Road Dogg erhebt brisanten Vorwurf gegen AEW – zugleich fordert er mehr für die Gunns

Road Dogg blickt kritisch und angespannt
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Road Dogg sorgt derzeit mit mehreren öffentlichen Aussagen über AEW für größere Aufmerksamkeit. Ausgangspunkt war eigentlich nur seine Einschätzung zweier Wrestler, doch aus der Diskussion entwickelte sich schnell eine wesentlich grundsätzlichere Debatte über seine eigene berufliche Vergangenheit und eine Gelegenheit, die seiner Darstellung nach nie zustande kam.

Road Dogg hält Austin und Colten Gunn für deutlich unterbewertet

Brian „Road Dogg“ James äußerte sich auf X zunächst ausgesprochen positiv über Austin und Colten Gunn. Seiner Ansicht nach nutzt AEW das Potenzial der beiden Brüder derzeit nicht ausreichend. Dabei ging Road Dogg weit über die Forderung nach einer weiteren Regentschaft als AEW World Tag Team Champions hinaus. Für ihn seien die Gunns inzwischen sogar über die Tag Team Championship hinausgewachsen. Gleichzeitig stellte er die beiden über sämtliche anderen Teams der Promotion und warf Tony Khan sinngemäß vor, bei Austin und Colten zu schlafen.

Als ein Nutzer vermutete, Road Dogg könne damit vor allem mögliche Singles-Karrieren und größere Championships meinen, widersprach er dieser Interpretation nicht. Vielmehr betonte er, dass die Brüder für ihn vor allem eines mitbrächten, das im Wrestling entscheidend sei: Unterhaltung.

Die Fähigkeiten im Ring seien für ihn nur ein Bestandteil des Gesamtpakets. Austin und Colten verstünden aus seiner Sicht besonders gut, wie man als Persönlichkeit Aufmerksamkeit erzeuge und das Publikum unterhalte.

Dave Meltzer widerspricht Road Doggs Bewertung der Tag Team Titel

Die Aussagen führten zu einer öffentlichen Diskussion mit Dave Meltzer. Der Wrestling-Observer-Journalist widersprach insbesondere Road Doggs Behauptung, die AEW World Tag Team Championship sei inzwischen unter dem Niveau der Gunns. Meltzer verwies darauf, dass zahlreiche große Namen die Tag Team Division von AEW geprägt hätten und ein Tag Team Titel grundsätzlich keine geringere Bedeutung haben müsse als eine Singles Championship. Road Dogg reagierte darauf mit Sarkasmus und machte deutlich, dass er Meltzers Einschätzung keineswegs teile.

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Aktuell treten Austin und Colten Gunn gemeinsam mit Juice Robinson als Teil der „Bang Bang Gang” auf. Zuletzt waren sie am 8. August bei Collision in einem Eight-Man Tag Team Match zu sehen, in dem sie gemeinsam mit Jack Perry gegen die Death Riders antraten. Die Gunns sind somit weiterhin im AEW-TV-Programm zu sehen, befinden sich derzeit allerdings nicht im Rennen um die Tag Team Championship.

Die Diskussion nahm plötzlich eine persönliche Wendung

Ein Nutzer wies Road Dogg darauf hin, dass öffentliche Auseinandersetzungen dieser Art möglicherweise nicht hilfreich seien, wenn er eines Tages für AEW arbeiten wolle. Road Dogg antwortete mit einer weitaus größeren Behauptung. Seiner Darstellung zufolge sei er in der Vergangenheit bereits von AEW abgelehnt worden, wobei seine politischen beziehungsweise persönlichen Grundüberzeugungen eine Rolle gespielt hätten.

Er stellte zugleich klar, Donald Trump weder gewählt noch für ihn gespendet zu haben. Road Dogg verwies in diesem Zusammenhang auf Shad Khan, den Vater von Tony Khan und wichtigen finanziellen Unterstützer von AEW, der in der Vergangenheit unter anderem Geld für Trumps Amtseinführung gespendet hatte. Road Dogg stellte deshalb öffentlich die Frage, weshalb seine eigenen Ansichten ihm beruflich geschadet haben sollten.

Wann genau eine mögliche AEW-Gelegenheit bestanden haben soll, welche Position diskutiert wurde und mit welcher Person Road Dogg darüber gesprochen hatte, führte er jedoch nicht näher aus.

Road Dogg erhebt schwere Vorwürfe gegen David Bixenspan

Im weiteren Verlauf richtete sich Road Dogg direkt an den früheren Wrestling-Journalisten David Bixenspan. James behauptete, Bixenspan habe Screenshots seiner konservativen Social-Media-Beiträge verbreitet und damit dazu beigetragen, dass eine berufliche Gelegenheit für ihn gestrichen worden sei. Einen Beleg dafür, dass Bixenspan tatsächlich Einfluss auf eine Entscheidung von AEW genommen hatte, legte Road Dogg allerdings nicht vor.

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Hier ist deshalb eine klare Unterscheidung wichtig: Es ist dokumentiert, dass Bixenspan bereits Jahre zuvor öffentlich zugängliche Social-Media-Kommentare von Road Dogg aufgegriffen und Screenshots davon verbreitet hatte. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass er AEW dazu gebracht hat, Road Dogg nicht einzustellen. Eine entsprechende Verbindung ist bislang lediglich Road Doggs eigene Darstellung.

Dave Meltzer weist die politische Begründung zurück

Meltzer äußerte sich inzwischen auch im „Wrestling Observer Radio“ zu Road Doggs Vorwurf und stellte dessen Interpretation infrage. Nach seinen Informationen habe AEW Mitarbeiter und Wrestler mit konservativen politischen Ansichten beschäftigt. Ihm sei kein Fall bekannt, bei dem die Promotion grundsätzlich jemanden allein aufgrund konservativer Überzeugungen nicht eingestellt habe.

Damit stehen derzeit zwei unterschiedliche Darstellungen im Raum. Road Dogg ist überzeugt, dass seine Überzeugungen ihm eine Chance bei AEW verhindert hätten. Eine unabhängige Bestätigung dafür gibt es jedoch bislang nicht und auch AEW beziehungsweise Tony Khan haben sich zu seiner Behauptung bisher nicht öffentlich geäußert.

Auch seine mögliche Zukunft bei TNA bleibt ungeklärt

Die Aussagen fallen in eine Phase, in der Road Doggs berufliche Zukunft ohnehin offen ist. Nach seinem Abschied von WWE im März 2026 wurde er intensiv mit einem Wechsel zu TNA Wrestling in Verbindung gebracht. Road Dogg war Ende Juni sogar backstage bei Slammiversary und führte Gespräche über eine mögliche Rolle hinter den Kulissen.

Ursprünglich deutete vieles darauf hin, dass er Teil einer neu aufgestellten kreativen Struktur werden könnte. In den folgenden Wochen kam jedoch kein Vertrag zustande. Ende Juli berichtete der Wrestling Observer schließlich, dass die Verhandlungen ins Stocken geraten seien und beide Seiten zu diesem Zeitpunkt nicht unmittelbar vor einer Einigung standen. Road Dogg bestätigte in seiner aktuellen Auseinandersetzung selbst, derzeit erwerbslos zu sein.

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