Swerve Strickland über die Hürden einer WWE-/AEW-Show – Kritik an Fünf-Sterne-Wertungen

Swerve Strickland steht grimmig auf der Stage

Swerve Strickland sprach mit Billboard über mögliche Begegnungen zwischen WWE- und AEW-Stars sowie seine Ambitionen als Musiker. Dabei ging es auch darum, wer über den Wert einer Leistung entscheidet und welchen Stellenwert Bewertungen für ihn haben.

Swerve Strickland glaubt nicht an eine gemeinsame WWE-/AEW-Show

Auf die Frage, ob er zu seinen Lebzeiten noch eine gemeinsame Veranstaltung von WWE und AEW erwarte, antwortete Strickland deutlich: „Nein. Zumindest nicht zu meinen Lebzeiten.“ Seine Skepsis begründete er mit den geschäftlichen Interessen und der Kontrolle über die Darstellung der jeweiligen Stars.

Besonders bei WWE sah er große Hürden. Das Unternehmen müsse seine Marke schützen, ähnlich wie die NFL. Aus seiner Sicht würde WWE deshalb kaum zulassen, dass Wrestler der Konkurrenz bei einer gemeinsamen Veranstaltung besser präsentiert würden als die eigenen Spitzenkräfte.

„Es geht um Kontrolle. Es geht um Vermarktung“, erklärte Strickland. Damit beschrieb er seine persönliche Einschätzung der Ausgangslage. Über konkrete Verhandlungen zwischen den Unternehmen oder eine tatsächlich abgelehnte Veranstaltung berichtete er nicht.

Oba Femi, Cody Rhodes und die Frage nach Siegern und Verlierern

Als Beispiel führte Strickland Oba Femi an. Dessen dominante Darstellung müsse WWE bewahren. Ähnliches gelte für Gunther, Roman Reigns und Cody Rhodes. Bei Rhodes komme aus seiner Sicht noch dessen Vergangenheit bei AEW hinzu, die eine Begegnung zwischen den beiden Promotions zusätzlich aufladen würde.

Bei den Wrestlerinnen erwartete Strickland noch größere Schwierigkeiten. Er nannte Rhea Ripley, Liv Morgan und Chelsea Green als Beispiele für Stars, deren Stellung WWE ebenfalls schützen wolle.

Besonders anschaulich machte er das an einem hypothetischen Match zwischen Seth Rollins und Will Ospreay. Ein solches Duell wäre für ihn eine Begegnung zweier prägender Wrestler ihrer Generation. Die entscheidenden Fragen blieben aber: Wer werde geschützt, und welche Seite habe bei den Absprachen die stärkere Verhandlungsposition?

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Für Swerve wäre ein Matchausgang zweitrangig

Die Haltung der Wrestler selbst beschrieb Strickland deutlich entspannter. In der Umkleide bestehe vor allem der Wunsch, solche Matches überhaupt bestreiten zu können. Er verwies dabei auf seine Freundschaft mit Carmelo Hayes, Je’Von Evans und Oba Femi.

„Das sind meine Jungs. Ich liebe diese Leute. Mir ist egal, wer gewinnt. Auch eine doppelte Disqualifikation wäre mir egal“, erklärte er. Für ihn persönlich müsse eine solche Begegnung also nicht mit einem eigenen Sieg enden. Die Möglichkeit, miteinander im Ring zu arbeiten, wäre ihm wichtiger.

Eine konkrete Liste von Wunschgegnern wollte Strickland anschließend dennoch nicht aufstellen. Auf die entsprechende Nachfrage erklärte er, inzwischen selbst der Wrestler sein zu wollen, den andere für ihr Traummatch auswählen. Damit unterstrich er seinen Anspruch an die eigene Stellung im Wrestling.

Warum fünf Sterne für ihn kein allgemeingültiges Urteil sind

Im selben Interview verglich Strickland die Anforderungen im Wrestling mit denen seiner Musikkarriere. Interviewer Carl Lamarre wollte wissen, was schwieriger sei: ein Match auf Fünf-Sterne-Niveau oder ein Album, das mit fünf Mikrofonen bewertet werde. Strickland entschied sich für das Album.

Zugleich betonte er, dass beide Maßstäbe subjektiv seien. Was ein Hörer als Höchstleistung empfinde, könne für jemand anderen nur vier oder viereinhalb Mikrofone wert sein. Beim Wrestling verhalte es sich ähnlich: Ein vom Wrestling Observer mit fünf Sternen bewertetes Match könne aus Sicht anderer Zuschauer eher vier Sterne verdienen.

Ein herausragendes Album muss für ihn dauerhaft bestehen

Die größere Herausforderung sah Strickland darin, mit Musik sehr unterschiedliche Menschen zu erreichen. Ein außergewöhnliches Album müsse nach seinem Verständnis nicht nur bestehende Fans überzeugen, sondern ebenso Kritiker und Hörer, die bislang keine Verbindung zum Künstler hätten.

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Entscheidend sei außerdem, dass die Musik über ihre Veröffentlichung hinaus Bestand habe. Für ihn verdiene ein Album die Höchstbewertung dann, wenn es auch Jahre später noch geschätzt werde. Selbst herausragende Texter hätten ein solches Werk nicht zwangsläufig geschaffen. Seine eigenen Fähigkeiten als Rapper ordnete er dabei ausdrücklich noch unter denen dieser Größen ein.

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