Ein kurzer Wortwechsel nach Money in the Bank hat die Erwartungen an Roman Reigns’ nächste große Herausforderung verändert. Bei der Frage, was tatsächlich dahintersteckt, lohnt sich jedoch ein genauerer Blick.
Oba Femis Herausforderung deutet offenbar nicht auf ein früheres Match hin
Nach seinem Sieg über Bronson Reed richtete Oba Femi während der Money in the Bank Post-Show eine unmissverständliche Botschaft an Roman Reigns. Der World Heavyweight Champion solle nicht länger davonlaufen, denn die Zeit für ihre Begegnung sei gekommen. Die Ansage ließ ein baldiges Titelmatch möglich erscheinen. Laut Dave Meltzer hat sich der längerfristige Zeitplan dadurch allerdings nicht verändert.
Wie Meltzer im Wrestling Observer Radio berichtete, ist WrestleMania weiterhin das Ziel für das Aufeinandertreffen. Ein Einzelmatch bei der Survivor Series sei hingegen nicht geplant. Reigns soll seinen Angaben zufolge im WarGames-Match mit zehn Teilnehmern antreten.
Meltzer zufolge wurde ihm mitgeteilt, dass Femi bei seiner Herausforderung auf die Stimmung im Publikum reagiert habe. Die Zuschauer hätten die Begegnung unbedingt sehen wollen, weshalb er ihre Begeisterung aufgegriffen habe. Seine Worte sollten demnach nicht als Ankündigung einer unmittelbar bevorstehenden Titelchance verstanden werden.
Die Zuschauer gaben bei der Post-Show den Anstoß
Der Ablauf der Szene liefert dazu den passenden Zusammenhang. Big E fragte Femi, ob es noch jemanden gebe, den er bislang nicht bezwungen habe und gegen den er antreten wolle. Daraufhin wurden im Publikum „OTC“-Chants laut. Femi hielt das Mikrofon in Richtung der Zuschauer, bevor er seine Botschaft an Reigns richtete.
Über WrestleMania 43 als mögliches Ziel hatten wir bereits im September berichtet. Damals hieß es im Wrestling Observer Newsletter, dass WWE auf Reigns gegen Femi als Main Event des zweiten Abends hinarbeite.
Kevin Nash erklärt sein Vertrauen in Roman Reigns
Während über Reigns’ künftige Gegner berichtet wird, beschäftigt sich Kevin Nash mit dessen Stellenwert als Spitzenstar. In Folge 223 seines Podcasts „Kliq This“ reagierte der WWE Hall of Famer auf eine Fanfrage, die Reigns’ Zugehörigkeit zu den größten Wrestlern aller Zeiten infrage stellte. Dabei wurde auch argumentiert, dass Cody Rhodes, Seth Rollins und Jon Moxley nicht dieselbe Unterstützung erhalten hätten.
Nash beantwortete die Frage vor allem mit einem Hinweis auf Reigns’ Erscheinungsbild und dessen Vermarktbarkeit. Im Vergleich zu den drei genannten Kollegen verfüge Reigns seiner Ansicht nach über besonders günstige Voraussetzungen. Auch seine Stimme und seine körperliche Präsenz hob Nash hervor. Für ihn erfülle der langjährige WWE-Spitzenstar die entscheidenden Anforderungen an diese Position.
Co-Moderator Sean Oliver fragte daraufhin nach, ob Nash Reigns auch selbst die Verantwortung als Gesicht des Unternehmens anvertrauen würde, wenn er die kreative Leitung innehätte. Nash bejahte das nachdrücklich und bezeichnete sich als Fan. Eine ausdrückliche Ernennung zum größten Wrestler aller Zeiten nahm er in der Passage allerdings nicht vor. Seine Zustimmung galt vor allem Reigns’ Eignung, WWE an der Spitze zu repräsentieren.
Nash wünscht sich mehr Zurückhaltung bei der Kommentierung
In derselben Podcast-Folge ging es außerdem um die Präsentation von „The 946“. Oliver lobte die mit dem Handy aufgenommenen Beiträge der Gruppierung und zog einen Vergleich zur früheren Darstellung der nWo. Nash stimmte zu, dass eine Abkehr von der üblichen Backstage-Kamera solche Geschichten glaubwürdiger erscheinen lassen könne.
Seine weitergehende Kritik richtete sich gegen den Umgang mit wichtigen Szenen nach deren Ausstrahlung. Oft wird sofort zum Kommentatorenpult zurückgeschaltet, wo die Beteiligten dann noch einmal erklären, was die Zuschauer gerade gesehen haben. Dadurch könne ein Moment an Wirkung verlieren. Nash würde dem Publikum stattdessen mehr Zeit geben, die Ereignisse selbst zu verarbeiten.
Zur Veranschaulichung erinnerte er an eine frühere Verletzungsstoryline mit Shawn Michaels. Damals habe er gewollt, dass die Kommentatoren schweigen, während andere Wrestler hinzukommen und Michaels abtransportiert wird. Für Nash kann eine bewusst gesetzte Pause eine Szene ernster und glaubwürdiger wirken lassen als eine sofortige ausführliche Einordnung.
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