Tony Khan verrät die Strategie hinter den großen AEW-TV-Matches

Tony Khan hält für seine Rede ein Mikrofon in der Hand
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AEW-Präsident Tony Khan hat in einem Interview mit dem Radiosender Q101 aus Chicago über mehrere aktuelle Themen gesprochen. Dabei verriet er, welche NJPW-Stars er künftig gerne bei AEW sehen würde, erklärte, warum AEW derzeit so viele World Title Matches im wöchentlichen TV zeigt, und äußerte sich außerdem zu den Boykottaufrufen von NJPW-Star Yota Tsuji vor Forbidden Door.

Tony Khan möchte weitere NJPW-Stars zu AEW holen

Auf die Frage nach einem möglichen AEW-Auftritt von Aaron Wolf machte Khan keinen Hehl aus seinem Interesse. Er erklärte, dass er für Forbidden Door gerne noch weitere Wrestler von New Japan Pro Wrestling verpflichtet hätte. Letztlich sei dies jedoch nicht möglich gewesen. Einige Talente hätten keine gültigen Visa besessen, andere seien von NJPW nicht für Einsätze in den USA eingeplant gewesen.

Besonders Aaron Wolf sowie die Knockout Brothers nannte Khan ausdrücklich als Wrestler, die er künftig gerne bei AEW in den Vereinigten Staaten einsetzen würde. Zudem erklärte er, dass das Abschiedsmatch von Hiroshi Tanahashi gegen Kazuchika Okada bei Wrestle Kingdom der jüngeren Generation von NJPW zusätzliche Aufmerksamkeit verschafft habe – eine Entwicklung, die er ausdrücklich begrüße.

Auch Hiroshi Tanahashi bestätigte wenig später, dass er rund um Forbidden Door ein ausführliches Gespräch mit Tony Khan geführt habe. Dabei sei es vor allem um die zukünftige Zusammenarbeit zwischen AEW und NJPW unter der neuen Unternehmensführung durch TV Asahi und CyberAgent gegangen. Beide Seiten möchten die Kooperation weiter ausbauen und die Bekanntheit ihrer Wrestler sowohl in Japan als auch in den USA steigern.

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Yota Tsuji rief zum Boykott von Forbidden Door auf

Vor Forbidden Door sorgte NJPW-Star Yota Tsuji mit deutlichen Aussagen für Aufsehen. Der amtierende IWGP World Heavyweight Champion erklärte öffentlich, dass er kein Interesse an einer Teilnahme an der Veranstaltung habe. Darüber hinaus forderte er sogar andere NJPW-Wrestler dazu auf, das Event ebenfalls zu boykottieren. Als Grund nannte Tsuji aus seiner Sicht mangelnden Respekt von AEW gegenüber NJPW und dem IWGP World Heavyweight Championship. Am Ende nahm Tsuji tatsächlich nicht an Forbidden Door teil.

Tony Khan reagierte nach der Veranstaltung auf der Pressekonferenz bewusst zurückhaltend. Er betonte seinen großen Respekt für Tsuji und den IWGP World Heavyweight Championship. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass Tsuji in der Vergangenheit auch bereits positiv über AEW gesprochen habe. Auf eine öffentliche Auseinandersetzung wollte sich Khan nicht einlassen.

Warum AEW immer mehr Titelmatches im TV zeigt

Im weiteren Verlauf des Interviews erklärte Khan auch, warum AEW in diesem Jahr so viele World Championship Matches im regulären TV-Programm zeigt. Dahinter stecke eine bewusste Strategie. Fans sollten Woche für Woche einschalten können und wissen, dass sie bei Dynamite und Collision große Matches auf höchstem Niveau geboten bekommen und nicht lediglich den Aufbau für den nächsten Pay-per-View.

Nach Einschätzung Khans gehören die aktuellen Ausgaben von Dynamite und Collision zu den stärksten TV-Jahren in der Geschichte von AEW. Besonders die hohe Zahl an hochklassigen Titelmatches sei dafür ein wesentlicher Grund.

Großes Lob fand Khan in diesem Zusammenhang auch für MJF. Der amtierende AEW World Champion verteidige seinen Titel deutlich häufiger als während seiner früheren Regentschaften. Dass MJF inzwischen regelmäßig im Main Event der TV-Shows seinen Titel aufs Spiel setze, verdiene aus Khans Sicht besondere Anerkennung.

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Die Verlegung des Omega-Matches passt zur Strategie

Wie konsequent AEW diesen Kurs verfolgt, zeigte sich in den vergangenen Tagen erneut. Das ursprünglich für den Pay-per-View „Redemption” am 26. Juli in Montreal geplante World Title Match zwischen MJF und Kenny Omega wurde kurzfristig auf die „Beach Break”-Ausgabe von „Dynamite” am 8. Juli vorgezogen.

Dave Meltzer und Bryan Alvarez berichteten übereinstimmend, dass das Match zunächst tatsächlich für den Pay-per-View vorgesehen gewesen sei. Warum sich AEW letztlich für eine kurzfristige Verlegung entschied, konnten beide jedoch nicht beantworten. Tony Khan selbst äußerte sich bislang nicht zu den Gründen. Die Entscheidung passt allerdings zu seiner erklärten Philosophie, den Fans auch im wöchentlichen TV regelmäßig große Titelmatches zu bieten.

Tony Khan sieht keinen Nachteil für die Pay-per-Views

Zum Abschluss ging Khan auf die Frage ein, ob die vielen hochkarätigen TV-Matches den Wert der Pay-per-Views schmälern könnten. Diese Sorge teilt er nicht. Seiner Ansicht nach ergänzen sich beide Formate vielmehr.

Fans, die sich nicht jeden Pay-per-View leisten können, sollen trotzdem regelmäßig erstklassiges Wrestling im Fernsehen erleben. Wer zusätzlich für einen Pay-per-View bezahlt, soll dort noch größere Matches und ein umfangreicheres Programm erhalten. Khans Ziel sei es, sowohl die wöchentlichen TV-Shows als auch die Großveranstaltungen möglichst attraktiv zu gestalten, damit die Zuschauer unabhängig vom Format ein hochwertiges Produkt erhalten.

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