Paul Heyman steht plötzlich im Mittelpunkt der Zukunftspläne zweier ambitionierter WWE-Stars. Sowohl Jordynne Grace als auch Jade Cargill haben in jüngsten Interviews unmissverständlich klargemacht, dass sie sich den 60-Jährigen als Manager an ihrer Seite wünschen. Damit wollen beide Wrestlerinnen etwas erreichen, das es in Heyman’s über zwei Jahrzehnten bei der WWE noch nie gegeben hat: eine offizielle weibliche Klientin.
Jordynne Grace bearbeitet aktiv die WWE-Writer
Jordynne Grace hatte im Januar 2025 bei WWE unterschrieben und ist mittlerweile fester Bestandteil des SmackDown-Rosters, wo sie bereits mit Größen wie Tiffany Stratton, Jade Cargill und Chelsea Green im Ring stand. Im Gespräch mit dem Format Aussie Heat PW wurde die frühere TNA-Knockouts-Championesse direkt darauf angesprochen, ob sie sich eine Zusammenarbeit mit Paul Heyman vorstellen könne. Ihre Antwort fiel deutlich aus: „Oh, ich setze mich aktiv dafür ein. Mein Traum ist es, das allererste Paul Heyman Girl zu werden. Dafür pushe ich aktiv. Ich schreibe alle Writer an. Alles, was ich brauche, ist jemand wie er, und ich schieße direkt nach ganz oben.“
Grace kontaktiert demnach regelmäßig die WWE-Writer und -Autoren mit der Bitte, diese Idee aufzugreifen. Auf den Hinweis des Hosts, dass Heyman in seiner Karriere bereits Stars wie Roman Reigns und CM Punk an seiner Seite hatte, erklärte sie, genau das sei ihr Punkt: Mit einem Manager dieser Klasse könne sie sich im Roster sofort weit nach oben katapultieren.
Idee bereits in WWE 2K26 verankert
Tatsächlich ist die Konstellation bereits in den offiziellen WWE-Kanälen angekommen, wenn auch nur virtuell. Im MyRise-Story-Modus des aktuellen Videospiels WWE 2K26 wird Grace mit Heyman zusammengeführt. Heyman selbst bezeichnete sie laut Berichten in diesem Zusammenhang als ausgezeichnete Wahl für seine erste weibliche Klientin im Main Roster. Grace möchte diesen Storyline-Ansatz nun von der Spielkonsole auf den Bildschirm übertragen wissen. Sportlich war sie zuletzt in der Pre-WrestleMania-42-Ausgabe von SmackDown im Einsatz.
Jade Cargill denkt an Chyna und den Intercontinental Title
Doch Grace ist nicht die einzige Wrestlerin, die diesen Wunsch hegt. Auch Jade Cargill hat sich kürzlich klar positioniert, allerdings mit einem noch ehrgeizigeren Ziel: dem WWE Intercontinental Title. Im Gespräch mit 8 News Now in Las Vegas wurde die Women’s World Championesse auf das Vermächtnis von Chyna angesprochen. Chyna ist bislang die einzige Frau, die den Intercontinental Champion Belt gewinnen konnte.
Cargill ließ keinen Zweifel daran, dass sie diesen historischen Schritt selbst in Angriff nehmen würde, falls WWE ihr die Gelegenheit gibt. Und sie weiß auch ganz genau, wen sie an ihrer Seite haben möchte: Sollte ihr die Promotion tatsächlich grünes Licht für diesen Weg geben, wäre Paul Heyman ihre absolute Wunschbesetzung als Manager. Cargill betonte, dass sie eine solche Konstellation nicht nur reizvoll fände, sondern ohne zu zögern annehmen würde, falls WWE ihr dieses Angebot tatsächlich macht.
Als der Interviewer anmerkte, dass eine Allianz mit Heyman Cargill auf eine völlig neue Ebene heben würde, insbesondere im Kampf um den Intercontinental Title, reagierte sie mit einem direkten Aufruf: „Lasst es geschehen, Leute. Lasst es geschehen.“
Historische Dimension einer möglichen Heyman-Allianz
Eine solche Verbindung hätte in beiden Fällen Symbolcharakter. Heyman, der seit der Schließung von ECW im Jahr 2001 fest bei WWE arbeitet, hat in seiner Laufbahn nie offiziell eine Wrestlerin in der Rolle einer Klientin betreut. Sämtliche „Paul Heyman Guys“ der Vergangenheit, von Brock Lesnar über CM Punk bis Roman Reigns, waren männlich. Heyman selbst hatte sich in jüngeren Medienauftritten bereits zur generellen Idee einer weiblichen Klientin geäußert.
Paul Heyman hatte 1992 Madusa im Stable Dangerous Alliance. Lange her, also wäre Jade bzw. Jordynne das zweite weibliche Paul Heyman Mitglied.
Guter Punkt mit Madusa, den vergessen viele. Sie war 1991/92 ja in Paul E. Dangerously’s Dangerous Alliance in der WCW dabei, und Heyman hat sich damals tatsächlich für Frauen im Business stark gemacht.
Aber meiner Meinung nach hinkt der Vergleich ein bisschen: Madusa war Stable-Mitglied und Valet, keine richtige Einzelklientin wie später Lesnar, Punk oder Reigns. Genau das meint Jordynne Grace ja auch, wenn sie vom „ersten Paul Heyman Girl“ spricht, also eine echte Solo-Betreuung als Hauptact.
Und die Meldung bezieht sich ja explizit auf Heymans WWE-Zeit ab 2001. Die Madusa-Sache war WCW und liegt davor. Insofern passt die Aussage im Artikel schon, auch wenn dein Hinweis historisch trotzdem spannend ist.
Hab erst jetzt genau gelesen ja in der WWE war es noch nie, aber damals in WCW.