Road Dogg nach WWE-Abgang: „Ich habe Geld verdient, aber keine Entscheidungen getroffen“

Road Dogg blickt in die Kamera

Brian „Road Dogg“ James hat sich erstmals ausführlich zu seinem Abgang aus dem Kreativteam der WWE geäußert. In einem Interview bei Busted Open Radio sprach der Wrestling-Veteran offen über Frustration, fehlende Entscheidungsgewalt und das Gefühl, in seiner letzten Phase beim Unternehmen nicht mehr wirklich gebraucht worden zu sein. Dabei wählt er klare Worte, ohne dabei mit Verbitterung aus der Tür zu gehen.

Verweis auf „WWE Unreal“ als indirekter Hinweis

Statt die internen Vorgänge direkt zu benennen, verwies Road Dogg auf die Netflix-Dokuserie „WWE Unreal“ und deutete an, dass aufmerksame Zuschauer dort bereits Hinweise auf die Hintergründe seines Abschieds finden könnten: „Hat jemand von euch ‚Unreal‘ gesehen? Ich bin schon etwas älter, daher bin ich kein Fan davon; es geht ein bisschen hinter die Kulissen. Ich glaube, ich muss euch nicht erzählen, was passiert ist. Ich denke, wenn ihr die Serie gesehen habt, wisst ihr, was vorgefallen ist, und so sitze ich nun hier. Ich bin zufrieden damit.“

Unrecht ohne Bitterkeit

Road Dogg machte deutlich, dass er Frust empfand, sich jedoch bewusst ist, wie solche Aussagen nach außen wirken können. Trotzdem wollte er die Situation nicht unkommentiert lassen.

Er betonte ausdrücklich, dass seine ehemaligen Kollegen bei der WWE weiterhin seine Freunde seien und er ihnen nichts nachtrage. Gleichzeitig wollte er nicht so tun, als sei alles reibungslos verlaufen. Er habe durchaus Kritikpunkte, die ihn beschäftigten, auch wenn er sich bewusst sei, dass Beschwerden von jemandem, der regelmäßig bezahlt wurde, von außen schnell merkwürdig wirkten. Dennoch ließ er keinen Zweifel daran, dass er sich in seiner letzten Phase ungerecht behandelt gefühlt habe.

Der entscheidende Punkt für ihn war dabei weniger finanzieller Natur als vielmehr eine Frage des Sinns. Er habe seinen Gehaltsscheck bekommen, habe aber zunehmend das Gefühl gehabt, dass seine Arbeit ins Leere lief. Wer bezahlt wird, aber keine echten Entscheidungen treffen darf und keinen spürbaren Einfluss mehr auf das Produkt nehmen kann, verliert nach seiner Einschätzung irgendwann den eigentlichen Grund, weshalb man einen solchen Job überhaupt annimmt. Genau dieses Gefühl des Sinnverlusts war es, das sich mit der Zeit in ihm festgesetzt und schließlich seinen Abschied beschleunigt habe

Gehalt ohne Einfluss

Der eigentliche Kern seiner Unzufriedenheit lag nicht im finanziellen Bereich. Road Dogg beschrieb vielmehr eine Situation, in der er zwar auf der Gehaltsliste stand, aber keine echte kreative Gestaltungsmacht mehr besaß. Genau dieser Mangel an Wirkung war es, der ihn letztlich zur Entscheidung trieb: „Ich habe zwar Geld verdient, aber keine Entscheidungen getroffen. Ich glaube, ich kann irgendwo etwas bewirken, auch wenn ich dafür vielleicht weniger Geld verdiene. Das sind meine Gedanken in dieser Phase meines Lebens.“

Abgang nach 15 Jahren bei der WWE

Am 5. März 2026 wurde bekannt, dass Road Dogg die WWE nach 15 Jahren verlassen hatte. Er war seit 2014 für das Unternehmen tätig und hatte zuletzt seit Februar 2025 die Position des Co-Chefwriters bei WWE SmackDown inne. Davor war er als Producer und kreativer Berater für die Liga tätig.

Als aktiver Wrestler wurde Road Dogg vor allem als Mitglied der „New Age Outlaws” bekannt, einem Tag Team mit Billy Gunn, das in der „Attitude Era” zu den prägendsten Duos der WWE gehörte. 2019 wurde er gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern von D-Generation X in die WWE Hall of Fame aufgenommen.

Zu seinen sportlichen Karrierehöhepunkten gehören seine Mehrfach-Regentschaft als Tag Team Champion sowie seine Rolle als Intercontinental Champion. Mit seinem Abgang als Co-Chefwriter im März 2026 endet ein langes zweites Kapitel seiner bekanntesten Karriere hinter den Kulissen der Wrestling-Branche.

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