Ronda Rousey hat sich in einem Interview mit DAZN News im Rahmen einer Pressekonferenz in New York kritisch gegenüber der WWE geäußert und dabei offen ihren Gastauftritt bei AEW Revolution 2026 verglichen. Die Aussagen dürften die Spekulationen über eine mögliche intensivere AEW-Zusammenarbeit weiter anfachen, auch wenn Rousey selbst eine Vollzeit-Rückkehr ins Wrestling klar ausschließt.
Seitenhieb gegen die WWE
Im vergangenen Monat tauchte Rousey überraschend bei AEW Revolution 2026 in Los Angeles auf, um ihre Freundin Marina Shafir zu unterstützen, die gegen „Timeless“ Toni Storm antrat. Im Gespräch mit DAZN News schilderte sie den Kontrast zu ihrer Zeit in der WWE mit unmissverständlichen Worten: „[Shafir] geht raus und macht Toni Storm fertig, und dann darf ich hinauskommen, und statt wie bei der jugendfreien WWE zu sein, kann ich allen Fans, die mich ausbuhen, den Stinkefinger zeigen – es ist unglaublich, ein unglaubliches Gefühl.“
Die Aussage ist insofern bemerkenswert, als Rousey damit eine direkte Gegenüberstellung zwischen beiden Unternehmen zieht, die sie selten so öffentlich formuliert. Während ihrer WWE-Zeit hatte sie sich stets loyal gezeigt und Kritik am Unternehmen weitgehend vermieden. Dass sie nun im Rahmen einer Pressekonferenz unverblümt den Kontrast benennt, zeigt, wie sehr sich ihre Wahrnehmung der beiden Produkte unterscheidet.
Zufall ermöglichte den Auftritt
Rousey stellte klar, dass ihr AEW-Auftritt weniger Teil einer geplanten Zusammenarbeit war, sondern sich vielmehr aus den Umständen ergab. Da sie ohnehin in Südkalifornien beziehungsweise Los Angeles war und Marina Shafir dort ein wichtiges Pay-per-View-Match bestritt, kam es kurzfristig zu dem Gastauftritt.
Kein Vollzeit-Comeback, aber gelegentliche Auftritte denkbar
Trotz des offensichtlichen Enthusiasmus für die AEW-Atmosphäre dämpfte Rousey Erwartungen an eine dauerhafte Wrestling-Rückkehr. Längere Engagements schloss sie für sich aus, ließ aber durchklingen, dass sie sich unter den richtigen Umständen ein gelegentliches Erscheinen vorstellen könne, insbesondere wenn Freundschaften wie die mit Shafir den Anlass liefern.
Nächstes Ziel: Gina Carano am 16. Mai
Rousey war für die Pressekonferenz nach New York gereist, um für ihr nächstes Kampfevent von Most Valuable Promotions am 16. Mai in Los Angeles zu werben, bei dem sie auf MMA-Pionierin Gina Carano trifft. Dass sie dabei eine verbale Abrechnungs-Promo gegen UFC-Bantamgewicht-Championesse Kayla Harrison ablieferte und der Kontrahentin das Charisma eines nassen Handtuchs attestierte, zeigte, dass Rousey ihre Fähigkeit, Stimmung zu machen, nicht verlernt hat.
Rondas Weg: Von der UFC über die WWE zu AEW
Ronda Rousey zählt zu den bekanntesten Crossover-Figuren zwischen MMA und professionellem Wrestling. Sie machte sich zunächst als UFC-Kämpferin einen Namen und war die erste Frau, die in die UFC Hall of Fame aufgenommen wurde. Nach ihrer MMA-Karriere wechselte sie 2018 zur WWE, wo sie beim Royal Rumble in einem viel beachteten Debüt auftauchte.
In ihrer ersten WWE-Phase wurde sie Raw Women’s Champion und bestritt Main Event Matches bei WrestleMania. Nach einer Babypause kehrte sie 2021 zurück und gewann zweimal die SmackDown Women’s Championship, bevor sie die WWE 2023 verließ.
Seither hält sich Rousey von festen Wrestling-Engagements fern. Ihr Gastauftritt bei AEW Revolution 2026 war ihr erster öffentlicher Wrestling-Auftritt seit längerer Zeit. Die freiere Atmosphäre der Liga, auf die sie im DAZN-Interview ausdrücklich hinwies, sowie persönliche Verbindungen wie die Freundschaft mit Marina Shafir könnten künftig der Schlüssel für weitere sporadische Auftritte sein, ohne dass daraus ein reguläres Engagement wird.
Hinterlasse jetzt einen Kommentar