Laut WrestleTix wurden bisher lediglich 4.483 Tickets verkauft. Die aktuelle Hallenkonfiguration umfasst rund 8.683 Plätze. Damit liegt der Vorverkauf deutlich unter den Erwartungen. Das günstigste Ticket kostet derzeit rund 71,80 britische Pfund beziehungsweise ungefähr 83 Euro. Zwar wurden innerhalb einer Woche noch einmal mehr als 500 Tickets zusätzlich verkauft, die Zahlen bleiben insgesamt aber schwach.

Als Hauptgrund gilt die direkte Überschneidung mit einem wichtigen Spiel der englischen Fußballnationalmannschaft. England trifft am selben Abend bei der Weltmeisterschaft auf Ghana. Das Gruppenspiel beginnt um 21 Uhr Ortszeit in London. Da England zu den Favoriten des Turniers zählt, ist das Interesse an der Partie entsprechend groß.

WWE reagiert auf die Überschneidung

Die WWE hat auf die schwierige Terminlage bereits reagiert. SmackDown beginnt deshalb bereits um 19 Uhr Ortszeit. Dadurch sollen Fans die Show noch vor dem Anpfiff des Fußballspiels verlassen können.

Im Gegensatz zu RAW am Vorabend wird SmackDown außerdem nicht live auf Netflix ausgestrahlt. RAW läuft am 22. Juni live aus derselben Arena. SmackDown wird dagegen erst am Freitag im regulären Veröffentlichungsfenster auf Netflix bereitgestellt.

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Zum Vergleich: Die letzte WWE-Show in der O2 Arena, eine RAW-Ausgabe im März 2025, hatte mehr als 16.000 Tickets verkauft. Die aktuelle SmackDown-Veranstaltung liegt damit bislang bei weniger als einem Drittel dieser Zahl. Auch die gemeinsame Nutzung der Arena an zwei aufeinanderfolgenden Tagen konnte den Ticketverkauf bisher offenbar nicht entscheidend ankurbeln.

3 Kommentare

  1. Die Termine vom FB-%&#§ sind aber doch schon lange vorher bekannt… da hätte die WWE wirklich besser planen können!

    Mit TNA ist es schon seltsam. Manchmal habe ich das Gefühl daß die WWE im Geheimen schon Besitzer ist – andererseits finde ich es bei der aktuellen NXT-Krise schon merkwürdig daß gar keine TNA-Gäste mehr auftreten…

    Und was passiert im Falle eines Verkaufs dann mit den Talenten welche zuvor schon von der WWE entlassen worden sind? Werden diese dann gleich nochmal entlassen?

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