In der jüngsten Folge des Podcasts „What’s Your Story? with Steph McMahon“ einen ungewöhnlich persönlichen Einblick in seine Beziehung zur WWE gegeben. Dabei ging es nicht nur um das emotionale Verhältnis des Hall of Famers zu seinem langjährigen Arbeitgeber, sondern auch um eine bemerkenswerte Detailfrage: Wer seine Verträge mit dem Konzern eigentlich aushandelt. Im Gespräch mit Stephanie McMahon erklärte er offen, warum er die Geschäftsführung bewusst aus der Hand gibt.
Rebecca als zentrale Vertrags-Stimme im Hause Michaels
Im Gespräch mit Stephanie McMahon hob Michaels die Rolle hervor, die seine Frau Rebecca seit Jahren in seinem Berufsleben spielt. Demnach hat sie nicht nur die Familienorganisation übernommen, sondern auch geschäftliche Belange seiner WWE-Karriere mitgetragen, ohne dabei selbst öffentlich in Erscheinung zu treten: „Ich weiß, das klingt vielleicht klischeehaft, aber weißt du, sie hat wirklich, sie hat, weißt du, ihr ganzes Leben auf Eis gelegt und sich jeden Tag voll und ganz um diese Kinder gekümmert, und das tut sie bis heute. Sie hat mich auf meinem ganzen Weg unterstützt, weißt du, und sich hinter den Kulissen um alles Geschäftliche gekümmert, und das macht sie auch jetzt noch.“
Daran schloss er die folgende Information an: „Ich meine, weißt du, sie war diejenige, die meinen letzten Vertrag ausgehandelt hat, verstehst du, was ich meine?“
Stephanies Nachfrage und Michaels‘ Bestätigung
Stephanie McMahon reagierte zunächst mit einem spielerischen Einwurf und unterstellte Rebecca scherzhaft, sie habe Michaels gerade in der Interview-Situation zur Seite gestanden. Daran schloss sie eine ernsthaftere Nachfrage an: Ob Rebecca bei den damaligen Vertragsverhandlungen mit der WWE tatsächlich selbst die Telefonate geführt habe. Eine Vorstellung, die sie mit einem mehrfachen „Wow” kommentierte, denn Michaels bestätigte das knapp und ohne weitere Erklärung.
Michaels über seine eigene Schwäche im Geschäftlichen
Im weiteren Gespräch räumte Michael offen ein, dass ihm Verhandlungen mit der WWE persönlich schwerfallen. Der Grund dafür liege in seiner Bindung an das Unternehmen, in dem er seit Jahrzehnten arbeitet: „Es ist einfach so, weil ich einfach nicht … Ich bin ein Weichei, und wenn es um diesen Ort geht … Weißt du, ich empfinde Liebe, Leidenschaft und Loyalität für diesen Ort.“
Stephanie McMahon ordnete diese Selbsteinschätzung ein, indem sie auf Rebeccas vollständige Loyalität ihrem Ehemann gegenüber verwies: „Aber ihre Treue und ihre Leidenschaft gelten dir, ihrem Ehemann.“
Im Anschluss erläuterte Michaels, warum er die Vertragsverhandlungen vollständig in Rebeccas Hände legt. Für ihn und Rebecca stehe ihre familiäre Verbindung über allem anderen, und genau in diesem Punkt verlaufe die schwierige Trennlinie zwischen seiner tiefen Loyalität gegenüber WWE und einem nüchternen Blick auf die eigenen Geschäftsinteressen. Während er sich mit dieser Grenzziehung schwertue, gelinge sie Rebecca offenbar ohne Mühe, weshalb er die Verhandlungen konsequent ihr überlasse.
Coaching-Reflexion als zweiter Schwerpunkt
Über die Vertragsanekdote hinaus gab Michaels in derselben Folge auch Einblick in seine berufliche Selbstreflexion als Coach im WWE Performance Center. Seine Aufgabe umfasst sowohl die strukturierte Vermittlung der Wrestling-Grundlagen als auch der geschäftlichen Seite, aufgebaut in einem klaren Stufenmodell vom Einstieg über die Mittelstufe bis zur Fortgeschrittenen-Ebene.
Was ihn dabei am meisten antreibe, sei jedoch nicht die Methodik selbst, sondern die bewusste Abkehr von dem überzogenen Härte-Stil, den seine eigene Generation in der Wrestler-Ausbildung durchlebt habe. Michaels räumt dabei selbst ein, dass es durchaus Stimmen geben werde, die das frühere Modell rückblickend als richtig verteidigen, persönlich bewege ihn aber gerade die Möglichkeit, eine andere, weniger harte Lernumgebung zu schaffen.

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