Tony Khan über AEWs Transferstrategie, frühere PPVs und Kritik an der Promotion: Sein Vater zweifelte zunächst an der Idee

Tony Khan macht sich während eines Interviews einige Gedanken
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Tony Khan hat sich in zwei aktuellen Interviews ausführlich zur Situation von All Elite Wrestling geäußert. Im Gespräch mit ROAR Around The Ring sowie bei The WHIP Show Podcast sprach der AEW-Präsident unter anderem über mögliche Neuverpflichtungen, die Länge der Pay-per-Views, die Wahrnehmung seines Unternehmens in den Wrestling-Medien und die anfänglichen Zweifel seines Vaters Shad Khan an der Gründung von AEW.

Tony Khan will bei Neuverpflichtungen genau abwägen

Besonders interessant waren Khans Aussagen zur derzeitigen Situation auf dem Transfermarkt. In den vergangenen Wochen waren zahlreiche bekannte Namen zu Free Agents geworden, wodurch erneut Spekulationen über mögliche Wechsel zu AEW entstanden waren.

Khan machte bei ROAR Around The Ring jedoch deutlich, dass neue Verpflichtungen derzeit genau geprüft werden müssten. AEW verfüge bereits über eine große Zahl hochklassiger Wrestler, die Woche für Woche um Plätze bei Dynamite, Collision und den Pay-per-Views konkurrierten. Deshalb müsse das Unternehmen genau überlegen, welche weiteren Talente tatsächlich einen Mehrwert bieten könnten und wie diese in das bestehende Roster integriert würden.

Die Aussagen fielen unmittelbar vor den AEW-Shows in Detroit. Besonders intensiv wurde über Alex Shelley und Chris Sabin spekuliert. Die Motor City Machine Guns debütierten schließlich bei Collision und wurden offiziell als neue AEW-Stars bestätigt – siehe hier.

Frühere PPV-Startzeit war bewusst gewählt

Khan äußerte sich außerdem zur ungewöhnlich frühen Startzeit von AEW Redemption. Der Pay-per-View begann eine Stunde früher als viele vorherige Großveranstaltungen des Unternehmens.

Laut dem AEW-Präsidenten war dies eine bewusste Entscheidung. Sein Ziel sei es gewesen, die Veranstaltung auf jeden Fall vor Mitternacht an der US-Ostküste zu beenden. Mit dem früheren Beginn habe das funktioniert. Für Zuschauer an der Westküste ist das Ende gegen 21 Uhr Ortszeit (hierzulande morgens um 06 Uhr) ebenfalls deutlich angenehmer.

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Damit reagierte AEW zumindest indirekt auf einen Kritikpunkt, der die Promotion seit längerer Zeit begleitet. Mehrere Pay-per-Views hatten sich in der Vergangenheit bis tief in die Nacht gezogen. Ob der frühere Beginn dauerhaft zum neuen Standard wird, ließ Khan offen. Bereits vor Redemption hatte er erklärt, dass AEW mit der Startzeit experimentieren und die Reaktionen beobachten wolle.

Khan weicht Frage nach möglicher Medien-Voreingenommenheit aus

Bei The WHIP Show Podcast wurde Khan direkt darauf angesprochen, ob AEW von Teilen der Wrestling-Medien unfair behandelt werde. Der AEW-Präsident vermied jedoch einen direkten Angriff auf Journalisten oder Medienplattformen.

Stattdessen verwies er auf die besondere Position seines Unternehmens. AEW existiere erst seit rund sieben Jahren und sei weiterhin eine Challenger Brand in einer Branche, in der andere Unternehmen über eine jahrzehntelange Geschichte verfügten.

Trotz dieser vergleichsweise kurzen Existenz habe AEW nach seiner Einschätzung bereits einen starken Ruf bei vielen Wrestlingfans aufgebaut. Khan zeigte sich überzeugt davon, dass die Promotion zu den führenden Wrestlingunternehmen der Welt gehöre. Als wichtigste Antwort auf Kritik nannte er die eigenen Shows, die Qualität des Wrestlings und die Atmosphäre bei den Veranstaltungen.

Der Aufbau eines ernsthaften Konkurrenten sei grundsätzlich schwierig. Dass AEW innerhalb weniger Jahre eine solche Position erreicht habe, führt Khan vor allem auf die Arbeit der Wrestler, Mitarbeiter und die Unterstützung der Fans zurück.

Shad Khan glaubte zunächst nicht an die AEW-Idee

Im selben Interview blickte Khan auch auf die Gründungsgeschichte des Unternehmens zurück. Dabei stellte er zunächst klar, dass er selbst nie den Wunsch gehabt habe, Wrestler zu werden. Seine Leidenschaft habe vielmehr schon immer dem Promoten von Wrestling, dem Zusammenstellen von Matches und dem Aufbau eigener Veranstaltungen gegolten.

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Interessant fiel sein Rückblick auf die Haltung seines Vaters Shad Khan aus. Dieser habe die Idee einer neuen Wrestling-Promotion anfangs keineswegs unterstützt und zunächst nicht daran geglaubt, dass das Konzept funktionieren würde.

Diese Einstellung habe sich später grundlegend geändert. Shad Khan sei inzwischen ein großer Unterstützer von AEW geworden. Gleichzeitig betonte Tony Khan, dass die Gründung ohne die Unterstützung seines Vaters letztlich nicht möglich gewesen wäre.

Aus einer Idee, die innerhalb der eigenen Familie zunächst auf erhebliche Skepsis gestoßen war, entwickelte sich seit dem Start im Jahr 2019 eine Promotion mit wöchentlichen TV-Shows, internationalen Veranstaltungen und einem umfangreichen Pay-per-View-Kalender.

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