The Undertaker enthüllt die Geschichte hinter „Old School“ – wie The Rock ihn zum Lachen bringen wollte und kuriose Momente seiner Biker-Ära

Undertaker lachend mit einem Mikrofon in der Hand
wrestling-point.de Newsquelle festlegen

Viele der bekanntesten Aktionen und Momente des Undertakers wirkten über Jahrzehnte sorgfältig geplant und nahezu unantastbar. Hinter einigen seiner Markenzeichen verbergen sich jedoch überraschende Ursprünge, körperliche Fehlentscheidungen und der Versuch seiner Kollegen, den stets ernsten „Deadman“ aus der Rolle zu bringen.

Im Gespräch mit Chris Van Vliet blickte der WWE Hall of Famer auf die Entstehung von „Old School“, besonders gelungene Chokeslams und mehrere ungewöhnliche Erlebnisse aus seiner Biker-Ära zurück.

Undertaker übernahm „Old School“ von The Spoiler

Der Gang über das oberste Ringseil gehörte zu den bekanntesten Aktionen des Undertakers, stammte ursprünglich aber von Don Jardine alias The Spoiler. Undertaker lernte ihn bei World Class Championship Wrestling kennen und wartete nach eigener Aussage zunächst dessen Karriereende ab, bevor er eine eigene Variante entwickelte.

Anfangs beendete er die Aktion noch mit einem Elbow Drop vom Seil. Da bei TV-Aufzeichnungen häufig mehrere Shows an einem Abend produziert wurden, musste er den Sprung teilweise mehrfach innerhalb weniger Stunden ausführen. Trainer Jody Hamilton warnte ihn früh vor den körperlichen Folgen.

Tatsächlich litt Undertaker bereits vor seinem WWE-Debüt 1990 unter Beschwerden. Später änderte er die Aktion deshalb ab und landete statt des Elbow Drops mit einem Schlag auf Schulter oder Rücken des Gegners. Diese weniger belastende Variante wurde schließlich als „Old School“ zu einem festen Bestandteil seiner Matches.

Brock Lesnar nahm den besten Chokeslam

Auf die Frage nach dem überzeugendsten Chokeslam nannte The Undertaker Brock Lesnar. Trotz seines hohen Körpergewichts habe Lesnar die Aktion besonders dynamisch dargestellt. Bei einer Ausführung sei er am höchsten Punkt sogar kurzzeitig vollständig aus Undertakers Griff geraten.

Weniger gut funktionierte der Chokeslam nach seiner Einschätzung bei The Great Khali. Dessen Größe und eingeschränkte Beweglichkeit hätten es schwieriger gemacht, die Aktion wirkungsvoll aussehen zu lassen.

Siehe auch  Matt Cardona verfolgt nach WWE-Rückkehr ein großes Ziel: Zwischenzeitlich hatte er die Hoffnung bereits aufgegeben

Undertaker betonte zugleich, dass ein guter Chokeslam nicht nur vom ausführenden Wrestler abhängt. Auch der Gegner müsse im richtigen Moment abspringen und die Landung entsprechend unterstützen.

The Rock wollte den „Deadman“ zum Lachen bringen

Eine der ungewöhnlichsten Geschichten betrifft den People’s Elbow von The Rock. Seit Jahren wird erzählt, die bewusst übertriebene Aktion sei ursprünglich entwickelt worden, um Undertaker während eines Matches zum Lachen zu bringen. Der WWE Hall of Famer bestätigte nun den Kern dieser Erzählung.

Innerhalb des Locker Rooms habe es zeitweise regelrechte Versuche gegeben, ihn aus seiner Rolle zu bringen. Aufgrund seiner konsequent ernsten Darstellung galt es für seine Kollegen als besondere Herausforderung, während eines Matches eine sichtbare Reaktion bei ihm hervorzurufen.

The Rock führte den später weltberühmten Elbow Drop demnach zunächst in einem nicht im Fernsehen übertragenen Match aus. Die lange Vorbereitung, das Ablegen des Elbow Pads und das mehrfache Laufen in die Seile sollten bewusst überzogen wirken. Undertaker erkannte sofort, dass die Beteiligten ihn damit zum Lachen bringen wollten, blieb jedoch in seiner Rolle.

Was zunächst als interner Scherz gedacht war, funktionierte beim Publikum so gut, dass The Rock die Aktion beibehielt. Der People’s Elbow entwickelte sich zu einem seiner bekanntesten Markenzeichen und wurde später sogar regelmäßig als Finishing Move eingesetzt.

Hulk Hogan landete hinter Undertakers Motorrad

Besonders unterhaltsam verlief das Interview, als Undertaker auf seine Zeit als „American Badass“ und „Big Evil“ zurückblickte. Eine der bekanntesten Szenen dieser Ära zeigte ihn, wie er Hulk Hogan gefesselt hinter seinem Motorrad durch den Backstagebereich zog.

Undertaker konnte die zeitliche Abfolge der damaligen Geschichte nicht mehr vollständig rekonstruieren. Seiner Erinnerung nach hatte Hogan zuvor versucht, sein Motorrad zu stehlen, war damit jedoch auf der Bühne liegen geblieben. Später überwältigte Undertaker seinen Rivalen, band ihn hinter der Maschine fest und fuhr mit ihm durch die Arena.

Siehe auch  Aalyah Mysterio macht den nächsten Schritt bei WWE – bei ihrem Namen gibt es eine Besonderheit

Dabei habe er versucht, Hogan möglichst nah an Wände und andere Gegenstände heranzuführen. Am Ende eines langen Korridors befand sich eine größere Ladezone, die Undertaker nutzen wollte, um seinen Gegner durch eine schnelle Richtungsänderung gegen eine Wand schwingen zu lassen. Die benötigte Geschwindigkeit habe er zwar nicht vollständig erreicht, mit dem Ergebnis sei er dennoch zufrieden gewesen.

Motorräder sorgten auch abseits der geplanten Szenen für Probleme

Nicht jede Geschichte aus der Biker-Ära verlief nach Plan. Undertaker erinnerte sich an ein eigens für ihn angefertigtes weißes Motorrad, das nur für kurze Zeit Bestandteil seiner Auftritte blieb. Wenige Wochen später wurde die Maschine für eine WWE-Szene von der Bühne befördert und dabei zerstört.

Bei einer anderen Gelegenheit verwendete er ein geliehenes Polizeimotorrad. Auf feuchtem Beton verlor er die Kontrolle über die schwere Maschine und beschädigte einen der seitlich angebrachten Koffer.

Die schwarze Träne wurde zum Wassertropfen

Zum Abschluss blickte Undertaker auf eine kurzlebige Veränderung seines Erscheinungsbildes bei der Survivor Series 1996 zurück. Für seine Rückkehr erhielt er eine schwarze Träne unter dem Auge, die ursprünglich an ein klassisches Tränentattoo erinnern sollte.

Das Symbol sollte seine weiterentwickelte, düsterere Persönlichkeit unterstreichen. Nach Undertakers Einschätzung wurde die ursprüngliche Idee durch die spätere WWE-Darstellung jedoch zunehmend abgeschwächt. Aus der bedrohlich wirkenden schwarzen Träne sei optisch eher ein gewöhnlicher Wassertropfen geworden, weshalb das Element schon bald wieder verschwand.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*