Ridge Holland schildert bittere Erfahrungen nach Big Es Verletzung und mit Vince McMahon

Ridge Holland blickt auf die dramatische Verletzung von Big E zurück
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In einem ausführlichen Interview hat Ridge Holland erstmals offen über die schwierige Zeit nach der schweren Verletzung von Big E gesprochen. Der ehemalige WWE-Wrestler schildert dabei unter anderem Morddrohungen und eine massive psychische Belastung. Zudem berichtete er von einer Episode mit Vince McMahon und Bruce Prichard, die er als bewusste Verunsicherung deutete. Gleichzeitig erhebt Holland den Vorwurf, die WWE habe ihn ausgerechnet in seinem verletzten Zustand entlassen.

Der Vorfall vom 11. März 2022 und Big Es Verletzung

Ausgangspunkt der gesamten Schilderung ist ein Match aus dem Jahr 2022. Bei der SmackDown-Ausgabe vom 11. März 2022 trafen Holland und sein Tag Team Partner auf Big E und Kofi Kingston. Im Verlauf des Matches erlitt Big E durch einen Belly-to-Belly-Suplex außerhalb des Rings Frakturen am ersten und sechsten Halswirbel. Big E stand seither nie wieder im Ring.

Holland selbst hat den missglückten Spot in der Vergangenheit bereits ausführlich geschildert und betont, dass er diesen Moment für immer bedauern werde. Wichtig ist die zeitliche Einordnung. Der Vorfall liegt mehr als vier Jahre zurück, das Interview, in dem Holland nun erneut darauf zurückblickt, ist hingegen aktuell.

Morddrohungen und die psychischen Folgen für Holland

Holland beschreibt die Zeit nach dem Vorfall als eine der schwersten Phasen seines Lebens. Als damals noch relativ unbekannter Wrestler sei er kurz nach seinem Aufstieg in das Main Roster in einen Unfall verwickelt gewesen, der einen der größten Stars des Unternehmens außer Gefecht setzte. Über die sozialen Medien habe er in der Folge Morddrohungen erhalten.

Diese Reaktionen hätten sein Bild bei den Fans nachhaltig geprägt und eine Wahrnehmung von ihm geschaffen, die er nur schwer wieder habe ablegen können. Holland geht davon aus, dass dieser Eindruck auch bis in die Führungsebene des Unternehmens durchgesickert sei. Vor allem aber habe das Vertrauen in seine eigene Leistung gelitten.

Er sei anschließend sehr nervös gewesen, überhaupt wieder in den Ring zu steigen, und der Vorfall habe letztlich auch sein Privatleben beeinträchtigt. Wichtig ist Holland dabei die Vorbemerkung, dass für ihn das Wohlergehen von Big E immer im Vordergrund gestanden habe und es Big E heute wieder gut gehe.

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Die abgebrochene Entschuldigungs-Promo und Hollands Deutung

Besonders ausführlich schildert Holland eine Episode mit Vince McMahon und Bruce Prichard. Zunächst sei ihm nach dem Vorfall psychologische Unterstützung in Form eines Gesprächs mit einer Fachperson angeboten worden, was Holland in dem Moment allerdings abgelehnt habe. In der Woche nach dem Vorfall habe die WWE dann verlangt, dass er vor seinem anstehenden Match eine Live-Entschuldigungs-Promo halte.

Holland erinnert sich, wie McMahon und Prichard in der Gorilla-Position standen und den Countdown bis zur Live-Schaltung herunterzählten. Er habe nicht gewusst, was er sagen solle, und sich vorgenommen, einfach aus dem Herzen zu sprechen. Bei fünf oder vier Sekunden Restzeit hätten McMahon und Prichard das Segment dann abgebrochen, die Promo fand nicht statt, und Holland musste stattdessen direkt sein Match bestreiten.

Seine eigene Deutung dieser Episode formulierte Holland deutlich: „Ich halte das für wirklich geschmacklos. Ich glaube, sie haben das getan, um mich zu ärgern, und es hat bei mir einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Ich habe diese Leute danach ehrlich gesagt nie wieder mit denselben Augen gesehen.“

Wichtig ist, dass Holland nicht mit Sicherheit behauptet, McMahon und Prichard hätten ihn bewusst veräppeln wollen. Es handelt sich dabei ausdrücklich um seine persönliche Deutung der Situation.

Der Vorwurf der Entlassung im verletzten Zustand

Holland erhebt über die einzelne Episode hinaus einen grundsätzlichen Vorwurf gegen die WWE. Das Unternehmen habe ihn entlassen, während er selbst verletzt gewesen sei. Dies bezeichnet er als schlechte Unternehmenspraxis. Holland schildert, dass er sieben Monate lang nicht wrestlen und somit kein Geld verdienen konnte.

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In dieser Zeit habe er nicht einmal richtig laufen oder sein Gewicht auf den Fuß verlagern können, weshalb auch ein regulärer Job keine Option gewesen sei. Er finde, dass man so nicht mit Menschen umgehe. Zugleich ordnet Holland selbst ein, dass die gesamte Situation unübersichtlich gewesen sei und es jeden in einer vergleichbaren Lage hätte treffen können. Es sei eben, so seine Einordnung, die Realität der amerikanischen Konzernwelt.

Versöhnung mit Big E und Hollands Comeback-Pläne

Bei aller Kritik legt Holland Wert auf die versöhnliche Ebene mit Big E selbst. Die beiden seien zwar nie enge Freunde gewesen, er respektiere Big E aber und hoffe, dass dies auf Gegenseitigkeit beruhe. Bei WrestleMania 42 hätten sich die beiden getroffen und Höflichkeiten ausgetauscht, dort habe Holland auch Big Es Verlobte kennengelernt.

Nach dem Unfall habe er sich bei Big E mehrfach entschuldigt, ihm etwas zugesendet und sei tage- und wochenlang per Textnachricht mit ihm in Kontakt geblieben. Big E selbst, der nach der Verletzung nicht mehr für den Ring freigegeben wurde, arbeitet inzwischen als Moderator, Panelist und Interviewer.

Holland wiederum ist mittlerweile wieder gesund und bereitet sein Independent-Comeback vor, unter anderem mit einem Engagement in der britischen National Wrestling League. Auf eine bestimmte Promotion legt er sich dabei nicht fest, weder AEW noch ein anderes Unternehmen nennt er als konkretes Ziel.