Cody Rhodes über die Folgen seiner WrestleMania-Verletzung und neue Aussagen zum Karriereende

Cody Rhodes steht im WWE-Ring und hält ein Mikrofon in der Hand. Er trägt einen blau karierten Anzug mit passender Krawatte und blickt ernst in die Arena.

Cody Rhodes blickte im Gespräch mit Chris Van Vliet auf die körperlichen Belastungen seiner WWE-Karriere zurück. Dabei sprach er auch darüber, wie lange er noch im Ring stehen möchte und welche Rolle die Reaktionen des Publikums für diese Entscheidung spielen.

Augenverletzung beeinträchtigte Cody Rhodes länger als bekannt

Bei WrestleMania 42 hatte sich Rhodes im Match gegen Randy Orton eine Verletzung im Augenbereich zugezogen. Wie er nun bei „INSIGHT“ schilderte, beschäftigten ihn deren Folgen auch nach seinen ersten anschließenden Auftritten noch. Rückblickend sprach er von einer leichten Fraktur im Bereich der Augenhöhle.

„Ich bin mit einer leichten Fraktur der Augenhöhle davongekommen. Dafür trägt niemand außer mir selbst die Verantwortung“, erklärte Rhodes. Die Verletzung sei schlimm gewesen. Dass er trotzdem weitermachte, bewertete er inzwischen deutlich kritischer: „Ich bin deswegen sauer auf mich selbst, weil es meine Arbeit danach beeinträchtigt und mich stark ausgebremst hat.“

Damit ergänzte Rhodes die bisher bekannte Darstellung um einen wesentlichen Punkt. Im April hatte der Wrestling Observer noch berichtet, dass kein Bruch des Knochens im Bereich der Augenhöhle vorgelegen habe. Seine jetzigen Aussagen beschrieben einen anderen Befund.

Auf Nachfrage bestätigte Rhodes zudem, dass sein peripheres Sehen zeitweise eingeschränkt gewesen sei. Das hat nicht zu seinem eigenen Anspruch gepasst. Er könne sich schließlich nicht als führender Mann der WWE präsentieren und gleichzeitig behaupten, in der besten Form seiner Karriere zu sein, wenn ihn eine solche Verletzung behindere.

Eine anhaltende Einschränkung beschrieb Rhodes allerdings nicht. Zum Zeitpunkt des Gesprächs betrachtete er diese Phase als überwunden: „Inzwischen bin ich über den Berg. Ich habe es überstanden.“

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Klare Warnung an junge Wrestler

Besonders selbstkritisch äußerte sich Rhodes zu seinem grundsätzlichen Umgang mit Verletzungen. Seine erste Reaktion auf körperliche Probleme bestehe häufig darin, sich behandeln oder tapen zu lassen und anschließend trotzdem auftreten zu wollen. Diese Einstellung bezeichnete er selbst als „toxisch“.

Dass er nach WrestleMania bereits wieder vor den Kameras stand, bedeutete nach seiner Schilderung also nicht, dass sämtliche Beschwerden verschwunden waren. Vielmehr verdeutlichte er, wie schwer es ihm fiel, eine Pause zu akzeptieren, obwohl ihn die Verletzung bei seiner Arbeit einschränkte.

Jüngeren Kollegen riet er ausdrücklich davon ab, sich daran ein Beispiel zu nehmen: „Ich sage euch: Das ist nicht gut. Wenn du ein junger Wrestler bist, mach das nicht. Tu es nicht! Erhole dich, damit du an einem anderen Tag wieder antreten kannst.“

Warum er diesen Rat selbst nicht immer beherzige, konnte Rhodes nicht eindeutig erklären. Möglicherweise liege es an seiner großen Leidenschaft für Wrestling oder an seinem Ego. Er verspüre jedenfalls einen starken Drang, trotzdem weiterzumachen. Als vorbildlich stellte er dieses Verhalten jedoch nicht dar.

Cody Rhodes nennt einen möglichen Zeitraum für seinen Abschied

Auch seine längerfristigen Pläne kamen zur Sprache. Van Vliet erinnerte Rhodes daran, dass er früher mit 40 aufhören wollte. Der mittlerweile 41-Jährige reagierte mit Humor auf diese überholte Ankündigung und bezeichnete sie scherzhaft als eine seiner alten „Cody-Lügen“.

Er legte keinen neuen verbindlichen Abschiedstermin fest. Allerdings erklärte er, seinen kürzlich unterschriebenen WWE-Vertrag als seinen letzten zu betrachten. Dieser werde ihn noch eine ganze Weile begleiten. Auf die Frage nach einem möglichen Zeitraum nannte er schließlich sechs bis sieben weitere Jahre.

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Rhodes schränkte diese Einschätzung jedoch sofort ein: „Ich möchte das nicht als etwas Endgültiges darstellen. Ich weiß nur, dass ich nicht länger bleiben möchte, als ich willkommen bin.“

Deutlicher fiel seine Haltung zum Wrestling jenseits der 50 aus. So lange wolle er persönlich nicht antreten. Gleichzeitig betonte er, dass dies keine Kritik an Kollegen sei, die ihre Karriere in diesem Alter fortsetzen.

Erfolg, Filmrollen und mögliche Ermüdung beim Publikum

Für Rhodes ging es bei diesen Überlegungen auch um das Verhältnis zwischen dem, was er dem Wrestling gegeben hatte, und dem, was er dadurch erhalten hatte. Eines Tages kommt ein Zeitpunkt, an dem man aufhören muss, immer mehr für sich zu beanspruchen. Diesen Punkt sah er für sich noch nicht erreicht.

Er verdeutlichte, wie viel sich verändert hatte, indem er auf seine früheren Gespräche mit Van Vliet zurückkam. Damals war er ein WWE-Wrestler aus der Midcard. Nun durfte er in „Street Fighter“ die Figur Guile spielen, die er bereits aus seiner Kindheit kannte. Weitere Filmrollen gehörten ebenfalls zu seinen Wünschen.

Gleichzeitig merkte Rhodes selbstkritisch an, eine gewisse „Cody Fatigue“, also eine Übersättigung durch seine Präsenz, habe bereits eingesetzt. Auf Nachfrage relativierte er diese Einschätzung jedoch wieder. Eine allgemeine Abkehr der Fans behauptete er damit nicht. Für ihn sei vielmehr entscheidend, rechtzeitig zu erkennen, wann seine Zeit im Ring zu Ende sei.

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