Triple H hat sich kurz vor WrestleMania 42 auch zu den emotionalen Kernthemen des Wochenendes geäußert. Im Interview mit Joe Tessitore bestätigt er das endgültige Karriereende von John Cena, würdigt den Einfluss von Stephanie McMahon vor ihrer Hall-of-Fame-Aufnahme und beschreibt die Rivalität zwischen CM Punk und Roman Reigns als eine Situation, die hinter den Kulissen jederzeit explodieren könnte.
John Cena wird nicht mehr wrestlen
Eindeutig fiel Triple Hs Statement zur Zukunft von John Cena aus. Auf die Frage nach einem möglichen weiteren Match erteilte er Spekulationen eine klare Absage: „Ich glaube fest an seine Entschlossenheit, nie wieder zu wrestlen oder im Ring aufzutreten.“
Für Triple H ging es bei Cenas Abschiedstour nie um persönlichen Ruhm, sondern um ein größeres Ziel: „Für John ging es nicht um ihn selbst … es ging darum, was er erreichen wollte, nämlich dem Geschäft etwas zurückzugeben und auf seinem Weg nach draußen Großes für das Unternehmen zu leisten und es besser zu hinterlassen, als er es vorgefunden hatte.“
Was ihn persönlich am meisten bewegt habe, sei die Gewissheit, dass Cena zu seinen eigenen Bedingungen ging: „Johns Zufriedenheit … dass er sich dabei wohlfühlte und das Gefühl hatte, das erreicht zu haben, was er erreichen wollte.“
Cena bleibt als Botschafter und offizieller Host von WrestleMania 42 weiterhin eng mit der WWE verbunden, doch ein Comeback im Ring scheint nach diesen Worten endgültig ausgeschlossen.
Stephanie McMahons „unübertroffener“ Einfluss
Im Vorfeld der Hall of Fame-Zeremonie würdigte Triple H auch das Vermächtnis seiner Frau Stephanie McMahon. Für ihn steht fest, dass vielen Fans nicht bewusst ist, wie tiefgreifend sie das Unternehmen über Jahrzehnte hinweg mitgeformt hat. Ihren Einfluss auf das gesamte Geschäft bezeichnete er ohne jede Einschränkung als unübertroffen und betonte, dass er dieses Wort mit vollem Ernst wähle.
Besonders hob er ihre Bedeutung als weibliche Autoritätsfigur im Fernsehen hervor. In einer Zeit, in der starke Frauenrollen in Machtpositionen auf dem Bildschirm noch eine absolute Seltenheit waren, hat Stephanie McMahon Maßstäbe gesetzt. Triple H schilderte, dass bei öffentlichen Auftritten regelmäßig Fans auf seine Frau zukämen und ihr erzählten, dass sie als junge Zuschauer in ihr eines der wenigen weiblichen Vorbilder gesehen hätten, denen sie nacheifern wollten.
Auch ihren Stellenwert innerhalb des Unternehmens beschrieb er in klaren Worten. Wer hinter den Kulissen ihren Namen nenne, bekomme stets dieselbe Antwort: Sie sei das Herz und die Seele der WWE.
Punk vs. Reigns: „Man kann das Gas in der Luft riechen“
Den vielleicht eindrucksvollsten Einblick lieferte Triple H zur Rivalität zwischen CM Punk und Roman Reigns, die am Sonntagabend das Main Event von WrestleMania 42 bilden wird. Er beschrieb die Atmosphäre zwischen beiden als etwas, das sich gefährlich real anfühle und weit über inszeniertes Drama hinausgehe: „Man kann das Gas in der Luft riechen und überall sprühen Funken … man versucht, das durchzustehen und es in den Ring zu bringen, bevor es explodiert.“
Selbst während der Promo-Segmente habe die Spannung eine Ebene erreicht, die nur schwer kontrollierbar sei: „Es gibt Momente, in denen der Trash Talk stattfindet, in denen man denkt: Oh … das läuft so. Das wäre fast richtig schiefgegangen.“
Für Triple H liegt die Besonderheit dieser Fehde in einem Detail, das sie von klassischen Rivalitäten abhebt. Beide Protagonisten seien nicht darauf aus, das Publikum oder die Kameras zu beeindrucken. Ihr gesamter Fokus richte sich ausschließlich auf den jeweiligen Gegner, was der Konfrontation eine Authentizität verleihe, die sich nicht inszenieren lasse.
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