Swerve Strickland befand sich in einer aktiven Medienphase und gab in den vergangenen Tagen mehrere Interviews. Im „Bootleg Kev Podcast“ und in der „The Cruz Show“ auf Real 92.3 LA sprach er über eine breite Palette an Themen, darunter eine mögliche AEW-Rückkehr von Aleister Black, die Einbindung von Prominenten im Wrestling, die AEW-World-Title-Regentschaft von Darby Allin und eine spannende Geschichte um Oba Femi.
Stricklands klare Reaktion auf das Aleister Black-Rückkehr-Gerücht
Schon mit der ersten Frage nach Aleister Black setzte Strickland einen klaren Akzent. Als ihn Bootleg Kev auf die Gerüchte zu einer AEW-Rückkehr Blacks ansprach, machte Strickland zunächst eine deutliche Daumen-runter-Geste: „Ich glaube, ich habe gesehen, dass Sean Ross Sapp das als falsch gemeldet hat. Also überlasse ich das einfach den Berichten.“ Erst danach folgten die menschlich-positiven Worte für Black und seine Frau Zelina Vega: „Ich hoffe, Tommy findet das, wonach er in dieser Branche, in diesem Karriere-Abschnitt, sucht.“
Beide sind sehr talentiert und großartige Menschen. Black habe ihm in seiner Karriere geholfen, ihn bei Terry Taylor empfohlen und 2017 mit ihm Tape-Studien durchgeführt. Black kehrte Ende 2025 zu WWE zurück und wurde im April 2026 im Rahmen größerer Roster-Kürzungen wieder entlassen. Eine 90-tägige Konkurrenzklausel läuft bis später im Sommer.
Strickland zur Promi-Involvierung im Pro-Wrestling
Bei „The Cruz Show“ wurde Strickland gefragt, wie er die zunehmende Einbindung von Prominenten und Influencern ins Pro-Wrestling beurteilt. Hintergrund waren die polarisierenden Debatten rund um Pat McAfee und Jelly Roll in der WrestleMania-42-Fehde zwischen Cody Rhodes und Randy Orton. Strickland zog die Fan-Verbindung als zentrales Maß heran: „Es gibt definitiv einen passenden Zeitpunkt und einen passenden Ort dafür. Es kommt immer wieder darauf zurück, wie stark du dich mit der Fan-Community verbunden hast, um dein Engagement in diesem Bereich des Wrestlings zu rechtfertigen.“
Strickland verglich die Fans mit Kindern, die ehrlich sagen, wenn ihnen etwas gefällt oder nicht gefällt. Der Vergleich war nicht herablassend gemeint, sondern als Lob für die ehrliche Reaktion der Fan-Basis, die für ihn das beste Korrektiv im Pro-Wrestling sei.
Kritik am AEW-Booking um Darby Allin
Im Gespräch mit Bootleg Kev äußerte sich Strickland kritisch zur Darstellung von Darby Allins Titelgewinn am 15. April bei AEW. Aus seiner Sicht habe Allin im Vorfeld nicht die Aufmerksamkeit und den Aufbau erhalten, die ein solcher Moment gebraucht hätte. Besonders im Vergleich zu den langen und intensiv präsentierten Matches von MJF gegen Kenny Omega sowie im Texas Death Match wirkte Darbys Titelgewinn für Strickland weniger bedeutend inszeniert.
Lob für Oba Femi und Interesse an The New Day
Im selben Interview sprach Strickland auch über ein Treffen mit Oba Femi im Fitnessstudio. Dabei erklärte er ihm, dass er ihn direkt mit einem Titelgewinn hätte debütieren lassen, wenn er die Entscheidung getroffen hätte. Femi zeigte sich überrascht, da sein tatsächliches Debüt wenig später tatsächlich in einem Titelmatch gegen Cody Rhodes stattfand.
Strickland äußerte sich außerdem zu möglichen AEW-Zugängen rund um The New Day mit Kofi Kingston und Xavier Woods. Laut ihm gebe es innerhalb der Wrestling-Szene einige Talente, die sich einen Wechsel zu AEW vorstellen könnten. Er beschrieb Kingston und Woods als motiviert, fit und zufrieden. Konkrete Gespräche oder laufende Verhandlungen sprach Strickland zwar nicht an, machte jedoch deutlich, dass der Wunsch nach einem möglichen AEW-Wechsel bei einigen Wrestlern durchaus vorhanden sei.
Indy-Sterbe-Diagnose und Stricklands eigene AEW-Pause
In der „The Cruz Show“ sprach Strickland über die Entwicklung der Wrestling-Branche und erklärte, dass das klassische Karrieremodell vieler Independent-Wrestler seiner Meinung nach zunehmend verschwinde. Die stärksten Wrestling-Momente seien damals oft nicht in großen Arenen entstanden, sondern in kleinen Hallen und Clubs, wo viele spätere Stars gleichzeitig auftraten und eine besondere Atmosphäre erzeugten.
Als Beispiele nannte er unter anderem Ricochet, Bryan Danielson, Kenny Omega, Penta und die Young Bucks. Diese Talente hätten damals sogar Merchandise in Hot-Topic-Filialen verkauft und bereits außerhalb großer Ligen hohe Bekanntheit erreicht. Laut Strickland konnten erfolgreiche Independent-Wrestler zu dieser Zeit sogar sechsstellige Jahreseinkommen erzielen.
Gleichzeitig kritisierte er, dass viele Nachwuchstalente heute seiner Ansicht nach zu früh Verträge bei großen Promotions unterschreiben würden. Dadurch bleibe ihre persönliche und kreative Entwicklung oft auf der Strecke. Zudem fehle es vielen Wrestlern an Risikobereitschaft, da heutzutage häufiger nach Sicherheit gesucht werde, anstatt den eigenen Weg konsequent zu gehen.
Strickland selbst befindet sich aktuell in einer Pause von den AEW-Storylines. Sein bislang letztes Match bestritt er am 25. März 2026 gegen Kenny Omega. Auf X deutete er zuletzt an, dass AEW ihn bewusst aus den TV-Shows heraushält, um Bandido stärker zu schützen. Beim „AEW Double or Nothing 2026“ Pay-per-View werden beide im Viertelfinale des „Owen Hart Cup“ aufeinandertreffen.
