Will Ospreay über den enormen Druck vor AEW All In London: Warum ihn die Tage vor Wembley so sehr belasteten

Will Ospreay im Fokus auf der Entrance Stage
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Will Ospreay hat bei „AEW All In“ in London einen Abend erlebt, der seine Karriere dauerhaft prägen dürfte. Vor heimischem Publikum im Wembley-Stadion stand er in einem Match, das im Vorfeld mit enormen Erwartungen verbunden war und für ihn persönlich weit mehr als eine gewöhnliche Titelchance bedeutete.

Nach der Show sprach Ospreay ausführlich darüber, wie sehr ihn die vergangenen Tage belastet hatten, welche Bedeutung einzelne Momente rund um den Main Event für ihn besaßen und warum sein Weg zum Ring bewusst als Rückblick auf seine bisherige Laufbahn inszeniert worden war.

Will Ospreay setzte sich vor All In enorm unter Druck

Im Media Scrum räumte Ospreay ein, dass die Tage vor All In ausgesprochen stressig gewesen seien. Er habe sich selbst enorm unter Druck gesetzt, weil ihm bewusst gewesen sei, was dieser Abend für seine Karriere und die britischen Wrestling-Fans bedeuten könnte. World Champion zu werden, sei schon zu Beginn seiner Laufbahn ein großes Ziel gewesen, doch ein solches Szenario im Wembley-Stadion hätte er sich damals niemals vorstellen können.

Wie sehr ihn die All-In-Woche beanspruchte, zeigte auch eine persönliche Aussage. Ospreay erklärte, dass er in den Tagen rund um die Veranstaltung insgesamt nur ungefähr sechs Stunden mit seinem Kind verbringen konnte. Medienverpflichtungen, Vorbereitung und die Erwartungen an den Main Event hätten kaum Raum für den privaten Alltag gelassen.

Ospreay blickt auf seine Anfänge im britischen Wrestling zurück

Der neue AEW World Champion erinnerte an zahlreiche britische Wrestler, die seinen eigenen Weg geprägt hätten. Gleichzeitig verwies er auf seine Jahre bei Southside, PROGRESS und RevPro sowie auf viele kleinere Veranstaltungen, bei denen er sich Schritt für Schritt einen Namen machte.

Später führte ihn seine Karriere nach Japan in die Korakuen Hall und den Tokyo Dome sowie in den Madison Square Garden. Trotz dieser internationalen Erfolge sah er sich stets als britischer Wrestler. Dass er ausgerechnet im bekanntesten Stadion seines Heimatlandes eine World Championship gewann, bezeichnete Ospreay als eine kaum greifbare Erfahrung.

Besonders emotional wurde er bei der Frage, was sein 16-jähriges Ich wohl von diesem Moment halten würde. Ospreay kämpfte dabei mit den Tränen und erklärte, dass dieser Junge vermutlich sehr glücklich darüber wäre, wohin ihn seine Leidenschaft für das Wrestling geführt habe.

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Sein Entrance erzählte die Geschichte seiner Karriere

Auch die auffällige Backstage-Sequenz vor Ospreays eigentlichem Entrance war bewusst geplant. Auf dem Weg zum Ring begegnete er mehreren Personen, die verschiedene Abschnitte seiner Karriere repräsentierten. Im Scrum erklärte Ospreay, dass ihm diese Szene besonders viel bedeutet habe.

Zu den Beteiligten gehörten unter anderem Zack Sabre Jr., Michael Oku, Ricochet, Swerve Strickland, Kyle Fletcher und Mark Davis. Auch Alex Windsor und Jon Moxley waren Teil dieser Inszenierung. Einige dieser Beziehungen seien heute enger als andere, bei manchen gebe es sogar Spannungen, doch in diesem Moment habe es sich für Ospreay so angefühlt, als würden alle anerkennen, dass er für den nächsten Schritt bereit sei.

Ospreay bezeichnete diese Sequenz als einen der coolsten Momente, die er jemals erlebt habe. Der Weg zum Ring wurde dadurch nicht nur zu einer großen Wembley-Inszenierung, sondern gleichzeitig zu einem Rückblick auf seine bisherige Laufbahn.

Callum Newman sollte an diesem Abend an seiner Seite stehen

Auch Callum Newman spielte bei All In eine besondere Rolle. Ospreay hatte ihn bereits am Vorabend bei einer RevPro-Veranstaltung darum gebeten, ihn beim World-Title-Match zu begleiten. Trotz unterschiedlicher Ansichten bezeichnete er Newman weiterhin als eine Art kleinen Bruder.

Tony Khan räumte ein, dass Ospreay mit seinem RevPro-Auftritt ein erhebliches Risiko eingegangen sei. Schließlich hätte eine Verletzung nur einen Tag vor All In das größte Match seiner bisherigen AEW-Karriere gefährden können. Gleichzeitig habe Khan ihm vertraut, weil Ospreay die Risiken gekannt und gewusst habe, wie viel auf dem Spiel stand.

Vor dem entscheidenden Hidden Blade bedankte sich Ospreay bei Omega

Besonders emotional fiel Ospreays Erklärung zum geplanten Finish aus. Nachdem Omega beim Stormbreaker bereits bei eins ausgekickt war, habe Ospreay gespürt, dass der entscheidende Moment des Matches gekommen sei. Unmittelbar vor dem abschließenden Hidden Blade habe er sich deshalb mit zwei Worten an seinen Gegner gewandt: „Thank you.“

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Damit wollte er einem Wrestler Respekt zollen, den er weiterhin als den größten seiner Generation bezeichnet. Kurz darauf gewann Ospreay die AEW World Championship und setzte damit den Schlusspunkt unter ein Match, das schon im Vorfeld immer wieder mit einem möglichen Generationswechsel verbunden worden war.

Omega veröffentlichte nach der Show seinerseits eine kurze Botschaft und machte deutlich, dass es nun an Ospreay liege, den nächsten Schritt zu gehen. Damit erhielt der Titelwechsel zusätzlich den Charakter einer Übergabe zwischen zwei Wrestlern, deren Karrieren seit Jahren miteinander verbunden sind.

Ospreay nennt mit einem Augenzwinkern seine wichtigste Lektion

Zwischen den emotionalen Rückblicken wurde Ospreay auch gefragt, welche größte Lektion er auf seiner bisherigen Wrestling-Reise gelernt habe. Seine Antwort fiel überraschend kurz und humorvoll aus: „Bleibt weg von Twitter.“

Damit sorgte der neue AEW World Champion für einen lockeren Moment im Media Scrum. Nach all den Erfahrungen seiner Karriere, dem internationalen Aufstieg und dem enormen Druck rund um All In reduzierte Ospreay seine wichtigste Erkenntnis damit scherzhaft auf den Umgang mit den sozialen Medien.

Als World Champion will Ospreay noch größere Aufgaben

Mit dem großen Sieg in Wembley sieht Ospreay seine Reise jedoch keineswegs als abgeschlossen an. Er erklärte bereits, dass er jetzt noch mehr Main Events und große Situationen wolle. Als World Champion möchte er sich dauerhaft dort beweisen, wo die wichtigsten Entscheidungen der Promotion fallen.

Gleichzeitig zeigte er sich erleichtert, die enormen Erwartungen an All In erfüllt zu haben. Seine größte Sorge sei gewesen, die Fans zu enttäuschen. Nach Jahren in der britischen Independent-Szene, großen Erfolgen in Japan und seinem Wechsel zu AEW steht Ospreay nun an einem neuen Punkt seiner Karriere, den er sich zu Beginn seines Weges selbst kaum hätte vorstellen können.

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