Paul Heyman hat in einem aktuellen Interview mit Catch Club im Rahmen des WWE 2K Creator Fest deutliche Worte zur historischen Einordnung der Attitude Era gefunden. Während die WWE zwischen 1997 und 2002 ihre Attitude Era prägte, war Extreme Championship Wrestling bereits von 1992 bis 2001 als alternative Promotion mit wachsender Anhängerschaft aktiv. Heyman sieht dabei eine klare Verbindung. Wörtlich erklärte er:
„ECW war die Attitude-Ära. Die Attitude-Ära basierte auf ECW. Die Attitude-Ära war eine Kopie von ECW. Die Attitude-Ära wurde von ECW gestohlen. Dieser milliardenschwere Konzern wurde auf den Konzepten aufgebaut, die aus der Bingohalle in Philadelphia kamen und die alle von den Leuten und mir bei ECW entwickelt wurden. Ich meine, seien wir ehrlich, wie das alles passiert ist, denn so ist es passiert, und ich mache den Milliardären keinen Vorwurf dafür, dass sie das Konzept gestohlen haben. Wenn man schon stiehlt, dann stiehlt man von den Besten, und ECW war das Beste. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich der letzte Manager aus den 1980er Jahren bin, der noch dabei ist, und ich bin der letzte Promoter aus den 1990er Jahren, der noch dabei ist.“
Heyman bezieht sich dabei auf die kreative Ausrichtung von ECW in den 1990er Jahren, die für ihren rauen Stil, innovative Charakterarbeit und eine intensive Fanbindung bekannt war. Die Attitude Era gilt bis heute als wirtschaftlich erfolgreichste Phase der WWE-Geschichte.
Ratschläge an junge Talente: Erwartungen übertreffen
Im selben Gespräch wurde Heyman nach seinem Rat für aufstrebende Wrestler gefragt, insbesondere im Hinblick auf die boomende Independent-Szene in Frankreich. Heyman, der im Laufe seiner Karriere unter anderem mit CM Punk und Roman Reigns zusammenarbeitete, formulierte seine Antwort klar und prägnant: „Übertriff die Erwartungen. Verstehe die dir übertragene Aufgabe und meistere sie mit Bravour. Sei der Beste in dem, was du tust. Sei besser als alle anderen.“
Diese Aussage wiederholte er in identischer Form im weiteren Verlauf des Interviews, als er erneut nach Ratschlägen für Talente aus der französischen Szene gefragt wurde.
Verletzungen bei The Vision: Heyman reagiert auf Breakker und Reed
Neben historischen Einordnungen und Karriereempfehlungen sprach Paul Heyman auch über aktuelle Entwicklungen innerhalb seiner Gruppierung The Vision. Innerhalb weniger Wochen mussten sowohl Bron Breakker als auch Bronson Reed verletzungsbedingt pausieren.
Bron Breakker unterzog sich laut Berichten einer Operation wegen einer schweren Hernie. Ursprünglich wurde mit einer Rückkehr innerhalb von vier bis sechs Wochen gerechnet, spätere Informationen deuteten jedoch auf eine Verzögerung hin. Ein konkreter Zeitplan für seine Rückkehr wurde bislang nicht bestätigt.
Bronson Reed zog sich am 23. Februar während eines Drei-Wege-Qualifikationsmatches für die Elimination Chamber einen „distalen Bizepsriss“ am rechten Arm zu und wurde operiert. Auch für ihn liegt aktuell kein bestätigtes Comeback-Datum vor.
Im Interview äußerte sich Heyman zu diesen Rückschlägen wie folgt: „Man muss mit den Rückschlägen leben, Mann. Natürlich wird man sich verletzen. Das ist kein Ballett. Verletzungen sind also zu erwarten und passieren nie zum günstigsten Zeitpunkt. Verletzungen passieren immer genau in dem Moment, in dem man sie am wenigsten gebrauchen kann, in dem man denkt: Oh mein Gott, wenn es jemals einen Moment gibt, in dem eine Verletzung passieren kann, dann bitte nicht jetzt. Genau in diesem Moment passiert es dann. Wir sind immer darauf vorbereitet, mit den Schicksalsschlägen klarzukommen, und Bron Breakker wird zurückkommen, und wenn er zurückkommt, wird er besser denn je sein.“
Wie von Heyman erwähnt, hat sich Bronson Reed nach der Diagnose eines distalen Bizepsrisses einer Operation unterzogen. Der WWE-Superstar veröffentlichte auf Instagram ein Foto aus dem Krankenhausbett und richtete eine kurze, aber deutliche Botschaft an seine Fans. Wörtlich schrieb er: „Die Operation ist vorbei. Morgen ist der ERSTE TAG. Der Weg zurück.“
Die Verletzung ereignete sich während einer Ausgabe von WWE Monday Night Raw. Reed stand in einem Triple-Threat-Match gegen Jey Uso und OG El Grande Americano im Ring. Im Verlauf des Matches verhinderte er einen Pinfall, griff sich unmittelbar danach an den rechten Arm und zeigte sichtbare Schmerzen. Kurz darauf rollte er sich aus dem Ring.
Medizinisches Personal begab sich umgehend zu ihm, bevor er zur weiteren Untersuchung in den Backstagebereich gebracht wurde. Später bestätigte WWE offiziell, dass Reed einen distalen Bizepsriss erlitten hat und auf unbestimmte Zeit ausfallen wird.
Mit der nun abgeschlossenen Operation beginnt für den Australier die Rehabilitationsphase. Ein konkreter Zeitplan für seine Rückkehr in den Ring wurde bislang nicht kommuniziert. Reed selbst setzte den Fokus in seinem Social-Media-Beitrag klar auf den Neuanfang nach dem Eingriff und sprach vom ersten Tag auf dem Weg zurück.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Hinterlasse jetzt einen Kommentar