Paul Wight hat in einem ausführlichen Gespräch mit Joey Franchize erklärt, warum er sich im Jahr 2021 für einen Wechsel zu AEW entschieden hat und weshalb er ein Angebot der WWE bewusst ausschlug. Ausschlaggebend sei für ihn gewesen, dass er weiterhin aktiv im Ring stehen wollte. Eine reine Backstage-Rolle kam für ihn dagegen nie infrage.
WWE wollte ihn als Producer – Wight lehnte entschieden ab
Bereits mehrere Jahre vor seinem endgültigen Abschied von WWE habe das Unternehmen Wight angeboten, künftig als Backstage-Producer zu arbeiten. Für ihn sei das jedoch keine Option gewesen. Er erklärte, dass er damals sogar kurz davor gewesen sei, das Unternehmen sofort zu verlassen, weil er sich in einer solchen Rolle überhaupt nicht gesehen habe.
Nach eigener Aussage sei Büroarbeit nie sein Ding gewesen. Er habe sich immer als jemand verstanden, der aktiv mit anpackt und mitten im Geschehen steht. Er sehe sich nicht als General oder Anführer, sondern als Soldat, der gemeinsam mit den anderen in den Ring steigt und Erfahrungen direkt weitergibt. An dieser Einstellung habe sich bis heute nichts geändert.
AEW bot ihm die Chance, weiter aktiv zu wrestlen
Genau deshalb fiel ihm die Entscheidung für AEW leicht. Tony Khan habe ihm ermöglicht, weiterhin Matches zu bestreiten und aktiv im Ring zu stehen. Das sei letztlich der wichtigste Grund für seinen Wechsel gewesen. Er habe das Gefühl gehabt, noch einiges als Wrestler geben zu können, und AEW habe ihm diese Chance eingeräumt.
Gleichzeitig betonte Wight, dass AEW bereits über zahlreiche erfahrene Persönlichkeiten hinter den Kulissen verfüge. Mit Bryan Danielson, Adam Copeland und Christian Cage gebe es genügend Veteranen, die ihr Wissen außerhalb des Rings weitergeben könnten. Seine eigene Stärke sehe er dagegen dort, wo er sie über Jahrzehnte bewiesen habe – direkt im Ring an der Seite der jungen Talente.
Die wichtigste Lernphase findet für ihn im Ring statt
Wight erklärte außerdem, warum er überzeugt ist, dass junge Wrestler im Ring am meisten lernen. Während seiner aktivsten Zeit bei WWE sei er bis zu fünf Nächte pro Woche unterwegs gewesen und habe regelmäßig mit Talenten wie Kofi Kingston, Xavier Woods, Big E, Rusev und Cesaro zusammengearbeitet.
Diese gemeinsame Zeit im Ring habe aus seiner Sicht einen deutlich größeren Lerneffekt gehabt als Gespräche oder Ratschläge hinter den Kulissen. Während eines Matches oder Trainings entstehe eine unmittelbare Verbindung zwischen den Wrestlern. Dadurch würden Hinweise und Verbesserungen oft viel schneller verstanden und umgesetzt als in einer Besprechung im Backstagebereich.
Großes Lob für Tony Khan
Im weiteren Verlauf des Interviews sprach Wight auch über seine Zusammenarbeit mit AEW-Präsident Tony Khan. Er bezeichnete Khan als einen Chef, der genau verstehe, welche körperlichen Herausforderungen und Rückschläge er in den vergangenen Jahren erlebt habe. Gleichzeitig teilte Khan seine Vorstellung davon, wie er seine Erfahrung am besten in das Unternehmen einbringen könne.
Wight zeigte sich deshalb sehr dankbar, dass Khan auch nach zahlreichen Verletzungen und Operationen weiterhin Vertrauen in ihn gesetzt habe. Andere hätten ihn in diesem Stadium seiner Karriere möglicherweise bereits abgeschrieben, doch bei AEW habe er weiterhin die Möglichkeit erhalten, an einem Comeback zu arbeiten.
Elf Operationen – dennoch arbeitet Wight an seiner Rückkehr
Dass Paul Wight überhaupt noch einmal in den Ring zurückkehren kann, sei nach eigenen Aussagen alles andere als selbstverständlich. In den vergangenen sieben Jahren musste er insgesamt elf Operationen über sich ergehen lassen. Dazu gehörte auch ein kompletter Knieersatz, der kurz nach seinem bislang letzten AEW-Match im November 2023 durchgeführt wurde.
Sein Trainingsprogramm unterscheide sich deshalb deutlich von früher. Anstelle schwerer Kraftübungen konzentriere er sich inzwischen auf den gezielten Aufbau von Ausdauer, Balance und den kleinen stabilisierenden Muskelgruppen, die durch die zahlreichen Eingriffe geschwächt worden seien.
Außerdem absolviere er Übungen wie Schlittenziehen und Schlittenstoßen, um seinen Körper Schritt für Schritt wieder an die Belastung im Ring heranzuführen.
Comeback bereits eingeleitet
Seine Rückkehr in den Ring hat Wight inzwischen offiziell bestätigt. Beim AEW-Beach-Break-TV-Special in Clearwater griff er nach fast zwei Jahren Pause erstmals wieder aktiv ins Geschehen ein und rettete Steve Borden Jr. vor einem Angriff.
Ob daraus eine langfristige Storyline entsteht, die es vielleicht eines Tages auch ins AEW-TV schafft, ist derzeit noch offen. Sein persönliches Ziel steht jedoch fest: Er möchte noch einmal aktiv im Ring stehen, seine Erfahrung direkt an den Wrestling-Nachwuchs weitergeben und seine Karriere mit einem letzten, erfolgreichen Kapitel abschließen.

Find ich gut die Einstellung von Paul Wight & das er bei AEW Matches weiterhin bestreiten durfte. Sehe ich aehnlich wie jahrzehntelange Fans (ich seit 1993) vielleicht auch noch wissen das man MACHO MAN Randy Savage nur noch als Kommentator einsetzen wollte in damaligen WWF & dann zur WCW wechselte & dort weiterhin noch Jahre gute Matches hatte.
Ja erstaunlich wieviele gute Matches noch in Paul Wight steckten…
oh wait, er hat keins bestritten.
Und bei allem Respekt… was Randy Savage bei WCW lieferte war so einiges, aber gute Matches sicher nicht, seine Fehden waren Emotional, davon lebte er… aber die Matches waren fürchterlich bei WCW wobei das ohnehin für die letzten gut 5 Jahre galt bei WCW besonders im Mainevent… Hogan, Kevin Nash, und co waren der absolute Niedergang des Wrestlings, dazu zähle ich Randy Savage dann aber doch nicht, denn dafür war er selbst nur ne Randnotiz dieser Zeit bei WCW. Trotzdem starb er natürlich viel zu früh und ist übverdies zurecht eine Wrestlinglegende, denn zu seiner Hochzeit war er einfach mega… doch die hatte er bei WCW weit hinter sich.
Paul Wight ist einer derjenigen die einfach nicht akzeptieren konnten/können wenn die Zeit vorbei ist im Ring zu stehen ohne eine schlechte Figur dabei zu machen.
Ich finds gut wenn „Legenden“ ihren Status dazu nutzen um junge „Nachfolger“ zu fördern, egal ob das nun während der Show stattfindet oder hinter den Kulissen… aber es gibt auch jene die der neuen Generation die Show stehlen und ihnen Möglichkeiten vorenthalten weil sie einfach nicht abtreten wenns längst Zeit gewesen wäre. Randy Savage war leider letzteres wenn auch nicht ganz so heftig da er nicht lange im Fokus stand am Ende, schlimmer war Hulk Hogan der 10 Jahre lang oder mehr den Nachfolgern die Tür vor der Nase zuschlug, erst bei WWF, dann WCW und auch bei TNA…
Fänds schade wenn der eigentlich sympathische Paul Wight sich dazu gesellt und sich über die junge Generation stellt. Er kann nicht loslassen… das kann ich durchaus nachvollziehen. Aber irgendwann ist es einfach so weit, WWE hat ihm nen gutes Angebot gemacht als Producer hinter den Kulissen, doch er will in den Ring. Und das ist einfach wenig realistisch und auch nicht vernünftig… in seinen letzten Jahren als akitver Wrestler bei WWE hat er schon grauenvoll performt im Ring… Mehr als seine slaps auf die Brust des Gegners und ein paar slowmotion Punches waren nicht mehr drin… und der mieseste Chokeslam im Business.
Ich weiß noch wie beeindurckend er bei WCW war, ein Riese der sich unglaublich bewegen konnte. Aber das machte sein Körper nur wenige Jahre mit.
Jetzt sollte er auf keinen Fall mehr in den Ring steigen, denn es ist unmöglich das dabei was respektables rum kommt und ein junger Nachwuchs-Wrestler könnte davon auch nicht profitieren. Nicht mehr. Aus Respekt und wohl Mitleid würde sich jeder junge Wrestler zu ihm in den Ring stellen und ein bisschen was „sellen“… aber gut kann das nicht werden und würdevoll auch nicht.
Lass es Paul. Gib deine Erfahrungen weiter, davon profitieren alle am meisten, von Paul Wight im Ring profitiert niemand. Wahrscheinlich nichtmal mehr er selbst.