Vince McMahon und WWE vor wichtiger Einigung – ESPN widerspricht Bericht über angebliches WWE-Aus

Vince McMahon im WWE-Hauptquartier
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Rund um WWE und TKO haben sich zuletzt gleich zwei wichtige wirtschaftliche Themen entwickelt. Während ein bereits länger laufendes juristisches Verfahren offenbar kurz vor dem Abschluss steht, sorgt parallel ein Bericht über die Zukunft einer milliardenschweren Medienpartnerschaft für Widerspruch. In beiden Fällen lohnt sich ein genauer Blick auf die tatsächliche Faktenlage.

WWE-Fusionsklage nähert sich offenbar dem endgültigen Abschluss

Durch die Fusion von WWE und Endeavor hat der Vergleich eine weitere wichtige Hürde genommen. Die Gesamtsumme des Vergleichs beläuft sich auf 147,5 Millionen US-Dollar. Dabei ist jedoch eine entscheidende Korrektur notwendig: Vince McMahon erhält keine Zahlung in Höhe von 42,5 Millionen US-Dollar. Vielmehr sollen McMahon bzw. seine Versicherer diesen Betrag zum Vergleich beitragen. Weitere 105 Millionen US-Dollar entfallen auf WWE bzw. die mit dem Unternehmen verbundenen Beklagten.

Aus aktuellen Gerichtsunterlagen geht hervor, dass TKO und die betroffenen Beklagten die zuletzt noch offenen Fragen rund um gegenseitige Freistellungen offenbar geklärt haben. Als letzter größerer Schritt steht demnach nur noch die endgültige Zustimmung bestimmter externer Versicherungsträger aus.

McMahon hat der aktuellen Vergleichsfassung bereits zugestimmt

Interessant ist, dass Vince McMahon selbst den Abschluss derzeit offenbar nicht mehr verzögert. Nach Angaben aus dem Schreiben an den Delaware Court of Chancery haben McMahon und die klagenden Aktionäre die derzeitige Fassung der Vergleichsvereinbarung bereits gebilligt. Auch TKO und die übrigen Beklagten rechnen demnach damit, die erforderliche Unterschriftsfreigabe unmittelbar nach der noch ausstehenden Zustimmung der Versicherer erteilen zu können.

Die Kläger äußerten allerdings Unmut darüber, dass die Unterzeichnung weiterhin von externen Versicherungsfreigaben abhängig gemacht wird. Ihrer Ansicht nach sollte dies keine Voraussetzung dafür sein, einen bereits grundsätzlich vereinbarten Vergleich endgültig zu unterzeichnen. Sollte sich die Einreichung weiter verzögern, könnte das Gericht erneut eingeschaltet werden.

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Wie viel McMahon persönlich zahlt, bleibt offen

Auch bei der Aufteilung der 42,5 Millionen US-Dollar ist Vorsicht erforderlich. Aus den öffentlich bekannten Unterlagen geht nicht hervor, wie viel davon Vince McMahon tatsächlich aus eigener Tasche bezahlen muss und welchen Anteil Versicherungen übernehmen. Auch auf der WWE-Seite wird die nominelle Summe von 105 Millionen US-Dollar offenbar nicht vollständig als eigener Verlust anfallen.

TKO rechnet nach Angaben gegenüber der US-Börsenaufsicht damit, ungefähr 75 Millionen US-Dollar über Versicherungen zurückzuerhalten. Damit könnte die tatsächliche finanzielle Belastung auf dieser Seite bei ungefähr 30 Millionen US-Dollar liegen.

Aktionäre warfen McMahon Einflussnahme beim WWE-Verkauf vor

Hintergrund des Verfahrens ist der Verkauf von WWE an Endeavor und die anschließende Gründung von TKO. Frühere WWE-Aktionäre warfen McMahon und weiteren damaligen Verantwortlichen vor, den Verkaufsprozess so beeinflusst zu haben, dass Endeavor bevorzugt worden sei.

Ein zentraler Vorwurf lautete, McMahon habe damit gleichzeitig seine eigene Position innerhalb des neu entstandenen Konzerns sichern wollen. Nach Auffassung der Kläger hätten andere Interessenten für WWE möglicherweise attraktivere finanzielle Angebote gemacht. Der Prozess sollte ursprünglich bereits beginnen, wurde jedoch nach der grundsätzlichen Einigung über den Vergleich abgesagt.

ESPN-Bericht über angebliches WWE-Aus sorgt für direkten Widerspruch

Parallel dazu sorgt ein zweites Business-Thema für Aufmerksamkeit. Laut einem Bericht von SEScoops hat ESPN bereits entschieden, den aktuellen Fünfjahresvertrag mit WWE nach dessen Ablauf nicht zu verlängern. Als Gründe wurden unter anderem Probleme bei der Zusammenarbeit, die Entwicklung des Medienmarktes sowie Schwierigkeiten bei der Verbreitung von ESPN Unlimited über klassische TV-Anbieter genannt.

Kurz darauf folgte jedoch ein deutlicher Widerspruch. Quellen bei ESPN und WWE sollen die Darstellung, eine Entscheidung gegen eine spätere Verlängerung sei bereits gefallen, ausdrücklich zurückgewiesen haben. Ein ESPN-Sprecher erklärte sinngemäß, an der Behauptung, man wolle den WWE-Vertrag bereits jetzt nicht verlängern, sei nichts dran. Der Zeitpunkt der angeblichen Entscheidung wäre ohnehin ungewöhnlich früh.

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Der milliardenschwere Vertrag läuft noch mehrere Jahre

Die WWE und die ESPN Inc. vereinbarten eine fünfjährige Partnerschaft über die US-Rechte an den Premium Live Events, die 2025 in Kraft tritt. Das Volumen des Deals wird auf rund 1,625 Milliarden US-Dollar geschätzt. Damit zahlt ESPN pro Jahr ungefähr 325 Millionen US-Dollar. Da die Vereinbarung noch mehrere Jahre läuft, ist es kaum überraschend, dass ESPN eine angeblich bereits endgültig getroffene Entscheidung über die Zeit danach zurückweist.

Reibungspunkte zwischen WWE und ESPN hat es dennoch gegeben

Völlig frei von Schwierigkeiten scheint die Zusammenarbeit allerdings nicht zu sein. In den vergangenen Monaten gab es Berichte darüber, dass ESPN Änderungen an der Bewertung seiner WWE-Premium-Live-Event-Berichterstattung vorgenommen habe. Zudem erklärte Reporter Andreas Hale, WWE habe ihm die Akkreditierung für WrestleMania 42 verweigert. Diese Vorfälle zeigen, dass es Spannungen gegeben haben kann – wir berichteten

Sie liefern jedoch keinen Beweis dafür, dass ESPN bereits entschieden hat, die milliardenschwere Partnerschaft nach Vertragsende nicht fortzusetzen.

ESPN bezeichnet seine WWE-Berichterstattung selbst noch als Entwicklungsprozess

Wie Moderator Joe Fortenbaugh zuletzt erklärte, befindet sich ESPN bei der WWE-Berichterstattung weiterhin in einer Erprobungsphase. Der Sender versucht derzeit, herauszufinden, welche WWE-Inhalte bei seinem Publikum besonders gut ankommen.

Gleichzeitig wurde die WWE zuletzt sogar stärker in das Angebot von ESPN eingebunden. Premium Live Events werden intensiv beworben und es wurden einzelne Countdown Shows sowie zusätzliche Inhalte auf den Plattformen integriert.