Am 12. Juli 2025 trat der WWE Hall of Famer Bill Goldberg in einem emotional aufgeladenen Abschiedsmatch bei WWE Saturday Night’s Main Event gegen GUNTHER an. In einem intensiven Kampf, der nicht nur das Ende seiner aktiven Karriere markierte, sondern auch zahlreiche persönliche Verbindungen aufleben ließ, setzte Goldberg einen Schlusspunkt hinter einer der dominantesten Karrieren im modernen Wrestling. In einem Interview mit Ariel Helwani gab der frühere Champion bekannt, dass die ersten Gespräche über sein Abschiedsmatch bereits im November 2024 begonnen hatten. Zwar sei damals schon ein Termin genannt worden, doch erst zu Beginn des neuen Jahres seien die Pläne offiziell konkretisiert worden.
Goldberg zeigte sich dankbar, dass ihm diese Gelegenheit ermöglicht wurde. Er erklärte, wie besonders es für ihn sei, in diesem Alter und zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere noch einmal eine so große Bühne bekommen zu haben. Es sei ihm wichtig gewesen, diesen Abschied selbst mitzugestalten, was ihm mit diesem Main Event auch gelungen sei.
Ein Spear mit Folgen: Charles Robinson erleidet Rippenbruch durch Goldberg
Trotz aller Emotionen blieb das Match nicht ohne Zwischenfall. Während einer der Schlüsselszenen verletzte Goldberg den langjährigen WWE-Referee Charles Robinson bei einem Spear so schwer, dass dieser sich eine Rippe brach – wir berichteten. Robinson, auch bekannt unter dem Spitznamen „Lil Naitch“, ist mit seinen 61 Jahren einer der erfahrensten Ringrichter im WWE-Kader und hatte sich bereit erklärt, Goldbergs Abschiedsmatch zu leiten. Laut Goldberg war es sogar seine ausdrückliche Bitte, Robinson als Offiziellen für das Match einzusetzen. Die beiden verbindet eine langjährige Geschichte im Wrestling, und Robinson habe in der Vergangenheit schon mehrfach ähnliche Aktionen von ihm eingesteckt.
Auf Instagram zeigte Robinson später Fotos seiner Verletzung, nahm es jedoch mit Humor und erklärte, dass er trotz der gebrochenen Rippe bald wieder im Ring stehen werde – konkret schon bei der nächsten Ausgabe von WWE SmackDown in San Antonio. Goldberg selbst entschuldigte sich im Interview für den Vorfall, lobte Robinsons Zähigkeit aber ausdrücklich und nannte ihn „unverwüstlich“. Der Respekt zwischen den beiden war deutlich spürbar, auch wenn die Aktion im Match für einen schmerzhaften Moment sorgte.
Abgelehnter WWE-Deal für Goldbergs Sohn Gage: Ein bewusster Schutz
Neben seinem eigenen Karriereabschluss sprach Goldberg in der Ariel Helwani Show auch über ein Angebot, das die WWE seinem Sohn Gage unterbreitet hatte. Demnach versuchte die Company, Gage Goldberg über einen sogenannten NIL-Vertrag an sich zu binden. Die Initiative „Next in Line“ dient der langfristigen Nachwuchsförderung junger Athleten, insbesondere College-Sportler, die frühzeitig an das WWE-System herangeführt werden sollen.
Goldberg erklärte jedoch, dass er diesen Vorstoß persönlich gestoppt habe, als er von den finanziellen Konditionen erfuhr. Er betonte, dass es aus seiner Sicht nicht der richtige Zeitpunkt sei, und sein Sohn aktuell andere Prioritäten habe. Gage spielt derzeit Football für die University of Colorado unter der Leitung von Head Coach Deion Sanders. Goldberg sagte, dass Gage noch genug Zeit habe, um seine berufliche Richtung zu finden, und ein möglicher Einstieg ins Wrestling nicht ausgeschlossen sei – aber eben nicht zu diesem Zeitpunkt.
Er machte klar, dass er nur das Beste für seinen Sohn wolle und jede Entscheidung mit Bedacht getroffen werde. Zwar sei es logisch, dass WWE ein Interesse daran habe, den Sohn einer Legende ins System zu holen, doch Gage solle seine Entwicklung selbst bestimmen dürfen.
91 persönliche Gäste aus aller Welt: Goldbergs Abschied wird zur Lebensfeier
Das Abscheidsmatch selbst war nicht nur ein Wrestling-Moment, sondern für Goldberg ein emotionaler Meilenstein. In der Show verriet er, dass er insgesamt 91 persönliche Gäste aus aller Welt eingeflogen hatte, um bei seinem letzten Match dabei zu sein. Die Gästeliste umfasste nicht nur Familienmitglieder, sondern auch Freunde, ehemalige Football-Kollegen, Geschäftspartner und Wegbegleiter aus seiner langen Karriere – vom NFL-Spieler über WCW bis hin zu WWE Legenden.
Im Anschluss an das Match organisierte WWE – oder genauer gesagt die TKO Group – kurzfristig einen privaten Raum für ein gemeinsames Beisammensein. Goldberg schilderte, wie überwältigend es für ihn war, all diese Menschen versammelt zu sehen. Von alten Falcons-Teamkollegen über prominente Unterstützer bis hin zu engen Freunden wie Josh Barnett war ein breites Spektrum an Persönlichkeiten vertreten. Für Goldberg stand nicht nur der Kampf im Mittelpunkt, sondern die Wertschätzung gegenüber all jenen, die ihn auf seinem Weg begleitet haben.
Er betonte, dass diese Menschen für ihn Alphas seien, die mit gutem Beispiel vorangehen und ihm in unterschiedlichsten Lebensphasen zur Seite standen. Es war für ihn keine gewöhnliche Show, sondern eine Feier seines Lebensweges – und ein Dankeschön an sein persönliches Netzwerk, das seine Karriere überhaupt erst möglich gemacht hat.
Und am Ende meckerte er wieder rum, in einem Interview, weil WWE ihm angeblich das Mikro abgeschaltet hatte.
WWE hat ja den Rest des Segments noch nachgereicht. Und das Cody mal wieder im Mittelpunkt steht, verstehe ich nicht. Ich hätte mir Bret Hart gewünscht, dass er zu Botchberg in den Ring steigt, seine Entschuldigung annehmen würde und danach mit ihm feiert. Sobald er Bret den Rücken zudreht, verpasst er ihm einen Stuhlschlag hinterrücks und nimmt ihn in den Sharpshooter. Die Fans feiern und alle gehen nach Hause. Perfektes Karriere Ende.
Da hast du vermutlich recht.