The Miz enthüllt neue Details zu seiner legendären Talking Smack-Promo – bei Bleacher Reports WWE-Noten wird er deutlich

The Miz steht im Ring und spricht zu den Fans

The Miz blickt auf einen der bekanntesten Momente seiner WWE-Karriere zurück und liefert dabei neue Details dazu, wie wenig von dem damaligen Auftritt tatsächlich vorbereitet war.

Gleichzeitig äußerte sich der ehemalige WWE-Champion zu einem ganz anderen Thema, das unter Wrestling-Fans regelmäßig für unterschiedliche Meinungen sorgt: die Bewertung von Matches und Shows durch die Medien.

The Miz erinnert sich an seinen legendären Talking-Smacks-Auftritt

Am 23. August 2026 jährt sich eine der bekanntesten Promos aus der Karriere von The Miz zum zehnten Mal. Im August 2016 geriet er bei „Talking Smack“ mit dem damaligen SmackDown General Manager Bryan Danielson aneinander und lieferte einen Auftritt ab, der bis heute zu seinen prägendsten WWE-Momenten zählt.

Im Gespräch mit „WrestleRant“ erklärte Miz nun ausführlicher, wie die Situation damals zustande gekommen war. Hinter seinem Auftritt steckte demnach erhebliche echte Frustration über seine damalige Position bei SmackDown.

Miz war im Zuge des Brand Splits zu SmackDown gewechselt und hielt zu diesem Zeitpunkt die Intercontinental Championship. Trotzdem war für ihn in  der eigentlichen TV-Show kein Auftritt vorgesehen. Besonders störte ihn, dass WWE gleichzeitig neue Championships für SmackDown präsentierte, während der amtierende Intercontinental Champion lediglich für ein nicht im Fernsehen ausgestrahltes Match eingeplant war.

Echte Frustration führte Miz zu Talking Smack

Mit dieser Situation wollte sich Miz nicht zufriedengeben. Er wandte sich an Road Dogg und machte deutlich, dass er zumindest bei der anschließenden „Talking Smack“-Ausgabe auftreten wolle. Was später wie ein detailliert vorbereitetes Segment wirkte, war nach Miz‘ heutiger Erinnerung jedoch kaum geplant. Vor der Show habe er sich lediglich sehr kurz mit Bryan Danielson abgestimmt.

Die Unterhaltung zwischen beiden habe ungefähr 30 Sekunden bis höchstens eine Minute gedauert. Einen vollständig ausgearbeiteten Ablauf oder ein detailliertes Skript gab es nicht. Auch das Ende des Segments sei nicht im Voraus festgelegt worden. Stattdessen gingen beide mit einer groben Vorstellung vor die Kamera und entwickelten den Schlagabtausch während der laufenden Sendung.

Gerade die tatsächliche Frustration von Miz über seinen damaligen WWE-Status verlieh der Szene eine besondere Intensität. Danielson kritisierte seinen Wrestling-Stil und stellte dessen körperliche Härte infrage, worauf Miz zunehmend emotional reagierte. Die Grenze zwischen Storyline und tatsächlichen Überzeugungen wirkte dadurch für die Zuschauer ungewöhnlich schwer erkennbar.

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Warum die Promo bis heute eine besondere Stellung einnimmt

Der Moment veränderte auch die Wahrnehmung von Miz. Obwohl er zu diesem Zeitpunkt bereits seit vielen Jahren bei WWE aktiv und mehrfacher Champion gewesen war, galt die Talking Smack-Promo für viele Fans als einer der Momente, in denen er seine Fähigkeiten am Mikrofon besonders eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Dass dieser Auftritt praktisch ohne umfangreiche Vorbereitung entstand, macht ihn rückblickend noch bemerkenswerter. Miz konnte dabei reale Unzufriedenheit mit seiner Situation aufgreifen und innerhalb der laufenden Storyline verwenden.

Das Segment ist damit zugleich ein Beispiel für eine Form des Wrestlings, bei der nicht jedes Detail im Voraus feststeht. Miz und Danielson verfügten über genügend Erfahrung, um aus einer kurzen Absprache einen Moment zu entwickeln, der auch zehn Jahre später noch mit ihren gemeinsamen WWE-Jahren verbunden wird.

The Miz kritisiert die WWE-Bewertungen von Bleacher Report

Im selben Interview äußerte sich Miz auch kritisch über die Wrestling-Berichterstattung von Bleacher Report. Seiner Meinung nach entsprechen die dort regelmäßig vergebenen Noten für WWE-Shows und einzelne Matches nicht immer dem, was während einer Veranstaltung tatsächlich erreicht werden sollte. Miz machte deutlich, dass es ihm nicht grundsätzlich um zu niedrige oder negative Bewertungen geht. Sein Problem liege vielmehr darin, aus welcher Perspektive Wrestling beurteilt wird.

Nach seiner Einschätzung berücksichtigen manche Bewertungen nicht ausreichend, welche Aufgabe ein Match innerhalb einer gesamten Show erfüllt. Nicht jede Begegnung müsse dieselben Ziele verfolgen. Ein Match könne beispielsweise eine Storyline fortsetzen, einen Wrestler stärker präsentieren oder bewusst auf einen späteren Höhepunkt vorbereiten.

Genau deshalb hält Miz es für schwierig, Wrestling ausschließlich nach einer starren Bewertungsskala zu beurteilen.

Bleacher Reports C+ für Liv Morgan gegen IYO SKY sorgte für Kritik

Ein aktuelles Beispiel lieferte Bleacher Reports Bewertung des Women’s World Championship Matches zwischen Liv Morgan und IYO SKY bei SummerSlam. Die Begegnung erhielt dort ein C+.

Zur Einordnung für deutsche Leser: Das amerikanische Bewertungssystem arbeitet üblicherweise mit den Buchstaben A bis F. Ein C entspricht grob der deutschen Schulnote 3 beziehungsweise „befriedigend“, während ein C+ etwas oberhalb dieses Bereichs liegt.

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Bleacher Report begründete die Bewertung unter anderem damit, dass manche Aktionen vergleichsweise lange vorbereitet worden seien und das Match dadurch stellenweise an Tempo verloren habe. Gleichzeitig wurde die Schlussphase positiver hervorgehoben.

Unter Wrestling-Fans stieß die vergleichsweise niedrige Bewertung teilweise auf deutlichen Widerspruch. Zahlreiche Zuschauer sahen das Match wesentlich stärker, was erneut verdeutlichte, wie unterschiedlich Wrestling wahrgenommen und bewertet werden kann.

Miz lehnt Kritik keineswegs grundsätzlich ab

Der WWE-Star stellte allerdings klar, dass er mit Kritik grundsätzlich kein Problem habe. Im Gegenteil: Konstruktive Einschätzungen könnten ihm dabei helfen, seine eigene Arbeit zu verbessern. Auch Kommentare von Fans nehme er teilweise ernst, wenn darin ein nachvollziehbarer Gedanke stecke. Miz beschäftigt sich nach eigener Darstellung mit solchen Rückmeldungen und kann daraus gelegentlich neue Perspektiven gewinnen.

Pauschale Angriffe, bei denen ihm lediglich mitgeteilt wird, dass er schlecht sei, WWE verlassen oder sogar entlassen werden sollte, beurteilt er anders. Solche Reaktionen haben ihn allerdings über viele Jahre hinweg ebenfalls motiviert. Die negativen Stimmen gaben ihm immer wieder zusätzlichen Antrieb und trugen dazu bei, dass er sich während seiner inzwischen rund zwei Jahrzehnte dauernden WWE-Karriere kontinuierlich beweisen wollte.

Ausgerechnet ein Bleacher Report-Autor führte das Interview

Eine interessante Randnotiz ergibt sich aus der Person seines Gesprächspartners. WrestleRant-Moderator Graham Matthews arbeitet seit vielen Jahren selbst als Autor für Bleacher Report. Miz richtete seine Kritik allerdings nicht persönlich gegen ihn. Die aktuell diskutierten SummerSlam-Bewertungen stammen unter anderem von Chris Mueller. Vielmehr kritisierte Miz grundsätzlich die Art, wie manche Wrestling-Reviews des Portals seiner Ansicht nach aufgebaut sind.

Dabei grenzt er die Wrestling-Berichterstattung ausdrücklich von anderen Bereichen des Unternehmens ab. Die Arbeit von Bleacher Report zu klassischen Sportarten wie Football, Baseball oder Basketball beurteilt Miz deutlich positiver.

1 Kommentar

  1. Gerade weil es nicht vorher umfangreich vorbereitet wurde war es Saustark gewesen, einfach mal frei aus den Bauch und nicht brutal durchgestripted

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