Nach seinem überraschenden Titelgewinn bei WWE Night of Champions hat Sami Zayn auf die unterschiedlichen Reaktionen der Fans reagiert.
In einem Interview mit „Don, Hahn & Rosenberg“ auf ESPN New York sprach der neue Undisputed WWE Champion offen über Kritik an seiner Person, erklärte seine Sicht auf die Rolle eines Champions und sprach außerdem über die große Unterstützung, die er nach seinem Sieg erhalten hat.
Sami Zayn richtet klare Worte an seine Kritiker
Zayn machte deutlich, dass ihn persönliche Kritik als Wrestler nicht beschäftigt. Jeder habe das Recht, ihn zu mögen oder auch nicht. Schwieriger werde es für ihn jedoch, wenn Menschen meinen, ein WWE-Champion müsse zwangsläufig einem ganz bestimmten Bild entsprechen.
Nach seiner Ansicht gibt es keine feste Vorlage dafür, wie ein Champion aussehen oder auftreten müsse. Wer ausschließlich an alten Vorstellungen festhalte und andere Charaktere oder Persönlichkeiten von vornherein ablehne, verschließe sich neuen Ideen. Für Zayn zählt am Ende nur eines: Wenn eine Geschichte funktioniert und die Leistung im Ring überzeugt, spielt das äußere Erscheinungsbild keine entscheidende Rolle.
Warum Reisen seinen Blick auf die Welt verändert haben
Um seine Sichtweise zu erklären, zog Zayn einen Vergleich mit dem Alltag. Er sagte, viele Menschen würden ihr gesamtes Leben an einem Ort verbringen und dadurch nie erleben, wie unterschiedlich Kulturen, Lebensweisen und Denkweisen auf der Welt sein können.
Er selbst habe durch seine zahlreichen Reisen als Wrestler viele verschiedene Länder und Menschen kennengelernt. Diese Erfahrungen hätten seinen Horizont erweitert und ihm gezeigt, dass es nicht nur einen einzigen richtigen Weg gebe.
Genau diese Offenheit wünsche er sich auch von Wrestling-Fans. Wer bereit sei, neue Perspektiven zuzulassen, werde erkennen, dass gute Geschichten und starke Leistungen wichtiger seien als starre Vorstellungen davon, wie ein WWE-Champion aussehen oder auftreten sollte.
Große Unterstützung nach dem Titelgewinn
Neben der Kritik erreichten Sami Zayn nach seinem Titelgewinn auch zahlreiche Glückwünsche aus der Wrestling-Welt. Besonders häufig hörte er dabei, dass dieser Erfolg längst überfällig gewesen sei und er sich den Titel über viele Jahre verdient habe.
Diese große Unterstützung habe ihn nach eigenen Angaben sehr bewegt. Besonders in Erinnerung geblieben sei ihm eine Nachricht von John Cena, dem 17-fachen World Champion.
Cena habe ihn daran erinnert, wie außergewöhnlich es sei, überhaupt WWE-Champion zu werden. Nur ein verschwindend geringer Teil aller Menschen, die eine Karriere im Wrestling beginnen, schafft es jemals an die Spitze.
Am meisten beeindruckte Zayn jedoch eine andere Aussage. Cena schrieb ihm, dass er seinen Weg immer auf seine eigene Art gegangen sei und den größten Erfolg seiner Karriere genau auf diesem Weg erreicht habe. Für Zayn gehörte diese Nachricht zu den emotionalsten Momenten seit seinem Titelgewinn.
Sami Zayn blickt selbstbewusst nach vorn
Unmittelbar nach seinem Titelsieg bei „Night of Champions” erklärte Zayn, dass er sich keine Gedanken darüber machen wolle, was als Nächstes komme. Nach mehr als 20 Jahren als Wrestler und über einem Jahrzehnt im Kampf um den World Title könne ihm niemand diesen Moment mehr nehmen.
Die erste große Herausforderung als Undisputed WWE Champion wartet allerdings bereits auf ihn. Am 6. Juli trifft Sami Zayn bei WWE Raw in Chicago auf Cody Rhodes, der sich bei SmackDown durch einen Sieg über Jey Uso das erste Titelmatch gegen den neuen Champion sichern konnte.

Wie lange haben wir jetzt die Antihelden-Ära in der Popkultur? 20 Jahre? Hat die Moral ja super gehoben. Außerdem ist genau diese Perspektive heute Mainstream, da braucht er nicht mit der Underdog-Rethorik anzukommen.