TNA beendet Zusammenarbeit mit Max Caster: Promotion entschuldigt sich

Max Caster steht im Ring und streckt seinen Zeigefinger aus

Mit seinem Wechsel zu TNA wollte Max Caster das nächste Kapitel seiner Karriere aufschlagen. Nach Bound For Glory steht allerdings vor allem die Frage im Raum, wie weit die Folgen seines Einzugsraps reichen.

TNA beendet die Zusammenarbeit mit Max Caster

TNA wird Max Caster nach seinem Auftritt bei Bound For Glory nicht weiter einsetzen. Das Unternehmen veröffentlichte am Montag, dem 12. Oktober, eine Erklärung zu seinem Einzugsrap und bestätigte darin das Ende der Zusammenarbeit. Caster hatte am Vorabend die offene Herausforderung von Moose angenommen und das anschließende Match verloren.

Auslöser war eine Passage, in der Caster die jüngsten Angriffe auf Riad aufgriff. Er rappte, er lasse Bomben fallen, und dafür müsse man nicht einmal nach Riad fliegen. Die Äußerung fiel unmittelbar nach den tödlichen Angriffen auf den King Khalid International Airport und löste Kritik aus.

TNA bezeichnete die Bemerkungen als unsensibel und erklärte, dass es falsch sei, gewaltsame Angriffe zu verharmlosen. Zugleich übernahm die Promotion Verantwortung dafür, dass die Passage überhaupt ausgestrahlt worden war. Das Unternehmen entschuldigte sich und richtete seine Gedanken an die Opfer, deren Angehörige und alle weiteren Betroffenen.

Nach eigenen Angaben hat TNA das betreffende Segment aus den Wiederholungen sowie von seinen Social-Media-Kanälen entfernt. Außerdem sollen Maßnahmen verhindern, dass sich ein solcher Vorfall wiederholt. Damit liegt inzwischen eine offizielle Entscheidung vor, nachdem frühere Berichte Casters weitere Einsätze zunächst noch als ungewiss beschrieben hatten.

Die Riad-Zeile soll nicht genehmigt gewesen sein

Bereits vor der Stellungnahme hatte Fightful Select über Unmut innerhalb der Promotion berichtet. Nach Angaben von TNA-Quellen sei die betreffende Zeile weder vorgegeben noch vorab genehmigt gewesen. Einige Verantwortliche hätten sich darüber verärgert gezeigt.

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TNA selbst beschrieb in seiner Erklärung keine Einzelheiten eines möglichen Freigabeprozesses. Die Promotion räumte jedoch ausdrücklich ein, dass die Äußerung nicht hätte ausgestrahlt werden dürfen.

Weitere Auftritte waren offenbar bereits vorgesehen

Den von Fightful Select zusammengefassten Informationen zufolge sollte Casters Einsatz ursprünglich nicht auf Bound For Glory beschränkt bleiben. TNA hatte gehofft, ihn auch bei den bevorstehenden TV-Aufzeichnungen in Dothan, Alabama, einsetzen zu können. Nach der öffentlichen Erklärung des Unternehmens besteht diese Perspektive jedoch nicht mehr.

Unklar blieb den befragten Quellen zufolge, ob Caster bereits einen Vertrag unterschrieben hatte oder lediglich eine mündliche Vereinbarung über weitere Auftritte bestand. Deshalb lässt sich die Trennung nicht ohne Weiteres als Kündigung eines längerfristigen Vertrags beschreiben. Bestätigt ist, dass TNA ihn künftig nicht mehr für Matches einsetzen wird.

Der Bericht enthält außerdem eine Angabe zu seinem früheren Arbeitgeber: Bei AEW gebe es derzeit keinen konkreten Plan für Casters Rückkehr.

Bryan Alvarez sieht mögliche Folgen für Casters WWE-Chancen

Über die unmittelbaren Konsequenzen bei TNA hinaus beschäftigte sich Bryan Alvarez bei „Wrestling Observer Live“ mit Casters weiteren Möglichkeiten. Nach den veröffentlichten Zusammenfassungen seiner Aussagen habe er von Personen aus Casters früherem Arbeitsumfeld gehört, dass dieser bereits bei AEW wiederholt wegen missachteter Vorgaben Schwierigkeiten bekommen habe.

Alvarez schilderte Caster auf Grundlage dieser Auskünfte als jemanden, der an eigenen Ideen festhält, auch wenn ihm davon abgeraten oder deren Umsetzung untersagt werde.

Aus diesem berichteten Verhalten leitete Alvarez mögliche Hindernisse für eine spätere WWE-Verpflichtung ab. Seiner Einschätzung nach könnte für WWE weniger die einzelne umstrittene Zeile entscheidend sein als die Frage, ob ein Wrestler kreative Anweisungen zuverlässig befolgt. Wiederkehrende Zweifel daran könnten eine Zusammenarbeit erschweren.

4 Kommentare

  1. Im Wrestling darfste nur vom Weltuntergang reden, nicht von einzelnen Bomben. Schon gar nicht wenn die größte Nase des Geschäfts zu den indirekten Adressaten gehört. Geschmacklos? Auf jeden Fall. Genauso wie die Tendenz das treten von unten nach oben stärker zu saktionieren, als das häufigere treten von oben nach unten.

  2. Jo… also… was ist denn bei dem im Kopf los? Dann noch komplett Beratungsresistent wenn Leute ihm von sowas abraten… Braucht sich dann auch nicht wundern wenn er keinen Job mehr in der Branche kriegt. Kein Verlust für AEW und für TNA auch nicht.

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