John Cena plant möglichen Rückblick auf seine WWE-Abschiedstour und spricht über die Fackelübergabe

John Cena lächelt herzlich

John Cenas aktive Karriere ist beendet, doch seine letzte WWE-Tour beschäftigt ihn weiterhin. Rückblickend sieht der 17-malige World Champion mehrere Entscheidungen inzwischen als Teil einer größeren Geschichte und kann sich sogar vorstellen, diese eines Tages noch einmal ausführlich aus seiner eigenen Perspektive aufzuarbeiten.

John Cena kann sich eigenes Projekt über seine Abschiedstour vorstellen

Im Gespräch mit Forbes erklärte Cena, dass er gerne eines Tages sämtliche 36 Termine seiner Abschiedstour noch einmal chronologisch durchgehen würde. Dabei soll es nicht lediglich um eine Zusammenstellung der Matches und Auftritte gehen. Cena schwebt vielmehr ein Projekt vor, in dem er erklärt, welche Gedanken hinter den einzelnen Entscheidungen standen und wie sich die gesamte Tour aus seiner Sicht entwickelt hat.

Für ihn waren die 36 Termine keine voneinander unabhängigen Stationen. Cena betrachtet seine Abschiedstour als zusammenhängende Geschichte, bei der einzelne Segmente und Matches aufeinander aufbauten. Auch kontrovers diskutierte Entscheidungen wie sein Heelturn, seine deutliche Niederlage gegen Brock Lesnar oder das Ende seiner aktiven Karriere hätten innerhalb dieses größeren Zusammenhangs jeweils einen bestimmten Zweck erfüllt.

Cena verglich seine Vorstellung mit einem Rundgang durch eine Kunstgalerie, bei dem der Künstler selbst erklärt, was er sich bei jedem Werk gedacht hat. Die Zuschauer müssten seiner Interpretation deshalb nicht automatisch zustimmen. Ihm gehe es vielmehr darum, den Fans seine Perspektive anzubieten und dadurch möglicherweise einen neuen Blick auf bestimmte Momente zu ermöglichen.

WWE Unreal veränderte Cenas ursprüngliche Haltung

Die Idee für ein solches Projekt entstand offenbar auch durch Cenas Erfahrungen mit der Netflix-Serie „WWE Unreal“. Zu Beginn war er keineswegs überzeugt davon, dass WWE einen derart offenen Blick auf kreative Prozesse und Vorgänge hinter den Kulissen ermöglichen sollte.

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Cena erklärte, dass nicht nur er selbst, sondern auch andere Wrestler zunächst Bedenken gegenüber dem Format gehabt hätten. Über viele Jahre sei ihm schließlich eine andere Philosophie darüber vermittelt worden, welche Bereiche des Wrestling-Geschäfts öffentlich gezeigt werden sollten und welche besser hinter verschlossenen Türen blieben.

Der Erfolg der Serie brachte ihn jedoch zum Umdenken. Nachdem die erste Staffel genügend Zuschauer erreicht hatte, um eine zweite zu rechtfertigen, und sich auch diese erfolgreich entwickelte, hat Cena akzeptieren müssen, dass sich das Geschäft verändert. Er versuche grundsätzlich, lernfähig zu bleiben und nicht davon auszugehen, immer selbst zu wissen, was richtig für Wrestling sei.

Besonders positiv bewertete Cena letztlich die Möglichkeit, seine eigene Sicht auf Entscheidungen seiner Abschiedstour schildern zu können. Gerade weil einige dieser Momente bis heute unterschiedlich bewertet werden, empfindet er es als wertvoll, seine Beweggründe erläutern zu dürfen.

Cena bezeichnet SummerSlam als Fackelübergabe an Cody Rhodes

Auch über Cody Rhodes sprach Cena ausführlich. Dabei bezeichnete er ihre Begegnung beim SummerSlam ausdrücklich als den Moment, in dem die Fackel endgültig weitergereicht worden sei.

Cena sieht Rhodes‘ Karriere dabei als eine besonders bemerkenswerte Entwicklung. Cody hatte WWE einst verlassen, sich außerhalb des Unternehmens als American Nightmare neu erfunden und international einen deutlich größeren Namen aufgebaut. Später kehrte er zur WWE zurück und erreichte schließlich eine Position, in der ein großes Programm mit Cena möglich wurde.

Aus Cenas Sicht lässt sich dieser Weg als eine klassische Geschichte vom Schüler beschreiben, der eines Tages den Meister überholt. Bei WrestleMania 41 hatte Rhodes gegen Cena zunächst einen erheblichen Rückschlag hinnehmen müssen. Beim SummerSlam 2025 wurde diese Geschichte schließlich weitergeführt: Am 3. August besiegte Rhodes Cena im Main Event von Night 2 in einem Street Fight und gewann die Undisputed WWE Championship zurück. Nach Cenas eigener Einschätzung markierte genau dieser Moment die endgültige Übergabe der Fackel an Rhodes.

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Cena sieht Wrestling in einer außergewöhnlich starken Phase

Über seine eigene Karriere hinaus äußerte sich Cena auch zum aktuellen Zustand der Wrestling-Branche. Nach mehr als zwei Jahrzehnten im Geschäft sieht er eine Reichweite, die seiner Einschätzung nach größer ist als zu jedem anderen Zeitpunkt seiner aktiven Laufbahn.

Davon würden nicht nur die Unternehmen profitieren. Cena hob besonders die Möglichkeiten heutiger Wrestler hervor. Talente könnten inzwischen bereits zu Beginn ihrer Laufbahn finanziell deutlich besser aufgestellt sein, während für etablierte Topstars enorme Verdienstmöglichkeiten bestünden. Auch die allgemeine Sicherheit und die Bedingungen innerhalb des Geschäfts hätten sich seiner Wahrnehmung nach verbessert.

Gleichzeitig haben Fans heute Zugriff auf mehr Wrestling als je zuvor. Verschiedene Promotions, internationale Angebote und neue Verbreitungswege sorgen dafür, dass das Geschäft nicht mehr ausschließlich von wenigen großen TV-Produktionen bestimmt wird.

Cena sieht darin allerdings keine Garantie dafür, dass sich die Branche automatisch immer weiter positiv entwickelt. Schwierige Phasen könnten jederzeit wieder auftreten. Gerade solche Zeiten würden jedoch häufig neue Chancen schaffen und Talente hervorbringen, die zuvor niemand als künftige Aushängeschilder erwartet habe.

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