Vom großen Hype zum stillen Ende der Wyatt Sicks: Warum die WWE intern schon kurz nach dem Debüt skeptisch wurde

Bo Dallas mit seiner Wyatt Sicks Gruppierung
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Die Diskussion über die Zukunft der Wyatt Family gewinnt weiter an Schärfe. Schon kurz nach dem Debüt der Gruppierung soll es WWE-intern ernste Bedenken gegeben haben, ob das Konzept tatsächlich tragfähig ist.

Im Wrestling Observer Radio zeichnete Dave Meltzer ein klares Bild: Trotz starker Produktionswerte und einer auffällig prominenten Bühne sei der erhoffte langfristige Schwung nie wirklich entstanden. „Sie haben das zuerst vorangetrieben. Doch Leute, die ich dort kenne, haben von Anfang an gesagt, dass das nicht funktionieren würde.“

Meltzer betonte, dass seine eigene positive Einschätzung von Beginn an nur auf einen sehr kurzen Zeitraum bezogen gewesen sei. Er habe damit gerechnet, dass die Verbindung zu Bray Wyatt und die damit verknüpfte Nostalgie schon in den ersten Wochen für einen spürbaren Hype sorgen würden. Genau dieser erwartete Effekt sei aus seiner Sicht jedoch ausgeblieben, sodass die Stable selbst dieses ursprünglich naheliegendste Momentum nicht voll für sich nutzen konnte.

Zwischen Push und fehlender Richtung

Auch wenn die Wyatt Sicks anschließend kontinuierlich im WWE Fernsehen präsent blieben, fehlte dem Stable laut Meltzer eine konsistente erzählerische Richtung. Aus dem Umfeld der Show wurde sinngemäß berichtet, dass selbst spätere Maßnahmen wie die Vergabe der Tag Team Belts nichts daran geändert hätten, dass das Konzept innerlich an Schwung verloren habe. Bereits nach rund vier Wochen habe sich abgezeichnet, dass die Gruppe nur eine begrenzte Halbwertszeit besitzen würde: „Ja es fühlte sich irgendwie so an. Vor allem nach etwa vier Wochen hatte ich dieses Gefühl. Für mich fühlte es sich wie etwas an, das nicht von langer Dauer sein würde. Ich war davon überhaupt nicht überrascht.“

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Damit zeichnen die internen Stimmen das Bild eines Projekts, das von außen mit großer emotionaler Wucht gestartet wurde, im Inneren aber früh auf strukturelle Skepsis stieß. Die Bindung an das Vermächtnis von Bray Wyatt sei spürbar gewesen, die Übersetzung in eine tragfähige Langzeitstory dagegen deutlich schwerer zu erreichen, als zunächst angenommen.

Nikki Cross nimmt emotional Abschied

Genau in diese Phase fällt nun ein bewegender Beitrag, der den schleichenden Zerfall der Stable greifbar macht. Nach ihrer Abschiedsbotschaft vom 24. April meldete sich Nikki Cross am 26. April 2026 erneut auf X zu Wort und richtete einen ausführlichen Tribut an die Wyatt Sicks, an Bray Wyatt sowie an die als „Fireflies“ bekannten Fans.

Im Mittelpunkt ihrer Botschaft standen der Stolz, Teil der Gruppe gewesen zu sein, und die gemeinsamen Erinnerungen an die intensive Zeit mit ihren Mitstreitern: „Wyatts. Abby. Es war die Ehre meines Lebens. Ich werde euch für immer in Erinnerung behalten. Unser zerfleddertes, zerrissenes, schmutziges, weißes, blutbeflecktes Kleid und die gesprungene Maske, die die Narben zeigte, aber niemals zerbrach.“

Auch den Fans widmete sie eine eigene Passage. Cross machte deutlich, dass deren Reaktionen für sie weit über reine Bühnenmomente hinausgegangen seien, und hob besonders ihre Auftritte rund um die Welt hervor. International blieben ihr unter anderem die Einzüge bei „Clash at the Castle“ in Paris sowie Shows in Australien, Polen und Deutschland in Erinnerung. Gerade die letzte gemeinsame Woche in Las Vegas habe sich für sie wie ein finaler Schlusspunkt angefühlt.

Eine Hommage an Bray Wyatt und Brodie Lee

Den emotional dichtesten Moment ihres Beitrags widmete Cross den verstorbenen Bray Wyatt und Brodie Lee. Sie beschrieb das Gefühl, dass beide bei jedem Auftritt unsichtbar präsent gewesen seien, und richtete sich anschließend direkt an deren Familien: „Jeden Abend, an dem wir für euch auftraten, hatten wir das Gefühl, Bray und Brodie wären dabei und würden uns die Hände auf die Schultern legen.“

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Es folgten Dankesworte an die Familien Windham und Huber sowie eine Aufzählung ihrer Wegbegleiter Bo, Dexter, Rowan und Gacy.

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1 Kommentar

  1. Für mich ist das wieder so ein Fall wie Gangrel/Brood damals aber für mich auch die erste Wyatt Family und sicher viele andere Beispiele: Mega Entrance, dunkel, düster, super Entrance Musik. Dann geht das Licht an – Mittelmaß im Ring, überschaubares Charisma und die Luft ist draussen.

    Dazu waren das ehemalige Jobber so ehrlich muss man sein.

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