Im „What’s Your Story?“ Podcast sprach Rhea Ripley mit Stephanie McMahon überraschend offen über mehrere persönliche Erlebnisse aus ihrem Leben. Die WWE Women’s Championesse erinnerte sich dabei an einen emotionalen Zusammenbruch während der „Crown Jewel Tour 2024“ in Australien, erklärte, warum sie sich bewusst von einer belastenden Person distanziert hat, und berichtete außerdem von einem Unfall mit ihrem Hund Barry, der für sie sogar in der Notaufnahme endete.
Australien-Tour: Der Druck wurde zu viel
Im Gespräch mit Stephanie McMahon erklärte Ripley, dass sie die Crown Jewel Tour 2024 in ihrer australischen Heimat als außergewöhnlich belastend erlebt habe. Da sie sich als das Gesicht Australiens in der WWE wahrgenommen habe, habe sie versucht, es allen recht zu machen. Sie habe Verantwortung für alles übernommen: für ihren eigenen Auftritt, dafür, wie Fans ihre Kollegen behandelten, sogar für den Gesamteindruck der Reise.
Insgesamt habe sie zu viel Verantwortung auf sich geladen, räumte sie ein. Die Tour umfasste drei aufeinanderfolgende Shows in Australien: SmackDown, das Premium Live Event Crown Jewel im Optus Stadium in Perth (mit rund 52.590 Zuschauern offiziell ein riesiger Erfolg), und schließlich Monday Night RAW. Während diese Reihenfolge nach außen hin reibungslos wirkte, baute sich für Ripley intern ein Druck auf, der irgendwann nicht mehr zu halten war.
Zusammenbruch im Catering und schwere Panikattacke
Als RAW vorbei war, brach Ripley im Catering hinter der Bühne zusammen. Sie habe in dieser Zeit nichts gegessen und kein Wasser getrunken, gab sie offen zu. Ihr Körper habe schlicht nicht mehr mitgemacht. Sie sei wahrscheinlich so dünn gewesen wie nie zuvor. Was folgte, sei eine richtige, schwere Panikattacke gewesen. Erschwerend sei hinzugekommen, dass eine bestimmte Person in ihrer Nähe geblieben sei und die Situation weiter verschlimmert habe.
Ihre Panikattacken seien dadurch immer schlimmer geworden. Sie habe in diesem Moment einfach nicht mehr gekonnt. Wer diese Person war, nannte Ripley im Podcast nicht namentlich. Klar wurde aber: Diese Person spielte in einer ohnehin überfordernden Situation für sie eine entscheidende negative Rolle.
Belastende Person endgültig aus dem Leben verbannt
Aus diesem Zusammenbruch zog Ripley eine harte Konsequenz. Sie habe sich nach der Tour gezielt mit ihrer mentalen Gesundheit beschäftigt und diese Person aus ihrem Umfeld entfernt. Die Formulierungen, die sie dabei gegenüber Stephanie McMahon wählte, fielen sehr eindeutig aus: „Wir sind fertig“ und „Verschwinde aus meinem Leben“ gehörten dazu.
Auch wenn Ripley keinen Namen nannte, ließ sie keinen Zweifel daran, dass diese Trennung endgültig sei. Sie habe gelernt, dass es entscheidend sei, Menschen um sich zu haben, die einen unterstützen, und das Gegenteil davon real und gefährlich sein könne. Ripley, die auf dem Bildschirm als „Eradicator“ und „Mami“ eine der dominantesten WWE-Persönlichkeiten verkörpert, zeigt damit eine Seite, die viele Fans so noch nicht kannten. Ihr Auftritt im Podcast wird in den US-Medien als bislang persönlichstes Interview ihrer Karriere eingeordnet.
Der Unfall mit Hund Barry und der Gang in die Notaufnahme
Deutlich weniger schwerwiegend, aber kaum weniger bemerkenswert war ein zweiter Vorfall, über den Ripley im Podcast sprach. Im April hatte ihr Verlobter Buddy Matthews ein Foto von ihr in einem Krankenhausbett gepostet, was bei Fans für Sorge sorgte.
Tatsächlich passiert war Folgendes: Ripley hatte mit ihrem Hund Barry gespielt und ihn dabei stark aufgeregt. Als sie über ihn sprang, sei er gleichzeitig weggerutscht und habe vor lauter Aufregung das Maul geöffnet. Ihr Bein habe sich dabei an einem einzelnen Zahn verfangen. Die Wunde sei so präzise und tief gewesen, dass sie nicht einmal geblutet habe. Stattdessen habe sie nur gelbes Fleisch sehen können.
Im Krankenhaus erhielt sie Stiche. Auf Barry war sie nicht wütend, schließlich hatte sie ihn selbst in Aufruhr versetzt. Nach ihrer Rückkehr habe der Hund an der Wunde geschnüffelt und sei dann mit hängenden Schultern dagestanden, als sei ihm klar gewesen, dass etwas passiert war. Ripley nahm es mit Humor und merkte an, der Vorfall habe ihr noch einmal vor Augen geführt, wie zerbrechlich Menschen im Vergleich zu Tieren sind.

Es war klar, dass sie irgendwann crashen würde. Sie hat den Charakter gelebt und war ständig auf 180. Dann noch so einen Körper aufbauen und erhalten – Leben auf der Überholspur. Wir Menschen sind leider nicht dazu gemacht permanent die Welle der Euphorie zu reiten.