Im Rahmen des Double or Nothing Media Scrum wurde AEW-Präsident Tony Khan auf die Möglichkeit angesprochen, rund um WrestleMania 43 ein eigenes Großevent zu veranstalten. Hintergrund ist die erwartete Austragung von WrestleMania 43 in Saudi-Arabien, wodurch erstmals kein klassisches WrestleMania-Wochenende in den USA stattfinden könnte.
Khan erklärte, dass ein entsprechendes Konzept grundsätzlich möglich sei, und deutete an, dass AEW im Jahr 2027 „große Schritte“ und „große Events“ plane. Gleichzeitig stellte er klar, dass die langfristige Planung noch nicht abgeschlossen sei. Besonders die internationale Entwicklung sowie die Terminstruktur würden aktuell weiterhin geprüft. Mehrere englischsprachige Medien griffen die Aussagen auf und werteten sie als deutliches Zeichen dafür, dass AEW die mögliche Lücke rund um WrestleMania ernsthaft beobachtet.
Neben den Zukunftsplänen zog Khan ein äußerst positives Fazit zur aktuellen Großveranstaltung. Double or Nothing bezeichnete er als eine der stärksten Veranstaltungen in der Geschichte von AEW. Gleichzeitig sprach er über die wirtschaftliche Entwicklung der Promotion und erklärte, dass AEW aktuell das umsatzstärkste Jahr der Unternehmensgeschichte erlebe. Laut Khan sollen die Einnahmen unter anderem in internationale Projekte, neue digitale Angebote und zusätzliche Entwicklungen investiert werden.
MyAEW soll wachsen und weitere Promotions integrieren
Auch zur Plattform MyAEW äußerte sich Khan ausführlicher. Der Fokus liege derzeit vor allem auf internationalem Wachstum. Gleichzeitig bestätigte er, dass innerhalb des Angebots künftig möglicherweise weitere Wrestling-Promotions eingebunden werden könnten.
Auch ein weiteres „Fight for the Fallen“-Event zur Unterstützung der ALS-Forschung wurde thematisiert. „Fight for the Fallen“ dient bei AEW traditionell als Charity-Veranstaltung und unterstützte in der Vergangenheit bereits verschiedene wohltätige Zwecke, darunter Hilfsorganisationen für Opfer von Waffengewalt, COVID-19-Hilfen, Betroffene von Naturkatastrophen sowie Initiativen gegen häusliche Gewalt.
Mehrere Talente äußerten sich ebenfalls im Rahmen der Medienrunde. Will Ospreay machte deutlich, dass ein mögliches Match gegen Swerve Strickland im Owen Hart Tournament für ihn eine große Bedeutung hätte. Gleichzeitig betonte er die Wichtigkeit eines potenziellen Main Events bei All In im Wembley Stadium. Thekla präsentierte sich gewohnt selbstbewusst und erklärte öffentlich, sie halte sich aktuell für die Beste.
New York State Athletic Commission beeinflusste Matchplanung
Neben den inhaltlichen Entwicklungen sorgten bei Double or Nothing auch externe Vorgaben für Probleme hinter den Kulissen. Wie Bryan Alvarez von F4WOnline berichtete, nahm die New York State Athletic Commission direkten Einfluss auf mehrere Matchabläufe, insbesondere auf das Stadium Stampede Match.
Die Kommission erlaubt demnach keine längeren Brawl-Sequenzen innerhalb der Zuschauerränge oder direkte körperliche Auseinandersetzungen zwischen Fans und Wrestlern. Gerade für ein Stadium Stampede Match stellte dies eine erhebliche Einschränkung dar, da sich diese Matchart normalerweise durch die gesamte Arena bewegt. Die beteiligten Wrestler arbeiteten zwar weiterhin in großen Teilen der Halle, versuchten laut Bericht jedoch, direkten Kontakt mit den Zuschauern zu vermeiden.
Besonders auffällig wurde dies offenbar im Main Event zwischen Darby Allin und MJF. Nachdem Allin einen Coffin Drop von einer Gerüstkonstruktion zeigte, erlitt er sichtbar eine Platzwunde am Kopf. Die Kameraperspektive wechselte daraufhin schnell, da die Kommission offenbar auch sichtbares Blut während der Show möglichst vermeiden wollte. Laut Tony Khan zeigte sich die Kommission nach der Veranstaltung dennoch zufrieden mit dem Umgang der Situationen.
Verletzungssorgen um QT Marshall nach Pre-Show-Match
Zusätzlich gibt es nach Double or Nothing erste Sorgen um QT Marshall. Berichten zufolge verletzte sich der Veteran während seines Matches in der Pre-Show und musste anschließend vom medizinischen Personal untersucht werden.
Demnach wurde Marshall beim Verlassen des Bereichs geholfen und in den Backstagebereich begleitet. Welche Verletzung genau vorliegt und ob eine längere Pause droht, ist aktuell noch nicht bekannt. Eine offizielle Stellungnahme von AEW zur Schwere der möglichen Verletzung liegt bislang nicht vor.

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