Wie groß ist MJFs tatsächlicher Einfluss bei AEW und wo liegen seine Grenzen?

MJF feiert sich im Ring und streckt seine Hände in die Höhe
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MJF gehört seit Jahren zu den prägenden Gesichtern von AEW und ist regelmäßig in wichtigen Storylines des Unternehmens zu sehen. Auch hinter den Kulissen scheint der frühere World Champion eine besondere Rolle einzunehmen.

Neue Aussagen von Sean Ross Sapp geben nun Einblick darin, wie stark MJF tatsächlich in kreative Prozesse eingebunden ist und wo seine Möglichkeiten enden. Dabei zeigt sich, dass seine Stellung innerhalb von AEW differenzierter ist, als es auf den ersten Blick wirken könnte.

MJF hat großen Einfluss auf seine eigenen AEW-Programme

Während einer aktuellen Fightful-Select-Fragerunde wurde Sean Ross Sapp danach gefragt, wie stark MJF tatsächlich in das kreative Geschehen bei AEW eingebunden ist. Nach Sapps Informationen besitzt MJF erheblichen Einfluss auf Storylines, in denen er selbst eine zentrale Rolle spielt. Darüber hinaus habe er sich in der Vergangenheit auch in anderen Bereichen kreativ eingebracht.

Ob dieser Einfluss vertraglich festgeschrieben ist, konnte Sapp allerdings nicht bestätigen. Seiner Darstellung zufolge ist vielmehr seit längerer Zeit bekannt, dass MJF innerhalb von AEW eine starke kreative Stimme besitzt. Damit ist der frühere World Champion bei der Entwicklung eigener Storylines, Promos und größerer Programme deutlich stärker eingebunden als viele andere Talente.

Keine Hinweise auf Kontrolle über Hangman Page oder Swerve Strickland

Gleichzeitig widersprach Sapp der Vorstellung, dass MJF gewissermaßen hinter den Kulissen das gesamte Main-Event-Geschehen mitsteuert. Für Storylines rund um Hangman Page, Swerve Strickland oder Jon Moxley, an denen MJF selbst nicht beteiligt ist, gebe es nach seinem Kenntnisstand keinen vergleichbaren Einfluss.

Tony Khan behält die endgültige kreative Kontrolle

Diese Einordnung passt auch zu früheren Aussagen von AEW-Präsident Tony Khan. Khan stellte bereits in der Vergangenheit klar, dass letztlich ausschließlich er die „Creative Control“ über AEW besitzt. Auch wenn Wrestler Ideen vorschlagen oder Storylines aktiv mitentwickeln können, liegt die endgültige Entscheidung darüber, was im Fernsehen umgesetzt wird, weiterhin bei ihm.

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Damit unterscheidet sich MJFs Stellung deutlich von einer vertraglich garantierten Creative Control. Er kann offensichtlich großen Einfluss ausüben, muss seine Ideen aber weiterhin innerhalb des von Khan kontrollierten kreativen Systems umsetzen.

MJF soll auch außerhalb seiner eigenen Storylines Ideen beigesteuert haben

Dass sein Einfluss nicht nur theoretischer Natur ist, zeigte sich bereits in früheren Berichten. Ende Juli wurde bekannt, dass MJF an einer größeren AEW-Storyline als wichtige kreative Kraft beteiligt gewesen sein soll. Dabei ging es um die Idee, den amtierenden TNT Champion in eine bedeutende Position gegen Kenny Omega zu bringen.

MJF soll dabei nicht zwingend einen bestimmten Wrestler für diese Rolle vorgeschlagen haben, sondern die kreative Richtung grundsätzlich unterstützt beziehungsweise mitentwickelt haben. Dieser Bericht deckt sich mit Sapps aktueller Einschätzung, wonach MJF gelegentlich auch über seine eigenen Programme hinaus Ideen einbringt.

Kreativer Einfluss aktiver Wrestler sorgt intern offenbar für unterschiedliche Meinungen

Besonders interessant ist ein weiterer Teil von Sapps Aussagen. Demnach gibt es innerhalb von AEW offenbar Talente, die grundsätzlich skeptisch darauf reagieren, wenn aktive Wrestler größeren kreativen Einfluss erhalten.

Sapp erklärte, dass er nur selten höre, dass Wrestler es ausdrücklich für eine gute Idee halten, wenn andere aktive Talente in kreative Entscheidungen eingebunden werden. Konkrete Spannungen zwischen MJF und bestimmten Wrestlern sind jedoch nicht bekannt.

AEW setzt schon länger auf kreativen Input ausgewählter Talente

MJF scheint dabei kein vollständiger Sonderfall zu sein. In der Vergangenheit hat AEW bereits mehreren erfahrenen Wrestlern und Persönlichkeiten kreativen Einfluss eingeräumt. So wurde beispielsweise Bryan Danielson wiederholt mit kreativen Aufgaben bei AEW Collision in Verbindung gebracht.

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Auch Christopher Daniels, Dean Malenko, Sonjay Dutt, Jerry Lynn und Will Washington waren bzw. sind in unterschiedlichen kreativen Funktionen tätig. Darüber hinaus wurde auch bei Swerve Strickland über einen stärkeren kreativen Input bei eigenen Storylines berichtet.

Die Struktur bei AEW scheint grundsätzlich darauf ausgelegt zu sein, bestimmten erfahrenen oder besonders wichtigen Talenten Raum für eigene Ideen zu geben, ohne ihnen die vollständige Kontrolle über das Booking zu übertragen.

MJFs kreative Stärke zeigte sich bereits in früheren großen Storylines

Schon in den vergangenen Jahren gab es Hinweise darauf, dass MJF stark an der Gestaltung eigener Storylines beteiligt war. Besonders häufig wird dabei seine Storyline mit Adam Cole aus dem Jahr 2023 genannt. Die zunächst ungewöhnliche Tag Team Partnerschaft entwickelte sich zu einer der größten AEW-Geschichten des Jahres und führte schließlich zum Main Event von All In im Wembley Stadium.

Bereits damals wurde innerhalb der Wrestling-Branche davon ausgegangen, dass MJF erheblichen Anteil an der kreativen Ausarbeitung der Storyline hatte.

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