Stephanie Vaquers Schulterverletzung ist real: Warum ihr WrestleMania-Match gegen Liv Morgan wirklich so kurz war

Stephanie Vaquer steht im Ring bei WWE Raw

Die WWE RAW Ausgabe vom 27. April aus der Sames Auto Arena in Laredo, Texas, brachte eine unerwartete Wendung im Programm der Women’s Division. Stephanie Vaquer, die ihren WWE Women’s World Championship Titel bei WrestleMania 42 an Liv Morgan verloren hatte, wurde nach einer Backstage-Attacke vorübergehend aus den TV-Shows geschrieben.

Verantwortlich zeichneten Liv Morgan, Raquel Rodriguez und Roxanne Perez, die Vaquer im Backstagebereich überfielen und bewusstlos am Boden zurückließen. Während des Tag Team Matches zwischen Bayley und Lyra Valkyria gegen Rodriguez und Perez gab Michael Cole am Kommentatorenpult bekannt, dass die ehemalige Championesse eine „AC-Gelenksverletzung zweiten Grades an der Schulter“ erlitten habe und für unbestimmte Zeit ausfallen werde.

Verletzung ist real

Ein Update von Bryan Alvarez vom Wrestling Observer liefert nun zusätzliche Klarheit. Demnach handelt es sich bei der Verletzung nicht um ein reines Storyline-Element, sondern um eine tatsächliche körperliche Beeinträchtigung, die mit der bei Raw genannten Diagnose übereinstimmt.

Wann genau sich Vaquer die Verletzung zugezogen hat, bleibt unklar. Bislang ist nicht bestätigt, ob die AC-Gelenksverletzung in einem Match entstand oder zu einem anderen Zeitpunkt vor der TV-Attacke. Das Backstage-Segment am Montagabend diente erkennbar dazu, ihre Abwesenheit von der Bildfläche narrativ zu erklären. Nachdem Morgan, Rodriguez und Perez die Szene verlassen hatten, kümmerte sich medizinisches Personal um die ehemalige Championesse.

Hintergrund zum verkürzten WrestleMania-Match

Mit der Bestätigung der echten Verletzung rückt auch das Match zwischen Liv Morgan und Stephanie Vaquer bei WrestleMania 42 erneut in den Fokus. Morgan hatte sich in Las Vegas die WWE Women’s World Championship in einem Match zurückgeholt, das deutlich kürzer ausfiel, als viele Beobachter erwartet hatten. Höhepunkte waren die Einmischung von Roxanne Perez sowie der entscheidende Moment, als Morgan ihre Kontrahentin gegen die Stahltreppe schleuderte und anschließend ihren Finisher ansetzte.

Frühere Berichte hatten Verletzungen als möglichen Grund für die Kürze ins Spiel gebracht. Ein Update von Sean Ross Sapp im Rahmen einer Fightful-Select-Fragerunde widerspricht dieser Theorie jedoch. Sapp führt die kurze Match-Dauer auf den strengen Produktionszeitplan zurück und nicht auf gesundheitliche Bedenken oder die Leistung der Wrestlerinnen.

Sapp verweist darauf, dass Morgan kurz nach WrestleMania ein deutlich längeres Match bestritten habe, was gegen die These einer körperlichen Schonung spreche. Er macht deutlich, dass es wenig Sinn ergebe, Morgan und Vaquer auf rund sieben Minuten zu begrenzen, während Morgan und Sol Ruca im Anschluss zwölf Minuten erhielten. Sapp betont, dass aus seiner Sicht keine offizielle Begründung kommuniziert worden sei, die auf Verletzungen abzielte.

Zudem stellt Sapp klar, dass alle Beteiligten unter denselben zeitlichen Vorgaben gearbeitet hätten und Morgan diese zwölf Minuten vermutlich lieber bei WrestleMania zur Verfügung gehabt hätte. Die kürzere Match-Dauer sei demnach das Ergebnis eines straffen Showformats, nicht einer medizinischen Notwendigkeit.

Nach dem bestätigten Ausfall der ehemaligen Championesse steht die WWE vor der Aufgabe, die Women’s Division kurzfristig neu auszurichten. Die Rivalität zwischen Vaquer und Morgan hatte nach WrestleMania an Fahrt aufgenommen und schien sich fortsetzen zu wollen, bevor die Verletzung von Morgan WWE zu einer Richtungsänderung zwang.

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