Paige nach WrestleMania 42: Emotionaler Freigabe-Moment, WWE-Bedingungen für das Comeback und ein Musical

Paige streckt den WWE Womens Tag Team Champion Belt in die Höhe

Paiges WWE-Rückkehr bei WrestleMania 42 war einer der meistdiskutierten Momente des Wochenendes. Nun spricht sie offen über die langen Jahre der Ungewissheit, die Bedingungen, die WWE für ihr Comeback stellte, ihre Einstellung zu diesem möglicherweise letzten Run und ein weiteres großes Projekt, das ihre Geschichte auf eine völlig neue Bühne bringt.

Jahrelange Ungewissheit und ein emotionaler Moment

Paige hat ein Video veröffentlicht, das den Moment zeigt, in dem sie die Nachricht erhielt, von der WWE medizinisch für den Ring freigegeben zu werden. Die Aufnahmen zeigen eine sichtlich überwältigte Wrestlerin, die in Tränen ausbricht und kaum fassen kann, was sie gerade erfahren hat. Denn bis zu diesem Moment hatte sie ernsthaft bezweifelt, dass dieser Anruf jemals kommen würde: „Weißt du, ja, ich habe gerade tolle Neuigkeiten bekommen. Ich darf nach Hause, zurück zur WWE, also bin ich sehr glücklich. Ich war einfach total überwältigt von den Emotionen, weil ich dachte: Mann, das war echt ein langer Weg für mich. Ich habe einfach versucht, clean zu werden und, weißt du, die richtigen Leute um mich zu haben. Und es fühlt sich einfach gut an.“

Die Angst, die sie bis zur Entscheidung begleitete, beschrieb Paige mit klaren Worten: „Und ich war total gestresst. Ich dachte mir: ‚Die lassen mich auf keinen Fall wieder wrestlen. Auf keinen Fall.‘ Ich war wirklich total gestresst.“

Als die Entscheidung feststand, fiel eine Last von ihr ab: „Es ist einfach … ja, es ist toll. Es ist gut. Das sind gute Nachrichten. Ich kann jetzt endlich aufatmen. Ich war total gestresst. Ich habe regelrecht gezittert.“

Jelly Roll, ein Agent und ein Treffen mit Nick Khan

Im Podcast „What’s Your Story?“ mit Stephanie McMahon enthüllte Paige, wie ihr Comeback überhaupt ins Rollen kam. Den entscheidenden Anstoß gab ausgerechnet ein Podcast-Auftritt bei Jelly Rolls Ehefrau Bunnie, bei dem auch Brad Slater, der Agent von Dwayne „The Rock“ Johnson, anwesend war. Jelly Roll sprach Slater direkt darauf an, warum die WWE Paige noch nicht zurückgebracht habe.

Dieser Moment führte dazu, dass ein Treffen zwischen Paige und WWE-Präsident Nick Khan arrangiert wurde. Khan meldete sich laut Paige innerhalb von 30 Minuten, und eine Woche später flog sie zu einem Termin ins WWE-Büro nach Los Angeles.

Khan formulierte dort die Bedingungen für eine mögliche Rückkehr klar und unmissverständlich: Ihre Nackenverletzung müsse medizinisch als ringfähig eingestuft werden und sie müsse einen Drogentest bestehen. Paige erklärte, sie sei mit beiden Bedingungen einverstanden gewesen. Sie ist eigenen Angaben zufolge seit acht Jahren clean.

Während ihrer ersten WWE-Zeit sei sie „ein ziemliches Chaos” gewesen und habe zwei Drogentests nicht bestanden. Stephanie McMahon bestätigte im Gespräch, dass es damals innerhalb des Unternehmens große Sorgen um Paige gegeben habe. Als Paige 2017 zunächst zurückkehrte, umarmte McMahon sie und sagte, sie sei schlicht froh, dass Paige noch am Leben sei.

Zehnstündige Untersuchung in Birmingham

Die medizinische Untersuchung ihres Nackens war der entscheidende Schritt. Paige erklärte, dass die letzte Nackenuntersuchung zu diesem Zeitpunkt bereits einige Jahre zurückgelegen habe, der damalige Befund jedoch unauffällig gewesen sei. Sie unterzog sich in Birmingham einer umfangreichen neuen Untersuchung, die rund zehn Stunden dauerte.

Als sie schließlich das grüne Licht erhielt, war die emotionale Reaktion, die im Video festgehalten wurde, die unmittelbare Folge. Nach der neuen umfangreichen Untersuchung und dem grünen Licht der Mediziner begannen die Vertragsverhandlungen, die rechtzeitig vor WrestleMania 42 zum Abschluss kamen. Paige ersetzte dort als kurzfristiger Ersatz für die verletzte Nikki Bella an der Seite von Brie Bella und gewann die WWE Women’s Tag Team Championship.

Möglicherweise letzter Run: „Will die verlorene Zeit nachholen“

Paige machte im Gespräch mit Stephanie McMahon deutlich, dass sie diesmal mit einer ganz anderen Einstellung angetreten ist. Der Druck, der ihre erste WWE-Karriere begleitete, steht diesmal nicht im Vordergrund: „Ich möchte einfach glücklich sein und Spaß haben, denn ich glaube nicht, dass ich nach diesem Run noch wrestlen werde.“

Ein zentrales Ziel ist es für sie, endlich an Matchformaten teilzunehmen, die ihr während ihrer ersten WWE-Karriere verwehrt blieben. Der Royal Rumble und die Elimination Chamber wurden erst etabliert, als Paige aufgrund ihrer Verletzung bereits nicht mehr aktiv antreten konnte. Besonders schmerzhaft erinnerte sie sich daran, wie sie den ersten Women’s Royal Rumble nur backstage verfolgen konnte, ohne dass die Öffentlichkeit damals wusste, dass ihre Karriere bereits de facto beendet war.

SmackDown-Auftritt bereits bestätigt

Die Rückkehr geht unmittelbar weiter. Paige hat via Instagram bestätigt, dass sie bei SmackDown am 24. April auftreten wird, bevor sie für Autogrammstunden am Samstag und Sonntag nach Texas reist.

Damit ist Paige nur wenige Tage nach WrestleMania 42 bereits wieder im regulären WWE-Programm präsent, was darauf hindeutet, dass die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen aktiv aufgebaut werden soll.

„Fighting With My Family“ wird Musical

Abseits des Rings gibt es eine weitere bemerkenswerte Neuigkeit, die Paiges Geschichte betrifft. Wie Deadline berichtete, wird der Film „Fighting With My Family“ aus dem Jahr 2019, der ihr Leben und den Weg zur WWE erzählt, als Bühnenmusical adaptiert. Als Produzenten sind Dwayne „The Rock“ Johnson, der im Film sich selbst spielte, sowie Regisseur und Drehbuchautor Stephen Merchant beteiligt.

Das Buch und die Liedtexte schreibt der britische Dramatiker Jon Brittain, während die Songs von Miranda Cooper und Nick Coler komponiert werden. Coopers Produktionsfirma Tilted Musicals entwickelt das Projekt mit dem Ziel, 2027 eine erste öffentliche Aufführung zu realisieren.

Johnson erklärte zur Musical-Adaption: „‚Fighting With My Family‘ scheint wie geschaffen für die Bühne zu sein. Der Film steckt voller persönlicher Emotionen, die durch die dynamische Welt des Wrestlings zum Ausdruck kommen – eine Welt, in der es schon immer darum ging, Geschichten zu erzählen und eine Verbindung zum Live-Publikum herzustellen.“

Der Film selbst war 2019 ein beachtlicher Erfolg: Bei einem Budget von rund 11 Millionen Dollar spielte er weltweit 41,5 Millionen Dollar ein und erhielt durchgehend gute Kritiken. Neben Johnson, Nick Frost, Lena Headey und Vince Vaughn ist er vor allem als frühe Hauptrolle von Florence Pugh und Jack Lowden in Erinnerung geblieben, die Paige und ihren Bruder Zak Knight darstellten.

Siehe auch: Brie Bella wollte WrestleMania 42 fast absagen: Wie Paiges Comeback zustande kam und wer den Leak zu verantworten hat

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